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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

Deutsche Abgeordnete: Krisen nicht gewachsen

Donnerstag, 7. April 2022

Politik

Dass der Bundestag seinen Aufgaben nicht gewachsen ist, weiß inzwischen jedes Kind. Die Abgeordneten meinen, er sei reformbedürftig. Doch seit vielen Jahren schaffen sie es nicht, das Parlament zu erneuern. Dieses Versagen kostet sie viel Ansehen und die Bürger viel Geld. Auch in der Pandemie haben sie ihre Aufgaben schlecht wahrgenommen. Dieses Versagen kostete viel Geld und viele Menschen das Leben.

Ohne Schutz

Das Elend begann 2013. Damals stellte der Bundestag in einem Bericht Vorkehrungen zusammen, die im Fall einer Pandemie die Bürger schützen sollten. Die Regierung setzte diese Empfehlungen jedoch nicht um. Das Parlament ließ es geschehen.

Als die Pandemie dann ausbrach, standen die Politiker ohne jene Ahnung da und die Bürger ohne jeden Schutz. Sie mussten sich von Abgeordneten sogar das Märchen anhören, Masken böten keinen Schutz.

Den ersten Lockdown unterlief die FDP mit der Forderung, die Freiheit von Ungeimpften, die Krankheit zu verbreiten, sei wichtiger als der Schutz der Gefährdeten. Der Bundestag schaffte es nicht, den zügigen Kauf vom genügend Impfstoff für Deutschland und ganz Europa zu erzwingen.

Deutsche Tugenden


Der gesamte Verlauf der Pandemie besteht aus einer langen Kette von Fehlern und Versäumnissen. Dieses Schmuckstück der politischen Ignoranz wird nun durch eine weitere Perle verlängert: Die Abgeordneten schaffen es nicht, sich auf eine Regelung zur Impfpflicht zu verständigen.

Die Regierungsfraktionen bringen die erforderliche Mehrheit nicht zustande. Die Opposition lässt die Regierung im Regen stehen. Von Scholz (SPD) über Merz (CDU) und Kubicki (FDP) bis Weidel (AfD) feierte der Kleingeist unter den Abgeordneten beim Thema Impfpflicht wieder einmal Triumphe. Wie viel Zeit verschwendeten sie, um die Abstimmung vorzubereiten?

Und was kam am Ende heraus? Nichts. Die Abgeordneten wurden in den Bundestag geschickt, um dort Entscheidungen zu treffen. Stattdessen führen sie sich auf wie Kleinkinder im Sandkasten. Erneut setzte das Parlament mit den deutschen Tugenden Ehrgeiz, Eifer und Fleiß alles daran, den Bürgern vorführen, dass es unfähig ist, mit Krisen angemessen umzugehen. – Ulrich Horn


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3 Kommentare zu “Deutsche Abgeordnete: Krisen nicht gewachsen”

  1. Dr. Werner Bollendorf sagt:

    Vermutlich war es ein Rest von Vernunft der Abgeordnetenmehrheit, der die Zwangsimpfung scheitern ließ.

  2. Manfred Heinemann sagt:

    „jedes Volk hat das Parlament, das es verdient“…man muss sich doch nur den Großteil der Gesichter, Figuren und Bildungshintergründe der Leute anzusehen und anzuhören, wie und was sie ihren Wählern erzählen!

  3. Die widerlichen Aktionen der Impfgegner, Corona-Leugner und Querdenker im Internet werden verstummen. Das Virus wird immer noch da sein und die Politiker werden im Herbst/Winter dieses Jahres erneut wie Versager dastehen. Wenn sich diese Stimmung nicht auch aufgrund anderer Faktoren bis dahin halten sollte. Es ist schlimm und absolut deprimierend, was vor sich geht.

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