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Nebenbei

  • NSA: Alles kommt raus

    Die NSA kennt keine Grenzen. Erst Merkel, nun Hollande. Wen hört sie sonst noch ab? Alle EU-Regierungschefs? Nur die wichtigen? Auch die Oppositionsführer? Sogar den Papst? Was Hollande einst von Merkel hielt, ahnte man schon damals. Nun wissen wir es. Was sie von ihm hielt, leider nicht. Da vermisst man doch Informationen. Gern wüsste man auch, ob sich sein Bild von ihr gewandelt hat. Inzwischen arbeiten beide ja ganz gut zusammen. Sie verhalf dem chronisch Erfolglosen schon zu manchem Erfolgserlebnis, obwohl er versuchte, mit Gabriel gegen sie über Bande zu spielen. Dass dieser Winkelzug bekannt wurde, mag Hollande ärgern. Ärgerlicher ist für ihn: Nun weiß jeder, dass er die Aktion versemmelte. Auch Obama. Er weiß wohl auch, was jeder der Euro-Staatschefs, die sich heute treffen, vom griechischen Regierungschef Tsipras hält. Da weiß Obama mehr als wir und die Regierungschefs. Wenn sie mehr wissen wollen, sollten sie beim nächsten Gipfeltreffen mit ihm die NSA-Abhöraktionen mutig ansprechen. Wenn sie nicht zu unterbinden sind, sollten die Regierungschefs darauf dringen, dass die NSA alle ihre Lauschprotokolle allen Abgehörten zeitnah zur Verfügung stellt. Dann wüssten alle alles voneinander und wären auf dem gleichen Stand. Niemand müsste mehr unangenehm berührt sein. Auch der US-Präsident würde sich Kritik, Misstrauen und wachsenden Antiamerikanismus ersparen. Gibt es für einen Regierungschef etwas Entlarvenderes und Peinlicheres als einen Geheimdienst, der seine Geheimnisse verliert? Die NSA kann zwar gut lauschen. Das Abgehörte verheimlichen aber kann sie nicht besonders gut. Sie ist selbst Opfer von Geheimaktionen. Obama muss damit rechnen: Am Ende kommt doch alles heraus. – Ulrich Horn

Archive | Politik

Wann spricht Tsipras vom Dolchstoß?

Freitag, 3. Juli 2015

3 Kommentare

Vor der Volksabstimmung in Griechenland haben sich die Regierung Tsipras und die Eurostaaten nichts mehr zu sagen. Sie reden nicht miteinander, sondern übereinander. Es macht sich der Eindruck breit: Wie immer die Volksabstimmung auch ausgeht – die Regierung Tsipras wird wohl auf der Strecke bleiben. In Deutschland hat sie nur noch einen engen Verbündeten – die Partei DieLinke. Sie gerät mit Tsipras ins Abseits. [weiter]

Gabriel – tropfenweise demontiert

Donnerstag, 2. Juli 2015

4 Kommentare

Seit David den Goliath fällte, tun Große und Starke gut daran, sich vor Kleinen in acht zu nehmen. Tsipras wurde mit mageren 36,3 Prozent Regierungschef in Griechenland. Nun ist er mit seinem kleinen Land dabei, die Eurozone auseinanderzubrechen. Ähnlich wie ihr ergeht es SPD-Chef Gabriel. Der linke Flügel seiner Partei ist dabei, den Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister nach allen Regeln der Kunst zu demontieren. [weiter]

Griechenlands Fintenkönig hat sich verheddert

Mittwoch, 1. Juli 2015

18 Kommentare

Lange traten die aktuellen griechischen Regierungspolitiker wie Firmstars auf. Die Medien behandelten sie auch so. Inzwischen dürfte den Zuschauern schwanen, dass die Regierung Tsipras nicht Teil einer TV-Serie ist, sondern der bitteren Realität. Nur fünf Monate hat sie gebraucht, um das Land in die Grütze zu fahren und Griechenland zum gescheiterten Staat zu machen. [weiter]

Tsipras und die Queen

Freitag, 26. Juni 2015

7 Kommentare

Zum Thema Griechenland scheint alles gesagt, zum Thema Europa noch längst nicht. In Brüssel strapaziert Griechenlands Regierungschef Tsipras die Solidarität der Eurostaaten auf das Äußerste. Er stellt sie vor die Wahl, sich missbrauchen zu lassen oder Griechenland den Laufpass zu geben. So oder so kann Europa Schaden nehmen. Derweil reist Königin Elisabeth II. durch Deutschland und beschwört die Einheit Europas. [weiter]

Tsipras verliert sein Gesicht

Mittwoch, 24. Juni 2015

7 Kommentare

Europa erlebt ein seltenes Schauspiel. Aus nächster Nähe kann es bestaunen, wie der Regierungschef eines Mitgliedsstaates daran arbeitet, auf offener Bühne sein Gesicht zu verlieren. Seit fünf Monaten ist Griechenlands kommunistischer Ministerpräsident Tsipras am Werke. Nun hat er es bald vollbracht. [weiter]

Griechenland: Ein gescheiterter Staat

Sonntag, 21. Juni 2015

4 Kommentare

Warum steht Griechenland am Abgrund? Die Regierung Tsipras, die sich auf die Koalition zwischen dem linksradikalen Parteienbündnis Syriza und der rechtspopulistischen Partei ANEL stützt, hat sich am 20. Februar 2015 gegenüber ihren Geldgebern verpflichtet, für weitere Kredite Reformen durchzuführen. Tsipras kann die Zusage bisher nicht einlösen. Selbst wenn sich die Geldgeber und Griechenland auf Reformen verständigen sollten: Ob sie umgesetzt werden, ist damit noch nicht gewährleistet. [weiter]

Um Armin Laschet wird es einsam

Freitag, 19. Juni 2015

2 Kommentare

Seit eineinhalb Jahren ist CDU-Landeschef Laschet Oppositionsführer in NRW. Er schien die Rolle passabel auszufüllen. Die Aufgabe verlangte ihm nicht allzu viel ab. Ein schwaches NRW-Kabinett, wachsende Probleme im Land und eine orientierungslose Ministerpräsidentin halfen ihm, sich zu profilieren. Seine Aussichten, 2017 Rot-Grün abzulösen, galten als nicht völlig aussichtslos – bis vor wenigen Wochen seine Notenaffäre bekannt wurde. [weiter]

Mit Laschet ins Wolkenkuckucksheim

Mittwoch, 17. Juni 2015

3 Kommentare

Der Chef der NRW-CDU, Armin Laschet, startete am Wochenende auf einem Parteitag in Essen den langen Marsch an die Macht in NRW. Ein Grundsatzprogramm, das die NRW-CDU mit großem Aufwand entwickelte, soll als Signal des Aufbruchs dienen und die Basis für den Sieg bei der NRW-Wahl 2017 bilden. Der Aufbruch stand unter keinem guten Stern. Ausgerechnet Laschet machte sich und der Partei einen Strich durch die Rechnung. [weiter]

Der Geheimniskrämer der CDU

Freitag, 12. Juni 2015

6 Kommentare

Die CDU hat Probleme, der gesellschaftlichen Entwicklung zu folgen. Ein Grundsatzprogramm der NRW-CDU soll helfen, den Rückstand zu verkürzen. Die Idee, die Partei über ihre Landesverbände neu aufzustellen, zündet noch nicht so recht. Statt das Programm und die Konzepte der NRW-CDU zum Thema zu machen, beschäftigt CDU-Landeschef Laschet die Partei und die Öffentlichkeit mit sich und seinen Unzulänglichkeiten. [weiter]

NRW-CDU: Nicht regierungsfähig

Mittwoch, 10. Juni 2015

4 Kommentare

Allzu schwer sollte es nicht sein, die rot-grüne NRW-Koalition aus den Angeln zu heben. Von der Regierungspartei SPD ist nichts zu hören. Ihre Landesregierung ist in schlechter Verfassung. Es fehlen Konzepte und tatkräftige Minister. Das Land ist in vielen Bereichen heruntergewirtschaftet. Dennoch bekommt die NRW-CDU keinen Fuß in die Tür. Zwei Jahre vor der NRW-Wahl erweist sich die größte Oppositionspartei als regierungsunfähig. [weiter]