Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Trumps Theater

    Über die Geduld der US-Medien kann man nur staunen. Immer wieder schicken sie Journalisten zu Pressekonferenzen, bei denen Präsident Trump und seine Mitarbeiter lügen, was das Zeug hält, die Journalisten beschimpfen und deren Arbeitgeber verleumden. Es drängt sich schon die Frage auf: Müssen die Beschimpften die Lügen und Tiraden über sich ergehen lassen und sie dann auch noch verbreiten? Diese Frage provoziert die nächste: Wäre es nicht an der Zeit, den Transport der alternativen Fakten ihren Urhebern zu überlassen? Trump und seine Mitarbeiter müssten dann ihre Fakenews ohne Hilfe der meisten Medien an die Bürger bringen. Es stehen dazu Twitter, regierungsnahe Medien und auch Presseerklärungen zur Verfügung. Die Berichterstattung der geschmähten Medien über die Regierungsarbeit muss unter diesem Schritt nicht leiden. Er würde es Trump aber erschweren, sich als Opfer der Medien darzustellen und mit diesem Manöver Desinformation zu betreiben, während die Medien so arbeiten könnten wie bisher. Noch schwerer hätte er es, wenn die in Washington tätigen Medien einen Verein zur Veranstaltung von Pressekonferenzen gründeten und nahe beim Weißen Haus Büros anmieteten. Dorthin könnte der Verein dann Persönlichkeiten einladen, die zu aktuellen Themen etwas mitzuteilen haben, auch zu jenen, über die Trump gar nicht oder falsch informiert. Und schließlich, um ihm Einhalt zu gebieten: Können Journalisten und Medienunternehmen, die Trump wahrheitswidrig bezichtigt zu lügen, den Präsidenten und die US-Regierung nicht wegen übler Nachrede , Verleumdung und gegebenenfalls auch wegen Geschäftsschädigung verklagen? – Selbst wenn es ginge, würde es wohl nicht dazu kommen. Schade eigentlich. – Ulrich Horn

Archive | Medien

Zur Nachahmung empfohlen

Dienstag, 17. Januar 2017

1 Kommentar

Vor einiger Zeit hat Johnny Haeusler im Spreeblick einen schönen Text geschrieben für alle, die gerne Blogs lesen und denen daran liegt, ihre Lieblingsblogs zu unterstützen. [weiter]

Die AfD und die Hysterie

Sonntag, 13. März 2016

11 Kommentare

Wahltag ist Zahltag – an diesem Sonntag in drei Bundesländern. Die Landespolitik spielte beim Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachen-Anhalt nur eine untergeordnete Rolle. Es ging vor allem um zwei Bundesthemen: die Zuwanderung, die alle Länder und Kommunen beschäftigt, und um die AfD. [weiter]

Zwei Medienmacher schauen auf Zuckerberg

Freitag, 4. Dezember 2015

4 Kommentare

Facebook-Chef Zuckerberg hat mit seinem Vermögen Schlagzeilen gemacht. Er regt nicht nur die Fantasie seiner Kunden, Aktionäre und Verehrer an. Dass er fast sein gesamtes Vermögens für wohltätige Zwecke stiften will, fordert auch die analytische Kraft vieler Medienprofis heraus. Renommierte Führungskräfte dieser Branche bewerteten Zuckerbergs Ankündigung. Ihre Ansichten gehen überraschend weit auseinander. [weiter]

Kraft und der politische Gesprächsstoff

Sonntag, 23. August 2015

3 Kommentare

Landesregierungen neigen dazu, ihr Bundesland schön zu reden. Die NRW-Regierung macht schon einmal eine bemerkenswerte Ausnahme. Sie bestätigte kürzlich, was allen klar ist, die ab und an über die Grenzen ihres Bundeslandes hinauszuschauen: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Was in Baden-Württemberg gang und gäbe ist, ist in NRW noch lange nicht selbstverständlich. [weiter]

Die Medien lassen von Hoeneß nicht ab

Freitag, 28. März 2014

2 Kommentare

(uh) Der Fall Hoeneß ist für die Justiz abgeschlossen. Für die Medien aber nicht. Noch sitzt der verurteilte Steuerbetrüger nicht im Gefängnis, da bringen sie weitere Details auf den Tisch, die bei seinem kurzen Prozess unter der Tischplatte blieben. Noch ist den medien der große Wurf nicht gelungen. Doch erwecken sie den Eindruck, es sei in absehbarer Zeit mit Handfestem zu rechnen. [weiter]

Wie sich der Stern zur Schnuppe macht

Donnerstag, 20. März 2014

7 Kommentare

(uh) Der Stern kämpft nicht nur gegen die sinkende Auflage. Er leidet auch unter schrumpfender Bedeutung. Lange Zeit war die Illustrierte Indikator und Vorreiter für Stimmungen und Trends in Gesellschaft und Politik. Mit dem Skandal um die Hitler-Tagebücher hat sie ihren Ruf ruiniert. Der Versuch, ihn mit dem Fall Hoeneß aufzupolieren, will nicht gelingen. Der Stern steht sich selbst im Weg. [weiter]

Medienkritik als Beitrag zur Hygiene

Sonntag, 1. September 2013

5 Kommentare

(uh) Ab und an finden sich im Strom der Informationen bunte Perlen. Der Recherche-Chef der Süddeutschen, Hans Leyendecker, gab kürzlich ein Interview zur Rolle der Medien im Fall Wulff. Darin übt er Kritik am Verhalten der Medien. Die Kritik ist überfällig, auch aus hygienischen Gründen: Von den Vorwürfen gegen Wulff blieb kaum etwas übrig. [weiter]

Mit Büroleiter Blome zur Großwildjagd

Freitag, 30. August 2013

1 Kommentar

(uh) Die „Spiegel“-Revolte sei mit einem „Kompromiss“ beigelegt worden, heißt es. Der künftige Chefredakteur Büchner verzichte drauf, den „Bild“-Journalisten Blome, der beim „Spiegel“ Berliner Büroleiter werden soll, obendrein zum stellvertretenden Chefredakteur zu machen. Blome werde nur noch schlichtes Mitglied der Chefredaktion. Und das soll ein Kompromiss sein? Da lachen doch die Hühner. [weiter]

Der Spiegel wirtschaftet sich ab

Mittwoch, 28. August 2013

1 Kommentar

(uh) Die Eigentümer des „Spiegel“ sind dabei, die Marke zu demolieren und das Magazin abzuwirtschaften. Das Unternehmen zeigt Anzeichen von Verfall. Statt die Konflikte dieser Welt zu thematisieren, macht das Magazin seine eigenen zum Gespräch. Die Krise scheint kaum heilbar. Es ist beim Spiegel keine Institution erkennbar, der zuzutrauen wäre, die Konflikte zu moderieren und zu entschärfen. [weiter]

Zum Spieglein geschrumpft und erblindet

Sonntag, 25. August 2013

3 Kommentare

(uh) Ob Parteien, Unternehmen oder Verbände – sobald sich Verfall nicht mehr verdrängen lässt, wächst das Bedürfnis, ihn zu stoppen. Dann häufen sich Eingriffe in Personalstruktur und Organisation. Sie rücken umso massiver in den Vordergrund, je stärker der Niedergang voranschreitet. Sie dienen dann auch dazu, Differenzen in Inhaltsfragen zu überlagern, die schwer zu lösen sind. Das gilt selbst für Redaktionen wie die des Magazins „Der Spiegel“. [weiter]