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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Fußball und Ruhrgebiet

Mittwoch, 28. August 2019

Nebenbei

Über das Ruhrgebiet kursieren viele Mythen. Vielen fehlt die Substanz. Weil sie intensiv propagiert werden, vermittelt sich der Eindruck, dass sie es sind, die das Ruhrgebiet zusammenhalten. Einer dieser Mythen ist die Behauptung, das Ruhrgebiet wäre die Hochburg des Profi-Fußballs. Ein Blick auf die Tabellen der 1., 2. und 3. Liga zeigt: Die wahre Hochburg des Profifußballs ist das Rheinland. Es stellt in den drei Ligen fast doppelt so viele Mannschaften wie das Ruhrgebiet. Das Revier bringt es mit Borussia Dortmund und Schalke in der 1. Liga, dem VfL Bochum in Liga 2 und dem MSV Duisburg. lediglich auf vier Vereine. Das Rheinland stellt sechs: Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen in der ersten Liga und dazu Victoria Köln und den KFC Uerdingen in der 3. Liga. – Von jedem Mythos befreit ist die lange umstrittene Frage, welcher Verein die Vormacht im Ruhrgebiet darstellt. Es handelt sich zweifelsfrei um Borussia Dortmund. Die Schalke-Fans scheinen sich mit dem Nachrang ihres Vereins abgefunden zu haben. Mehr noch: Es scheint ihnen nichts mehr auszumachen, dass ihre Mannschaft auf den Hund gekommen ist. Als das Schalke-Team bei seinem jüngsten Heimspiel vom FC Bayern mit 3:0 rasiert worden war, bejubelten die Schalke-Fans nach dem Schlusspfiff ausgiebig ihre Mannschaft. Sie eifern offensichtlich ihren Erzgegnern vom 1. FC Köln nach, die für ihre kritische Distanz zum Leistungsgedanken bekannt sind. Die FC-Fans pflegen ihre Mannschaft, wenn sie verloren hat, seit jeher mit Applaus zu belohnen und manchmal sogar zu jubeln, wenn der Gegner ein Tor schießt. Die Schalke-Fans sind offenbar dabei, sich zu Rheinländern zu entwickeln. – Ulrich Horn

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Ein Kommentar zu “Fußball und Ruhrgebiet”

  1. Jochen Hensel sagt:

    Bayern hat Schalke nicht rasiert. Wenn man 2 hundertprozentige Elfmeter, die jeder im Stadion und am Bildschirm gesehen hat, nicht bekommt, kann man nicht gewinnen.
    Irgendwie scheint es mit allen Schiedsrichtern abgesprochen zu sein, in jedem Spiel den Bayern was zuzuschustern, im ersten Spiel die nur gelbe Karte für Kimmich.
    Ich komme auf meinen alten Vorschlag zurück, dass alle Mannschaften bis auf Dortmund nur ihr Reserveteam schicken. Dann ist der erste richtige Gegner ein Club aus der Champions-League. Da wissen wir ja, was die Bayern da leisten.

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