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Nebenbei

  • Der DFB wird Weltmacht

    Weltmeister ist der DFB schon. Nun will er Weltmacht werden. Der eingetragene Verein, der wie der ADAC viele Millionen bewegt, geht daran, die Bundesrepublik zu übernehmen. In den VIP-Lounches der Vereine nehmen die DFB- und DFL-Funktionäre längst Wochenende für Wochenende die Huldigungen der Politiker entgegen. Die Kanzlerin reist rund um die Welt, um dem DFB-Team die Aufwartung zu machen. Als sich Bayern-Präsident Hoeneß als der Champion der Steuerbetrüger entlarvte, wackelte das bayrische Kabinett, und die CSU erbebte. Der Zugriff auf Steuern und TV-Zwangsgebühren ist DFB und DFL sicher. Nun verhängt der DFB Sanktionen gegen unliebsame Regierungen. Den Anfang macht er mit Bremen: Dort gibt es kein Länderspiel mehr. Prompt versicherten andere Landesregierungen dem DFB eilig ihre Botmäßigkeit. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird der DFB festlegen, wer Ministerpräsident und wer Kanzler werden darf. – Was aber geschähe, wenn sich die Bundesländer mit Bremen solidarisierten? Sie müssten gar nicht Bremens Regelung für Krawallspiele übernehmen. Es reichte, dem DFB zu signalisieren: „Gibt es in Bremen kein Länderspiel, gibt es auch keins in Nürnberg oder andernorts – wir lassen uns nicht vom DFB erpressen – soll er doch seine Länderspiele in Moskau, Luxemburg, Zürich oder Palermo austragen.“ – So weit wird es nicht kommen. Eher wird der DFB das fertig bringen, woran die Bild-Zeitung kläglich scheiterte: zu Guttenberg zum Kanzler zu machen. – Ulrich Horn

Archive | Rückschau

Kohl 2: Kanzler-Worte

Samstag, 27. März 2010

2 Kommentare

(uh) Die Süddeutsche Zeitung verzichtete darauf, den Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen zu interviewen. Dessen Management wollte nicht nur die Zitate, sondern auch den redaktionellen Text redigieren, in die die Zitate eingebettet werden sollten. Diese Abstimmungsprobleme erinnerten mich an mein erstes Interview mit Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Es lief genau in die entgegensetzte Richtung. Deshalb widme ich diesen Rückblick dem Kabarettisten und seinem Management. [weiter]

Am Vorhof der Macht

Montag, 15. März 2010

4 Kommentare

(uh) Als politischer Journalist kommt man Politikern zwangsläufig nahe. Gerade deshalb ist man gut beraten, zu allen politischen Gruppierungen einen gewissen Abstand zu wahren. Das erschwert zwar die Arbeit, dient jedoch der eigenen Glaubwürdigkeit. [weiter]

Eis essen mit Rau

Dienstag, 2. März 2010

0 Kommentare

(uh) Im Sommer 1996 lud der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau zu einer Pressekonferenz in das Hotel Holiday Inn am Düsseldorfer Graf-Adolf-Platz. [weiter]

Rot-schwarz-gelb-grün

Samstag, 27. Februar 2010

0 Kommentare

(uh) Politiker neigen dazu, Journalisten, die über Politik berichten, den Parteien zuzuordnen. Auch Journalisten selbst sortieren Ihresgleichen gern in diese Schubkästen. Damit nicht genug: Viele Journalisten suchen auch selbst die Nähe zu einer Partei. [weiter]

Kohl 1. – Abgekanzelt

Donnerstag, 4. Februar 2010

0 Kommentare

(uh) Zum ersten Mal begegnete ich Helmut Kohl im Sommer 1982. Er trat an einem warmen Sonntagmittag bei einem Straßenfest der Gelsenkirchener CDU auf. Damals war er noch nicht Kanzler, aber es war klar, dass er es bald sein würde. [weiter]