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Nebenbei

  • Prestige und Mittelmaß

    Die Medien verschaffen der 1. Fußball-Bundesliga der Männer ein Prestige, das nicht gerechtfertigt ist. Die Liga versinkt im Mittelmaß. Die letzten Spieltage der jüngsten Saison bezogen ihre Spannung nicht aus dem Kampf der besten Mannschaften um die Meisterschaft. Sie war seit Wochen entschieden. Zuletzt ging es nur noch um den Abstieg. Ihn mussten ein Drittel aller Mannschaften fürchten. Dass die Liga nicht von der Leistungsstärke der Mannschaften, sondern von deren Schwäche geprägt wird, macht auch die Abschlusstabelle deutlich. Ein Verein ist erstklassig, drei Vereine sind mit deutlichem Punktabstand mittelmäßig. Der Rest ist mehr oder minder zweitklassig. Dagegen ist in der zweiten Liga das Leistungsstreben noch spürbar. Dort kämpften bis zuletzt drei Mannschaften um den Aufstieg. Es scheint so, als liege das durchschnittliche Leistungsniveau des Profifußballs der Männer auf jene Linie, die den Aufstieg in die 1. Liga und den Abstieg in die 2. Liga markiert. Die Leistungskraft der Erstligamannschaften wird zunehmend von der Finanzkraft ihrer Vereine bestimmt. Diese Einsicht teilt nicht jeder Fanclub. Wie wäre sonst der Ärger der Schalker Fans über die schwachen Leistungen ihrer Mannschaft zu verstehen? Profifußball ist ein Geschäft. Die Clubs sind Unternehmen. Schalke ist bis zum Bommel der Vereinsmütze verschuldet. Wer wie die Schalke-Fanclubs versucht, die Vereinskultur auf die seligen Zeiten von Szepan und Kuzorra auszurichten, darf sich nicht wundern, wenn er weitere 57 Jahre vergeblich hinter der Meisterschale herlaufen muss. – Ulrich Horn

Archive | Politik

Das Kölner Desaster der SPD

Mittwoch, 27. Mai 2015

0 Kommentare

Kölns SPD war schon in manchen saftigen Skandal verstrickt. Auch ihr jüngster hat es in sich. Nach der Kommunalwahl im Mai 2014 strebte sie erneut eine rot-grüne Koalition an, mit der Mehrheit von einer Stimme. Allerdings war in einem Wahlkreis die Briefwahl erkennbar falsch ausgezählt worden, zugunsten der SPD und zulasten der CDU. Aus Angst, die Ratsmehrheit zu verlieren, weigerte sich die SPD, das Wahlresultat überprüfen zu lassen. Die Missachtung des Wählerwillens schadet der Partei und der Landesregierung sehr. [weiter]

Gabriel: Pirouetten auf dünnem Eis

Mittwoch, 20. Mai 2015

8 Kommentare

Sigmar Gabriel hat es nicht leicht. Der SPD-Chef versucht, Bundeskanzlerin Merkel unter Druck zu setzen, um ihr Ansehen zu schmälern. Er tut es, weil er selbst unter Druck steht. Gabriel schwebt in Gefahr, wie seine Parteifreunde Steinmeier und Steinbrück zwischen seiner Partei und Merkel zerrieben zu werden. [weiter]

Kraft und der Datenmangel ihrer Regierung

Mittwoch, 6. Mai 2015

2 Kommentare

Gute Politiker wägen ihre Worte, weil sie wissen: Wer dieses Gebot missachtet, läuft Gefahr, dass andere diese Worte auf die Goldwaage legen. So ergeht es NRW-Ministerpräsidentin Kraft (SPD). Sie weist gerne darauf hin, dass NRW den Strukturwandel weitgehend allein habe tragen müssen. In der Landtagsdebatte am 17. Dezember 2014 sagte sie: „Ja, wir haben unseren Strukturwandel selbst finanziert.“ Ein Satz, der Folgen hat. [weiter]

Ruhrgebiet: Wo Politiker stets zu spät kommen

Montag, 4. Mai 2015

13 Kommentare

Der Puls des Ruhrgebiets ist kaum noch wahrzunehmen. Industrielles Herz Deutschlands – das war einmal. In der Region gilt es inzwischen schon als Ruhmestat, das Tempo des Niedergangs zu drosseln. Nun aber melden die Revier-Politiker einen Erfolg, den sie als großen Fortschritt feiern. Er kommt zunächst nicht der Region, sondern ihnen selbst zugute: Sie haben sich neue Kompetenzen verschafft. [weiter]

NRW: Der Stillstand wird Exportschlager

Montag, 27. April 2015

3 Kommentare

Was haben SPD und Grüne in NRW nicht alles angestellt, um 2010 an die Macht zu kommen. Zu schwach, die Mehrheit zu erringen, muteten sie dem Land eine Minderheitsregierung zu, die nur begrenzt handlungsfähig war. Aus Angst, am Ende der Legislaturperiode 2015 die Macht zu verlieren, provozierte sie 2012 vorzeitig Neuwahlen. Seither findet Politik in NRW kaum noch statt. Das Land stagniert. [weiter]

Winterkorn auf dünnem Eis

Montag, 20. April 2015

4 Kommentare

Ist der Machtkampf bei VW entschieden? Arbeitnehmer, IG Metall und Niedersachsens Regierung haben sich gegen Eigentümer und Aufsichtsratschef Piëch durchgesetzt: Winterkorn bleibt Vorstandschef. Sein Vertrag soll sogar verlängert werden. Herrschen nun bei VW klare Verhältnisse? Keineswegs. Winterkorn hat wohl jene bittere Art von Sieg errungen, die den Gewinner schwächt und schließlich zum Verlierer macht. [weiter]

Gabriel: Der den Wahlkampf fürchten muss

Dienstag, 7. April 2015

8 Kommentare

Die SPD hat es sich angewöhnt, ihr Binnenleben an zwei Fixpunkten des politischen Kalenders auszurichten: an der Bundestagswahl, die in der Regel alle vier Jahre stattfindet, und an der Mitte der Legislaturperiode. Dann nämlich beginnt die Partei, den Kanzlerkandidaten zu suchen, der sie in den nächsten Wahlkampf führen soll. Gerade eben ist die Zeit der Suche für die Wahl 2017 angebrochen. [weiter]

Tsipras legt Europas Schwäche bloß

Dienstag, 31. März 2015

14 Kommentare

Der griechische Regierungschef Tsipras verschiebt die Gewichte in Europa. Lange stand er unter dem Druck der Euro-Staaten. Um Griechenlands Pleite und seinen Ausstieg aus dem Euro zu verhindern, soll er Reformen umsetzen, die dazu dienen, die Staatsausgaben zu senken. Dieses Vorhaben lehnt er ab. Sein Widerstand beschleunigt Griechenlands Fahrt in den Bankrott. Mit ihm setzt er nun die Euro-Staaten unter Druck. [weiter]

Das Ruhrgebiet zementiert seine Defizite

Dienstag, 17. März 2015

17 Kommentare

Eine Fertigkeit praktizieren die Ruhr-Kommunalpolitiker in höchster Vollendung: die Kunst des Selbstbetrugs. Seit Jahren inszenieren sich die Revierstädte als Metropolregion. Ihr praktisches Handeln weist jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Die Politik im Ruhrgebiet ist dabei, die wirtschaftlichen Defizite der Region zu zementieren. [weiter]

Tsipras: Politik auf Kindergartenniveau

Mittwoch, 11. März 2015

8 Kommentare

Griechenland ist finanziell und wirtschaftlich am Ende. Die staatlichen Institutionen zerfallen. Die Politik, die das Land reformieren müsste, liegt am Boden. Konservative und Sozialdemokraten, die wechselweise regierten, erwiesen sich als korrupt. Die neue linksrechtsradikale Koalition ist Opfer ihrer Oppositionsträume. Ihr fehlt nicht nur Regierungserfahrung. Sie agiert unprofessionell und dilettantisch. [weiter]