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Nebenbei

  • Lösung für Berlins Krise

    Berlin, so ist zu lesen, wächst jährlich um 40.000 Menschen. Der Andrang überfordert den Senat der Hauptstadt. Ihre Infrastruktur hält nicht Schritt. Es mangelt an Wohnungen. Sie sind knapp und teuer geworden. Den Plan, hohe Mieten stark zu deckeln, musste die rot-rot-grüne Koalition abschwächen. Er wird Berlins Wohnungsproblem nicht lösen. Die CDU schlägt nun vor, für einige Jahre den Zuzug nach Berlin zu unterbinden. Auch dieser Plan wird wohl nicht umgesetzt. Auch er wird Berlins Problem nicht mildern. Alle Pläne gegen die Berliner Krise kranken daran, dass sie sich nur mit Symptomen befassen. Es wäre längst an der Zeit, Berlins Problem an der Wurzel zu packen. Die Stadt ist offensichtlich ihrer Rolle als Hauptstadt nicht gewachsen. Ihr Problem verschärfte sich, als die Bundesregierung von Bonn nach Berlin zog. Seither wirkt Berlin auf viele Bürger wie ein Magnet. Die Krise der Stadt wäre schlagartig behoben, wenn der Bundestag und die Bundesregierung nach Bonn zurückkehrten. Der Zustrom der Bürger nach Berlin würde verebben, die Mieten würden sinken, der Wohnungsmarkt würde durchlüftet. Sogar der Bau des Berliner Flughafens könnte eingestellt und der Airport zur Gedenkstätte umgewandelt werden. Mit dem Geld, das sich dort einsparen lässt, könnte die Rückkehr des Parlaments- und Regierungsapparates nach Bonn finanziert werden. Damit sich Berlin nicht geplündert vorkäme, sollten der Bundespräsident und die Geheimdienste in Berlin bleiben. Und natürlich sollte das große nationale Feuerwerk in der Silvesternacht dann nicht auf dem Bonner Marktplatz, sondern wie bisher am Brandenburger Tor abgebrannt werden. – Ulrich Horn

     

Fußball und Ruhrgebiet

Mittwoch, 28. August 2019

Nebenbei

Über das Ruhrgebiet kursieren viele Mythen. Vielen fehlt die Substanz. Weil sie intensiv propagiert werden, vermittelt sich der Eindruck, dass sie es sind, die das Ruhrgebiet zusammenhalten. Einer dieser Mythen ist die Behauptung, das Ruhrgebiet wäre die Hochburg des Profi-Fußballs. Ein Blick auf die Tabellen der 1., 2. und 3. Liga zeigt: Die wahre Hochburg des Profifußballs ist das Rheinland. Es stellt in den drei Ligen fast doppelt so viele Mannschaften wie das Ruhrgebiet. Das Revier bringt es mit Borussia Dortmund und Schalke in der 1. Liga, dem VfL Bochum in Liga 2 und dem MSV Duisburg. lediglich auf vier Vereine. Das Rheinland stellt sechs: Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen in der ersten Liga und dazu Victoria Köln und den KFC Uerdingen in der 3. Liga. – Von jedem Mythos befreit ist die lange umstrittene Frage, welcher Verein die Vormacht im Ruhrgebiet darstellt. Es handelt sich zweifelsfrei um Borussia Dortmund. Die Schalke-Fans scheinen sich mit dem Nachrang ihres Vereins abgefunden zu haben. Mehr noch: Es scheint ihnen nichts mehr auszumachen, dass ihre Mannschaft auf den Hund gekommen ist. Als das Schalke-Team bei seinem jüngsten Heimspiel vom FC Bayern mit 3:0 rasiert worden war, bejubelten die Schalke-Fans nach dem Schlusspfiff ausgiebig ihre Mannschaft. Sie eifern offensichtlich ihren Erzgegnern vom 1. FC Köln nach, die für ihre kritische Distanz zum Leistungsgedanken bekannt sind. Die FC-Fans pflegen ihre Mannschaft, wenn sie verloren hat, seit jeher mit Applaus zu belohnen und manchmal sogar zu jubeln, wenn der Gegner ein Tor schießt. Die Schalke-Fans sind offenbar dabei, sich zu Rheinländern zu entwickeln. – Ulrich Horn

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Ein Kommentar zu “Fußball und Ruhrgebiet”

  1. Jochen Hensel sagt:

    Bayern hat Schalke nicht rasiert. Wenn man 2 hundertprozentige Elfmeter, die jeder im Stadion und am Bildschirm gesehen hat, nicht bekommt, kann man nicht gewinnen.
    Irgendwie scheint es mit allen Schiedsrichtern abgesprochen zu sein, in jedem Spiel den Bayern was zuzuschustern, im ersten Spiel die nur gelbe Karte für Kimmich.
    Ich komme auf meinen alten Vorschlag zurück, dass alle Mannschaften bis auf Dortmund nur ihr Reserveteam schicken. Dann ist der erste richtige Gegner ein Club aus der Champions-League. Da wissen wir ja, was die Bayern da leisten.

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