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Nebenbei

  • Etwas wie ein Vogelschiss

    Die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) wurde am Mittwoch in einer Sondersitzung des Bundestages vereidigt. Zu diesem Zweck wurden die Abgeordneten aus dem Urlaub gerufen. Etliche, darunter die Fraktionschefs Lindner (FDP) und Weidel (AfD), beanstanden die Kosten der Aktion. Es soll sich um 100.000 Euro handeln. Keine Peanuts, aber doch so etwas wie ein Vogelschiss, diesmal ein echter. Wie teuer war eigentlich die Sondersitzung des Verkehrsausschusses, die ebenfalls am Mittwoch stattfand? Und wie teuer waren die Sitzungen der Ausschüsse für Auswärtiges und für Bildung, die am Dienstag tagten, auch er ein Ferientag? Wurde der Aufwand der Ausschüsse gegen den der Bundestagssondersitzung gegengerechnet? – Im Ernst: Wollen Lindner und Weidel sparen, sollten sie den Bundestag verkleinern. 709 Abgeordnete sind zu viele. Die Hinterbank des Parlaments wird von Wahl zu Wahl länger. Die Qualität im Parlament wächst nicht mit, siehe die Kritik an der Sondersitzung. Würde das Plenum nur um zehn Prozent schrumpfen, könnten nicht 100.000 Euro, sondern mehrere Millionen gespart werden, und das Jahr für Jahr. Lindner und Weidel sollten sich auch daranmachen, die Geldverbrennungsanlage Berliner Flughafen zu stoppen. Dort geht seit Langem Tag für Tag eine Million durch den Kamin. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dort wird unter den Augen von Lindner, Weidel und 707 weiteren Bundestagsabgeordneten allein an einem Tag Geld im Wert von zehn Sondersitzungen verschwendet. Es sieht nicht so aus, als seien die Abgeordneten dabei, diesen Missstand zu beheben. – Ulrich Horn

Archive | Medien

Der Spiegel: Das Märchenmagazin

Freitag, 28. Dezember 2018

7 Kommentare

Seit Jahren schrumpft die Auflage des „Spiegel“. Sie sinkt auch, weil das Magazin an Renommee verliert. Sein Autor Relotius hat diesen Schlamassel nun stark vergrößert. Der preisgekrönte Reporter wurde als Betrüger entlarvt. Der Schaden geht weit über ihn hinaus. Die Medienbranche, die sich so gerne ehrt, feiert und bejubelt, ist bis auf die Knochen blamiert. [weiter]

Zur Nachahmung empfohlen

Dienstag, 17. Januar 2017

1 Kommentar

Vor einiger Zeit hat Johnny Haeusler im Spreeblick einen schönen Text geschrieben für alle, die gerne Blogs lesen und denen daran liegt, ihre Lieblingsblogs zu unterstützen. [weiter]

Die AfD und die Hysterie

Sonntag, 13. März 2016

11 Kommentare

Wahltag ist Zahltag – an diesem Sonntag in drei Bundesländern. Die Landespolitik spielte beim Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachen-Anhalt nur eine untergeordnete Rolle. Es ging vor allem um zwei Bundesthemen: die Zuwanderung, die alle Länder und Kommunen beschäftigt, und um die AfD. [weiter]

Zwei Medienmacher schauen auf Zuckerberg

Freitag, 4. Dezember 2015

4 Kommentare

Facebook-Chef Zuckerberg hat mit seinem Vermögen Schlagzeilen gemacht. Er regt nicht nur die Fantasie seiner Kunden, Aktionäre und Verehrer an. Dass er fast sein gesamtes Vermögens für wohltätige Zwecke stiften will, fordert auch die analytische Kraft vieler Medienprofis heraus. Renommierte Führungskräfte dieser Branche bewerteten Zuckerbergs Ankündigung. Ihre Ansichten gehen überraschend weit auseinander. [weiter]

Kraft und der politische Gesprächsstoff

Sonntag, 23. August 2015

3 Kommentare

Landesregierungen neigen dazu, ihr Bundesland schön zu reden. Die NRW-Regierung macht schon einmal eine bemerkenswerte Ausnahme. Sie bestätigte kürzlich, was allen klar ist, die ab und an über die Grenzen ihres Bundeslandes hinauszuschauen: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Was in Baden-Württemberg gang und gäbe ist, ist in NRW noch lange nicht selbstverständlich. [weiter]

Die Medien lassen von Hoeneß nicht ab

Freitag, 28. März 2014

2 Kommentare

(uh) Der Fall Hoeneß ist für die Justiz abgeschlossen. Für die Medien aber nicht. Noch sitzt der verurteilte Steuerbetrüger nicht im Gefängnis, da bringen sie weitere Details auf den Tisch, die bei seinem kurzen Prozess unter der Tischplatte blieben. Noch ist den medien der große Wurf nicht gelungen. Doch erwecken sie den Eindruck, es sei in absehbarer Zeit mit Handfestem zu rechnen. [weiter]

Wie sich der Stern zur Schnuppe macht

Donnerstag, 20. März 2014

7 Kommentare

(uh) Der Stern kämpft nicht nur gegen die sinkende Auflage. Er leidet auch unter schrumpfender Bedeutung. Lange Zeit war die Illustrierte Indikator und Vorreiter für Stimmungen und Trends in Gesellschaft und Politik. Mit dem Skandal um die Hitler-Tagebücher hat sie ihren Ruf ruiniert. Der Versuch, ihn mit dem Fall Hoeneß aufzupolieren, will nicht gelingen. Der Stern steht sich selbst im Weg. [weiter]

Medienkritik als Beitrag zur Hygiene

Sonntag, 1. September 2013

5 Kommentare

(uh) Ab und an finden sich im Strom der Informationen bunte Perlen. Der Recherche-Chef der Süddeutschen, Hans Leyendecker, gab kürzlich ein Interview zur Rolle der Medien im Fall Wulff. Darin übt er Kritik am Verhalten der Medien. Die Kritik ist überfällig, auch aus hygienischen Gründen: Von den Vorwürfen gegen Wulff blieb kaum etwas übrig. [weiter]

Mit Büroleiter Blome zur Großwildjagd

Freitag, 30. August 2013

1 Kommentar

(uh) Die „Spiegel“-Revolte sei mit einem „Kompromiss“ beigelegt worden, heißt es. Der künftige Chefredakteur Büchner verzichte drauf, den „Bild“-Journalisten Blome, der beim „Spiegel“ Berliner Büroleiter werden soll, obendrein zum stellvertretenden Chefredakteur zu machen. Blome werde nur noch schlichtes Mitglied der Chefredaktion. Und das soll ein Kompromiss sein? Da lachen doch die Hühner. [weiter]

Der Spiegel wirtschaftet sich ab

Mittwoch, 28. August 2013

1 Kommentar

(uh) Die Eigentümer des „Spiegel“ sind dabei, die Marke zu demolieren und das Magazin abzuwirtschaften. Das Unternehmen zeigt Anzeichen von Verfall. Statt die Konflikte dieser Welt zu thematisieren, macht das Magazin seine eigenen zum Gespräch. Die Krise scheint kaum heilbar. Es ist beim Spiegel keine Institution erkennbar, der zuzutrauen wäre, die Konflikte zu moderieren und zu entschärfen. [weiter]