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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Stegner: Der SPD-Prophet

Mittwoch, 27. Februar 2019

Nebenbei

Der Politiker Stegner interpretiert seinen Job als Vize-SPD-Chef neu: Er mutiert zum Propheten. Er glaubt, mit dem Ausstieg der SPD aus der Agendapolitik und ihrem Konzept „Sozialstaat 2025“ rücke eine rot-rot-grüne Koalition im Bund näher. Wähler, die nun in Jubel ausbrechen oder verschreckt zusammenzucken, mögen einen Blick auf die jüngste Umfrage werfen. Sie werden feststellen: Es gibt keinen Grund, nervös zu werden – weder aus Freude oder noch aus Angst. SPD, Grüne und Die Linke bringen es derzeit gerade mal auf 44 Prozent, zu wenig, um in der Bundespolitik Bäume auszureißen. Selbst wenn die drei Parteien in nächster Zeit noch ein Stück wachsen sollten, wäre nicht garantiert, dass sie eine Koalition zustande brächten. Die SPD stünde dann nämlich vor der Wahl, vom Juniorpartner in der großen Koalition zum Juniorpartner bei Rot-Rot-Grün zu werden. In dieser Konstellation sind die Grünen mit großem Abstand der stärkste Partner. Um mit ihnen auch nur auf Augenhöhe zu kommen, müsste die SPD fünf Prozentpunkte oder 33 Prozent hinzugewinnen. Wie gewiss ist das? So, wie die Dinge heute liegen, zöge bei Rot-Rot-Grün ein Grüner ins Kanzleramt. Glaubt jemand außer Stegner, die SPD könnte es über sich bringen und einen Grünen zum Kanzler machen? – Ulrich Horn

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4 Kommentare zu “Stegner: Der SPD-Prophet”

  1. Roland Mitschke sagt:

    Man kann der SPD für jeden Stegner-Auftritt nur dankbar sein. Er hat sich richtig ins Zeug gelegt: Hartz 4 ist weg und der Volkspartei-Status gleich mit, schade für´s Land.

  2. Emscher-Lippizianer sagt:

    Gerd Schröder hat ja schon betont, wie wichtig es in einer Koalition zu wissen, wer Koch und wer Kellner ist. Das wäre im hier beschriebenen Horrorszenario dann klar.

  3. Markus sagt:

    Anstatt feuchte Träume von Rot-Rot-Grünen-Koalitionen mit einem SPD-Kanzler zu haben, sollten sich die Sozis eher einmal fragen, wie es sein kann, daß eine aufgehübschte Chaostruppe wie die Grünen an ihnen vorbeigezogen ist? Einzige Hoffnung für die Sozialdemokraten ist, daß sich die Grünen mal wieder nur als Umfragenweltmeister erweisen …

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