Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Auf Merz ist Verlass

Mittwoch, 23. September 2020

Nebenbei

Eines muss man Friedrich Merz lassen: Auf ihn ist Verlass. Sobald es darauf ankommt, übermannen ihn Aussetzer. 2002 verlor er den Fraktionsvorsitz. Er kam nicht auf die Idee, sich die Hilfe von CSU-Chef Stoiber zu sichern. Wohl aber Merkel. Sie gab Stoiber für den Fraktionsvorsitz die Kanzlerkandidatur. Merz schaute in die Röhre. Als er 2018 gegen Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz kandidierte, vergaß er, Teile der Jungen Union an sich binden. Seine Kandidatenrede fanden selbst seine Fans miserabel. Die Konkurrentin gewann. Wieder schaute er in die Röhre. Derzeit kämpft er erneut um den CDU-Vorsitz, diesmal gegen Laschet und Röttgen. Was passiert? Er patzt. Er rückt Schwule in die Nähe von Pädophilen. Prompt steht er mitten im Shitstorm und als Mann von vorgestern da. Er hat gute Aussichten, bei der Wahl wieder in die Röhre zu schauen. Selbst seine Fans sollten inzwischen wissen: Merz tut nichts, wenn er handeln müsste. Er versagt, wenn er die richtigen Worte sprechen müsste. Er plappert drauf los, wenn er den Mund halten sollte. Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen, Deutschland führen, Europa zusammenhalten, beide durch Krisen führen und sie zwischen China, Russland und den USA über Wasser halten? – Ulrich Horn

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

6 Kommentare zu “Auf Merz ist Verlass”

  1. Herr Horn, das, was Sie fragen, das frage ich mich schon lange! Alleine schon, dass es es Menschen in der CDU gibt, die überhaupt eine Kandidatur von Herrn Merz unterstützen, ist in meinen Augen schon ein Armutszeugnis. Ich bin mal sehr gespannt auf den Parteitag. Die Konservativen können dort zeigen, ob sie im Heute oder in den 90igern leben. Das eine verspricht Zukunft für die Partei, das andere ihren Untergang.

  2. Roland Appel sagt:

    Wie wahr! Dem ist nichts hinzuzufügen!

  3. Markus sagt:

    „Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen ..?“

    Diese Frage kann man sich in der Tat stellen! Wahrscheinlich, weil der Kanzlerwahlverein von Merkels Linkskurs auf die Grünen zu verwirrt ist.

  4. thomas weigle sagt:

    Offenbar hat er doch eine große Anhängerschaft in der Union, jedenfalls zeigte dies der knappe Ausgang bei der Wahl um den Parteivorsitz. Ein gewichtiger Grund mehr, auf keinen Fall die Union 2021 zu wählen. So alt wie Merz werde ich nie, obwohl ich früher geboren bin als dieser ehemalige sauerländische Mofarocker.

  5. Düsseldorfer sagt:

    An Friedrich Merz gefällt mir, dass er sich für das Aktien-Sparen als Säule der Altersvorsorge einsetzt. Auch in seinem Privatleben ist auf ihn Verlass: Seit 40 Jahren ist er mit derselben Frau verheiratet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.