(uh) Der “Spiegel” ist ein wenig abgewirtschaftet. Wie viele Medien hat auch er es bisher nicht geschafft, sich in der Informationsflut neu zu justieren, die mit dem Internet hereingebrochen ist. Die Inflation von Nachrichten und Meinungen hat seine Position untergraben und entwertet. Die alte Rolle schwindet, eine neue ist noch nicht in Sicht. [weiter]
(uh) In Köln ist manches anders. Das beginnt schon beim WDR. Ungewöhnlich ist: Seine Intendantin Piel lässt sich für eine weitere Amtszeit wählen und kündigt dann. Noch ungewöhnlicher ist: Sie nennt den Grund nicht. Noch ungewöhnlicher. Während ihr Nachfolger gesucht wird, hat sie für ihn schon mit Stefan Wirtz einen Unternehmenssprecher berufen. Noch ungewöhnlicher: Obwohl Wirtz sein Amt erst im April antritt, macht er jetzt schon von sich reden. [weiter]
(uh) Einige Tage lang bewegte das bedauerliche Los der FTD und der FR einen Teil des Publikums. Journalisten zeigten sich betroffen, aber auch Leser. Allzu viele waren es nicht. Die Auflage der Blätter ist begrenzt. Der Kreis der Trauernden ebenfalls. An der breiten Bevölkerung ging das Ereignis vorbei. Das Ende einer Autofabrik erzeugt stärkere Emotionen. [weiter]
(uh) Manche Fragen bleiben unbeantwortet, weil sie niemand stellt. Eine bezieht sich die erstaunlichste Medien-Personalie des Jahres. Gemeint ist der überraschende Stellungswechsel, den der Chefredakteur der Bild-Zeitung, Kai Diekmann, nach Palo Alto vollzog. Der Vorgang sorgte für Schlagzeilen. Dennoch blieb er ein Rätsel. [weiter]
(uh) In der Wulff-Affäre hat nicht nur der ehemalige Bundespräsident seine Reputation eingebüßt. Auch angesehene Journalisten und Medien, die mit ihrem Ansehen ständig werben, ließen plötzlich alle Zurückhaltung und Vorsicht fahren und entblößten sich. [weiter]
(uh) Das Grundgesetz gestattet keine Atempause. Kaum hat Wulff das Amt des Bundespräsidenten niedergelegt, wird der Nachfolger gesucht. In 30 Tagen muss er gewählt sein, schreibt die Verfassung vor. Ob bei der Eile etwas Vernünftiges herauskommt? Man mag es kaum glauben. [weiter]
(uh) Es ist eine mutige Entscheidung, die Petra Grotkamp getroffen hat. Sie investiert eine Menge Geld in die WAZ-Gruppe. Es gibt nicht mehr viele, die heutzutage so hohe Beträge ausgerechnet in Zeitungen stecken. [weiter]
(uh) Die Wulff-Affäre erweist sich immer mehr als großer Steinbruch für fleißiger Reporter und Redakteure. [weiter]
(uh) Die Zeit ist eine renommierte und erfolgreiche Wochenzeitung. Sie gilt als seriös und solide, ihre Autoren sind fach- und sachkundig. Das Blatt ist in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht auf der Höhe der Zeit. [weiter]
(uh) Der Wulff-Skandal räumt mit dem Irrtum auf: Die Politiker machen Politik – und die Journalisten berichten darüber. So heil war die Welt noch nie. Die Sphären von Politik und Medien haben sich schon immer berührt. Der Wulff-Skandal offenbart, in welchen Umfang sich heute beide miteinander vermischen. [weiter]
Mittwoch, 10. April 2013
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