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Nebenbei

  • Auf Merz ist Verlass

    Eines muss man Friedrich Merz lassen: Auf ihn ist Verlass. Sobald es darauf ankommt, übermannen ihn Aussetzer. 2002 verlor er den Fraktionsvorsitz. Er kam nicht auf die Idee, sich die Hilfe von CSU-Chef Stoiber zu sichern. Wohl aber Merkel. Sie gab Stoiber für den Fraktionsvorsitz die Kanzlerkandidatur. Merz schaute in die Röhre. Als er 2018 gegen Kramp-Karrenbauer um den CDU-Vorsitz kandidierte, vergaß er, Teile der Jungen Union an sich binden. Seine Kandidatenrede fanden selbst seine Fans miserabel. Die Konkurrentin gewann. Wieder schaute er in die Röhre. Derzeit kämpft er erneut um den CDU-Vorsitz, diesmal gegen Laschet und Röttgen. Was passiert? Er patzt. Er rückt Schwule in die Nähe von Pädophilen. Prompt steht er mitten im Shitstorm und als Mann von vorgestern da. Er hat gute Aussichten, bei der Wahl wieder in die Röhre zu schauen. Selbst seine Fans sollten inzwischen wissen: Merz tut nichts, wenn er handeln müsste. Er versagt, wenn er die richtigen Worte sprechen müsste. Er plappert drauf los, wenn er den Mund halten sollte. Man fragt sich: Wie kommen Leute in der CDU nur auf die Idee, ein Mann wie er, der noch nie ein Regierungsamt innehatte und im entscheidenden Moment zu versagen pflegt, könnte die Union hinter sich vereinen, Deutschland führen, Europa zusammenhalten, beide durch Krisen führen und sie zwischen China, Russland und den USA über Wasser halten? – Ulrich Horn

Die Wiener Corona-Experten

Donnerstag, 20. August 2020

Nebenbei

NRW findet mehr Beachtung, als man denkt. Besonders aufmerksam schaut man offenbar aus dem schönen Wien auf das Bundesland. Österreichs Bildungsminister Faßmann hat entdeckt, dass NRW-Ministerpräsident Laschet den Schülern der Sekundarstufe 2 für 14 Tage Maskenpflicht verordnet hat. Es handele sich um einen PR-Gag, mit dem Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz punkten olle, kritisiert Faßmann. Er gehört zur ÖVP, einer Schwesterpartei der CDU. Vor Jahresfrist noch wären Äußerungen aus Österreich zu Vorgängen in NRW dort kaum bemerkt worden. Heute ist das anders. Alles, was Österreichs Politiker sagen, findet jetzt große Beachtung, vor allem wenn es um das Thema Corona geht. Dann hört ganz Europa gebannt zu. Allzu gut ist den EU-Staaten in Erinnerung, dass Österreichs Politiker zum Thema Corona lange gar nichts sagten, sehr zum Leidwesen des ganzen Kontinents. Das Virus kam auf ihm erst so richtig auf Touren, als man in Österreich beschloss, mehr auf das Geld der Touristen als auf deren Gesundheit Wert zu legen. In und um Ischgl herum, dem Ballermann des Skitourismus, wurde das Virus über Wochen verschwiegen. Die Folgen sind bekannt. Dank Österreichs Diskretion wurde es bis in die letzten Winkel Europas verbreitet. Die Zahl der Infektionen und Todesfälle stieg, über Wochen standen alle Räder still, der wirtschaftliche Schaden wuchs ins Gigantische. Wann hat das kleine Österreich zuletzt so große Wirkung erzielt? Für die Reparatur der Schäden werden in Europa noch die Generationen der Enkel und Urenkel zahlen müssen. So ist garantiert, dass noch für viele Jahre jeder in Europa die Ohren spitzen wird, wenn ein österreichischer Minister über Corona-Maßnahmen spricht, vor allen über die in anderen Ländern. – Ulrich Horn

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5 Kommentare zu “Die Wiener Corona-Experten”

  1. Markus sagt:

    Aber 85% der Infizierten haben die Infektion unbemerkt durchgemacht. Soll man da von einem „Killervirus“ sprechen?

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