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Nebenbei

  • Merz bleibt Fritzchen

    Was haben sich die Merz-Fans für ihn in die Kurve gelegt! Und was macht er? Er kehrt ihnen den Rücken. Sie wollten ihn heimholen. Nicht irgendwie, sondern als CDU-Chef samt Freifahrtkarte ins Kanzleramt. Sie machten sich die schönsten Hoffnungen. Er ging auf Werbetour durch die Partei. Sie sangen auf ihn Loblieder. Sie hörten selbst dann nicht auf, als er seinen Parteitagsauftritt versemmelt hatte. Nun wollten sie ihn mit der Option auf die Kanzlerkandidatur ins Kabinett drücken. Und was passiert? Der Mann, der die AfD kleinkriegen und die CDU wieder groß machen wollte, nimmt sich aus dem Verkehr. Er lässt sich in irgendein Ratgebergremium abschieben. Wahlkampf für die CDU will er auch nicht machen, selbst in Ostdeutschland nicht, wo die AfD auf dem Vormarsch ist. Aus der Traum vom CDU-Frühling mit Merz. Der Friedrich stellt seine Fans in den Regen. Fritz will Fritzchen bleiben. – Ulrich Horn

Schröder: Auf ein Neues

Montag, 8. Oktober 2018

Nebenbei

Die Kaste der Politiker zerfällt in drei Gruppen: die Standardvariante ohne Mandat, die Prämiumvariante mit Mandat und die Oldtimer, die einmal ein Mandat hatten. Sie alle verbindet eines: Sie brauchen Öffentlichkeit, um sich zur Geltung zu bringen. Sie hilft ihnen, prominent zu werden und zu bleiben. Einer deckt alle drei Kategorien von Politikern ab: der Ex-SPD-Chef und Ex-Kanzler Schröder. Er ist ein Oldie (74). Er hat kein Bundestagsmandat mehr, wohl aber ein Mandat des russischen Autokraten Putin, in dessen Diensten er seit Langem steht. Ihn hat er in Europa als lupenreinen Demokraten angepriesen. Europäische Regierungen werfen Russland dagegen vor, in Europa Mordanschläge verüben zu lassen und außerdem per Internet und mit viel Geld für rechtsradikale Parteien Europas Demokratien zu destabilisieren. Am Wochenende feierte Schröder im Berliner Hotel Adlon seine fünfte Eheschließung. Sie fand große Beachtung. Putin ließ sich bei der Fete nicht blicken. Schade. Vielleicht klappt es ja bei Schröders sechster Hochzeitsfeier. Deutschland freut sich schon auf sie.

Ulrich Horn

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3 Kommentare zu “Schröder: Auf ein Neues”

  1. Markus sagt:

    Man sollte sich darüber aufregen, daß ein Parvenü und Opportunist wie Schröder die SPD aufmischen und dann auch noch Kanzler werden konnte.

  2. Markus, genauso ist es! Das ist die SPD seit Jahrzehnten. Keinen Tag bereue ich, da vor 40 Jahren ausgetreten zu sein.

    Und was den „lupenreinen Demokraten“ angeht: Von Angela Merkel ist Wladimir Wladimirowitsch nicht weit entfernt. Die genannten Vorwürfe an Wladimir Putin sind nicht bewiesen, nicht einer, von Skripal über Ghoutta bis zum letzten Fall des Cyber-Hacking. Unsere Demokratie scheint nur noch mit in die Menge geworfenen Anklagen zu funktionieren, siehe Hans-Georg Maaßen, siehe Brett Kavannaugh.

    Gerhard Schröder, der Emporkömmling aus Talle im Kalletal, der Parvenü und Opportunist, braucht das Leben so, wie er es führt. Nicht ihm mache ich einen Vorwurf, sondern denjenigen, die seiner fünften Hochzeit „große Beachtung“ schenken.

    Seine koreanische Frau sieht sehr gut aus. Ich liebe Korea, war schon dienstlich dort. Die Koreaner werden einen Gerhard Schröder integrieren, bis von ihm nichts mehr zu sehen ist.

    • Markus sagt:

      Und warum hat Erdogan von Merkel & Steinmeier in Deutschland einen Staatsbesuch erhalten, Putin aber nur einen Arbeitsbesuch? Fragen die Medien als angebliche vierte Gewalt im Staate kritisch nach? Nein, aber das tun sie schon lange nicht mehr und surfen dafür lieber auf regierungsamtlichen Erfolgsmeldungswellen …

      Dann setzen wir nun unsere Hoffnungen auf die Koreaner, daß sie sich Schröder ordentlich vornehmen und auf links drehen werden!

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