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Nebenbei

  • Schröder: Vom Kanzler zum Würstchen

    Wie viele Menschen haben wohl bedauert, dass sie der SPD 1998 ihre Stimme gaben und mit ihr deren Spitzenkandidaten Schröder zum Kanzler machten? Beschweren können sie sich nicht. Er lebte seine Schwächen schon vor seiner Kanzlerschaft hemmungslos öffentlich aus. Bereits damals war das Bild, das er von sich prägte, weniger von seiner Politik als von seinem Verhalten im Umgang mit Parteifreunden und seiner Partei bestimmt. Es stieß ab. Man musste nur hinschauen. Heute kann man sagen: Er hat einen wesentlichen Beitrag zum Verfall der Sitten in der SPD und zum Niedergang der Partei geleistet. Bezeichnend auch, dass er als Kanzler jenen Job kreierte, der ihm nach dem Abschied aus dem Amt den lang ersehnten Wohlstand brachte. Um in dessen Genuss zu kommen, schreckt der Ex-Kanzler nicht davor zurück, dem russischen Diktator Putin zu dienen. Dass ihn die Bild-Zeitung, deren Gunst er als Kanzler suchte, heute als Putins Pudel abbürstet, kommt wohl der Ansicht nahe, die viele Bürger von Schröder haben. Zu den Missständen in Russland, Weißrussland und der Türkei, die in die EU ausstrahlen, hört man von ihm kein Wort. Wohl aber kämpft er darum, dass VW in seinen Betriebskantinen die Currywurst nicht abschafft. Schröder war ein Profiteur sozialdemokratischer Bildungspolitik: Er brachte es vom Kind armer Leute zum Kanzler. Dann machte sich der Kanzler zu Putins Rudel, und nun macht sich Putins Pudel zum Würstchen. Welch eine Laufbahn! – Ulrich Horn

Wo ist Maas? Und wo Kramp-Karrenbauer?

Dienstag, 10. August 2021

Politik

Die Bundeswehr hat vor den Taliban kapituliert. Die deutschen Soldaten sind Hals über Kopf aus Afghanistan geflohen und in die Heimat zurückgekehrt. Deutsche Politiker, die den Einsatz der Soldaten zu verantworten hatten, ließen sich bei deren Ankunft nicht blicken. Bundestagsabgeordnete verweigerten jenen den Respekt, die sie in eine lebensbedrohliche Lage gebracht haben.

Opfer von Rache

Besagte Politiker beließen es nicht bei dieser ungeheuerlichen Fehlleistung. Sie ließen auch jene Afghanen im Stich, die den Soldaten über fast zwei Jahrzehnte halfen, sich in dem fremden Land zurechtzufinden und dort auszuharren.

Während sich die bisher bekämpften Taliban nun immer weiter ausbreiten, verstecken sich viele Helfer und ihre Familien aus Angst um ihr Leben. Sie befürchten, Opfer von Rache zu werden. Deutschland hätte sie mit den deutschen Soldaten in Sicherheit bringen müssen. Dass es nicht geschah, ist unverzeihlich. Dass heute offenbar immer noch nicht genug geschieht, um den Hilfskräften zu helfen, ist unfassbar.

Die meisten Helfer, die auf Hilfe aus Deutschland bangend warten, kennen die deutsche Mentalität. Viele sprechen gut deutsch. Sie sind integrationswillig und integrationsfähig. Deutschland hat großen Bedarf an solchen Menschen.

Blut an den Händen

Es mag gute Gründe geben, afghanische Gefährder nicht nach Afghanistan abzuschieben. Bessere Gründe gibt es, afghanische Helfer aus Afghanistan nach Deutschland zu holen.

Bringt es niemand fertig, dem hiesigen Amtsschimmel die Sporen zu geben und ihn auf Trab zu bringen? Was treiben  Außenminister Maas (SPD) und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU)? Ihre Amtszeit endete doch nicht mit dem Beginn der Sommerferien.


Werden die Helfer demnächst in Afghanistan massakriert, was Gott verhüten möge, klebt deren Blut nicht nur an den Händen der Taliban. – Ulrich Horn

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7 Kommentare zu “Wo ist Maas? Und wo Kramp-Karrenbauer?”

  1. Roland Appel sagt:

    Genau so ist es. Und wer wie Seehofer in diese Hölle abschieben will, muss zurücktreten. Denn auch Straftäter haben Strafe verdient, aber die Todesstrafe ist bei uns abgeschafft. Und die droht jedem Abgeschobenen.

  2. grafiksammler sagt:

    Man berät derzeit schon in der Bundesregierung….
    Muß sich mit anderen Ländern abstimmen….

    Es ist eine Schweinerei, dies nicht rechtzeitig getan zu haben. Jedem vernünftig denkenden und informierten Menschen war klar, wie schnell die Taliban sich das Land wieder unterwerfen werden.
    Bereits vor 20 Jahren hätten diese Überlegungen zu einem Exit-Plan gehört und seither ständig aktualisiert werden müssen. Daher sind alle Verteidigungsminister, alle Aussenminister seither „weiße Kragen“-Täter, die das unterlssen haben.

    • Norbert sagt:

      Nicht die Taliban(Islamisten) unterwerfen das Land, sondern das Land unterwirft sich den Islamisten. Die Bevölkerung ist in Mehrheit weiter entfernt vom Westen als von den Islamisten. Es gibt eine islamische Solidarität mit den Islamisten. Das haben auch die ausländischen Befreier erfahren, nur die Politik wollte und will das nicht sehen!

  3. Johanna Walter sagt:

    Von einer Flucht „Hals über Kopf“ kann keine Rede sein. Die Amerikaner haben schon vor einem Jahr den Rückzug angekündigt. Dass ohne die Amerikaner dort nichts geht, war und ist allen Verbündeten mehr als klar. Es war also Zeit genug die Hausaufgaben zu machen.

    Dass das nicht geschehen ist, darin stimme ich mit dem Autoren zu hundert Prozent überein. Den tödlichsten Auslandeinsatz der Bundeswehr derart sang- und klanglos zu Ende gehen zu lassen war peinlich und unwürdig. Einerseits versucht man Traditionslinien aufzubauen und zu pflegen, die nichts mit problematischen Teilen der Geschichte zu tun haben (u.a. Zweiter Weltkrieg) und dann lässt man solch eine Chance verstreichen.

    Auch die Hilfskräfte derart im Regen stehen zu lassen ist unwürdig. AKK versucht hier sichtlich Druck zu machen aber irgendwer scheint zu blockieren. Hier hätte ich mir auch Rückendeckung durch die Kanzlerin gewünscht – Verteidigungminister:innen kamen und gingen, die Kanzlerin hat einen Großteil des Einsatzes in Amt und Würden miterlebt. Pragmatismus hat sie mehrfach gezeigt: Wenn eine Million Flüchtlinge kein Problem waren, wo hakt es dann bei ein paar tausend Afghanen? Umso hässlicher die Bilder demnächst werden, umso größer die Erklärungsnot …

  4. Fritz Basseng sagt:

    100 % Zustimmung!

    Unsere Politiker können/wollen einfach nicht vorausdenken!

    Zumindest die noch betreffenden amtierenden Politiker sollten sich vor dem Human Rights Watch Verantworten müssen!!

    NACH MIR DIE SINTFLUTßß
    G E H T Ü B E R H A U P T N I C H T !!!!

  5. Fritz Basseng sagt:

    100 % Zustimmung!

    Alle -zumindest die noch amtierenden Politiker müssten sich vor Human Rights Watch verantworten MÜSSEN!!!

    Oder ist Human Rights Watch auch ein zahnloser Tiger???

  6. Das ist sehr beschämend. Noch beschämender finde ich, dass ich es nicht einmal mitbekommen habe. Haben unsere Medien darüber kritisch berichtet?

    Was all die Soldatinnen und Soldaten, die ihr Leben eingesetzt und leider zum Teil verloren haben, über solche (moralischen) Versager denken mögen? Es sind nicht nur die Toten, sondern viele, die schwere psychische Schäden davon getragen haben, von denen sie sich vlt ihr Leben lang nicht erholen werden. Leider ist die Anteilnahme der deutschen Bevölkerung nicht weit entwickelt, jedenfalls, wenn es um unsere Soldaten geht. Ganz traurig, dieses Thema.

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