Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Schröder: Vom Kanzler zum Würstchen

    Wie viele Menschen haben wohl bedauert, dass sie der SPD 1998 ihre Stimme gaben und mit ihr deren Spitzenkandidaten Schröder zum Kanzler machten? Beschweren können sie sich nicht. Er lebte seine Schwächen schon vor seiner Kanzlerschaft hemmungslos öffentlich aus. Bereits damals war das Bild, das er von sich prägte, weniger von seiner Politik als von seinem Verhalten im Umgang mit Parteifreunden und seiner Partei bestimmt. Es stieß ab. Man musste nur hinschauen. Heute kann man sagen: Er hat einen wesentlichen Beitrag zum Verfall der Sitten in der SPD und zum Niedergang der Partei geleistet. Bezeichnend auch, dass er als Kanzler jenen Job kreierte, der ihm nach dem Abschied aus dem Amt den lang ersehnten Wohlstand brachte. Um in dessen Genuss zu kommen, schreckt der Ex-Kanzler nicht davor zurück, dem russischen Diktator Putin zu dienen. Dass ihn die Bild-Zeitung, deren Gunst er als Kanzler suchte, heute als Putins Pudel abbürstet, kommt wohl der Ansicht nahe, die viele Bürger von Schröder haben. Zu den Missständen in Russland, Weißrussland und der Türkei, die in die EU ausstrahlen, hört man von ihm kein Wort. Wohl aber kämpft er darum, dass VW in seinen Betriebskantinen die Currywurst nicht abschafft. Schröder war ein Profiteur sozialdemokratischer Bildungspolitik: Er brachte es vom Kind armer Leute zum Kanzler. Dann machte sich der Kanzler zu Putins Rudel, und nun macht sich Putins Pudel zum Würstchen. Welch eine Laufbahn! – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 48 – 2012

Dienstag, 20. November 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh) 

1. Medien

Es sind die Fragen, nicht die Gewissheiten, Dummkopf!
Wenn ich mir ansehe, welche Artikel mir gelungen sind und welche lahm blieben, so ist die Ursache meist: Bei den lahmen stand meist eine Gewissheit im Zentrum, bei den anderen eine Frage. Denn Gewissheiten, so angenehm sie sind, haben kein Tempo: Sie sind von Natur her statisch. Fragen hingegen bringen einen schnell an die frische Luft, hinaus ins Unbekannte. Die Schwierigkeit ist nur, auf abgegrastem Feld die richtige Frage zu finden. Also keine rhetorische. Sondern eine echte, bei der man die Antwort nicht weiss.
Aus: Deadline

2. Militär

Die Langeweile der Drohnen-Piloten
In aller Regel sitzen die Piloten über Stunden, manchmal wie die Piloten der US-Luftwaffe bis zu 12 Stunden, vor ihren Bildschirmen, steuern anhand der oft nicht sonderlich scharfen Bilder gelegentlich mit Joysticks die Drohne, die aber meist automatisch fliegt, nur selten können sie wirklich agieren, also ein Ziel verfolgen und eine Rakete abfeuern. Mary Cummings, die am MIT Aeronautik und Astronautik lehrt, sieht eines der Hauptprobleme beim Bedienen der Drohnen in der Langeweile.
Aus: Telepolis

3. Krieg und Frieden

a. Kampf um Deutungshoheit
Das Spiel mit den Medien beherrschen die Palästinenser nach wie vor besser. Während das israelische Militär seine Bürger in einer groß angelegten Onlinekampagne derzeit auffordert, möglichst wenige Details über die Bombeneinschläge zu veröffentlichen, um der anderen Seite nicht unfreiwillig in die Hände zu spielen, versorgt die Hamas die Welt unablässig mit Bildern des Elends – die Welt, aber auch das eigene Volk.
Aus: The European

b. Warten auf den Waffenstillstand

Die Bemühungen um einen Waffenstillstand konzentrieren sich auf die Vermittlung Ägyptens. Versuche anderer Seiten wurden abgeblockt. Der deutsche Außenminister Westerwelle sei wegen seiner Einseitigkeit nicht ernst zu nehmen, so die Abfuhr Abdallah al Frangis, der Berater des palästinensischen Präsidenten Abbas: „Er wird mit Präsident Abbas diskutieren, aber er wird kein Gewicht für eine Lösung der Konflikte in der Region mitbringen. Wenn man so eindeutig pro-israelisch handelt, bleibt der Einfluss gering. Die Deutschen hätten die Chance, zwischen Israelis und Palästinensern zu vermitteln. Aber das können sie nicht, solange sie so einseitig agieren.“
Aus: Telepolis

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.