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Nebenbei

  • Der DFB wird Weltmacht

    Weltmeister ist der DFB schon. Nun will er Weltmacht werden. Der eingetragene Verein, der wie der ADAC viele Millionen bewegt, geht daran, die Bundesrepublik zu übernehmen. In den VIP-Lounches der Vereine nehmen die DFB- und DFL-Funktionäre längst Wochenende für Wochenende die Huldigungen der Politiker entgegen. Die Kanzlerin reist rund um die Welt, um dem DFB-Team die Aufwartung zu machen. Als sich Bayern-Präsident Hoeneß als der Champion der Steuerbetrüger entlarvte, wackelte das bayrische Kabinett, und die CSU erbebte. Der Zugriff auf Steuern und TV-Zwangsgebühren ist DFB und DFL sicher. Nun verhängt der DFB Sanktionen gegen unliebsame Regierungen. Den Anfang macht er mit Bremen: Dort gibt es kein Länderspiel mehr. Prompt versicherten andere Landesregierungen dem DFB eilig ihre Botmäßigkeit. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird der DFB festlegen, wer Ministerpräsident und wer Kanzler werden darf. – Was aber geschähe, wenn sich die Bundesländer mit Bremen solidarisierten? Sie müssten gar nicht Bremens Regelung für Krawallspiele übernehmen. Es reichte, dem DFB zu signalisieren: „Gibt es in Bremen kein Länderspiel, gibt es auch keins in Nürnberg oder andernorts – wir lassen uns nicht vom DFB erpressen – soll er doch seine Länderspiele in Moskau, Luxemburg, Zürich oder Palermo austragen.“ – So weit wird es nicht kommen. Eher wird der DFB das fertig bringen, woran die Bild-Zeitung kläglich scheiterte: zu Guttenberg zum Kanzler zu machen. – Ulrich Horn

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