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Nebenbei

  • Lösung für Berlins Krise

    Berlin, so ist zu lesen, wächst jährlich um 40.000 Menschen. Der Andrang überfordert den Senat der Hauptstadt. Ihre Infrastruktur hält nicht Schritt. Es mangelt an Wohnungen. Sie sind knapp und teuer geworden. Den Plan, hohe Mieten stark zu deckeln, musste die rot-rot-grüne Koalition abschwächen. Er wird Berlins Wohnungsproblem nicht lösen. Die CDU schlägt nun vor, für einige Jahre den Zuzug nach Berlin zu unterbinden. Auch dieser Plan wird wohl nicht umgesetzt. Auch er wird Berlins Problem nicht mildern. Alle Pläne gegen die Berliner Krise kranken daran, dass sie sich nur mit Symptomen befassen. Es wäre längst an der Zeit, Berlins Problem an der Wurzel zu packen. Die Stadt ist offensichtlich ihrer Rolle als Hauptstadt nicht gewachsen. Ihr Problem verschärfte sich, als die Bundesregierung von Bonn nach Berlin zog. Seither wirkt Berlin auf viele Bürger wie ein Magnet. Die Krise der Stadt wäre schlagartig behoben, wenn der Bundestag und die Bundesregierung nach Bonn zurückkehrten. Der Zustrom der Bürger nach Berlin würde verebben, die Mieten würden sinken, der Wohnungsmarkt würde durchlüftet. Sogar der Bau des Berliner Flughafens könnte eingestellt und der Airport zur Gedenkstätte umgewandelt werden. Mit dem Geld, das sich dort einsparen lässt, könnte die Rückkehr des Parlaments- und Regierungsapparates nach Bonn finanziert werden. Damit sich Berlin nicht geplündert vorkäme, sollten der Bundespräsident und die Geheimdienste in Berlin bleiben. Und natürlich sollte das große nationale Feuerwerk in der Silvesternacht dann nicht auf dem Bonner Marktplatz, sondern wie bisher am Brandenburger Tor abgebrannt werden. – Ulrich Horn

     

Schröder: Auf ein Neues

Montag, 8. Oktober 2018

Nebenbei

Die Kaste der Politiker zerfällt in drei Gruppen: die Standardvariante ohne Mandat, die Prämiumvariante mit Mandat und die Oldtimer, die einmal ein Mandat hatten. Sie alle verbindet eines: Sie brauchen Öffentlichkeit, um sich zur Geltung zu bringen. Sie hilft ihnen, prominent zu werden und zu bleiben. Einer deckt alle drei Kategorien von Politikern ab: der Ex-SPD-Chef und Ex-Kanzler Schröder. Er ist ein Oldie (74). Er hat kein Bundestagsmandat mehr, wohl aber ein Mandat des russischen Autokraten Putin, in dessen Diensten er seit Langem steht. Ihn hat er in Europa als lupenreinen Demokraten angepriesen. Europäische Regierungen werfen Russland dagegen vor, in Europa Mordanschläge verüben zu lassen und außerdem per Internet und mit viel Geld für rechtsradikale Parteien Europas Demokratien zu destabilisieren. Am Wochenende feierte Schröder im Berliner Hotel Adlon seine fünfte Eheschließung. Sie fand große Beachtung. Putin ließ sich bei der Fete nicht blicken. Schade. Vielleicht klappt es ja bei Schröders sechster Hochzeitsfeier. Deutschland freut sich schon auf sie.

Ulrich Horn

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3 Kommentare zu “Schröder: Auf ein Neues”

  1. Markus sagt:

    Man sollte sich darüber aufregen, daß ein Parvenü und Opportunist wie Schröder die SPD aufmischen und dann auch noch Kanzler werden konnte.

  2. Markus, genauso ist es! Das ist die SPD seit Jahrzehnten. Keinen Tag bereue ich, da vor 40 Jahren ausgetreten zu sein.

    Und was den „lupenreinen Demokraten“ angeht: Von Angela Merkel ist Wladimir Wladimirowitsch nicht weit entfernt. Die genannten Vorwürfe an Wladimir Putin sind nicht bewiesen, nicht einer, von Skripal über Ghoutta bis zum letzten Fall des Cyber-Hacking. Unsere Demokratie scheint nur noch mit in die Menge geworfenen Anklagen zu funktionieren, siehe Hans-Georg Maaßen, siehe Brett Kavannaugh.

    Gerhard Schröder, der Emporkömmling aus Talle im Kalletal, der Parvenü und Opportunist, braucht das Leben so, wie er es führt. Nicht ihm mache ich einen Vorwurf, sondern denjenigen, die seiner fünften Hochzeit „große Beachtung“ schenken.

    Seine koreanische Frau sieht sehr gut aus. Ich liebe Korea, war schon dienstlich dort. Die Koreaner werden einen Gerhard Schröder integrieren, bis von ihm nichts mehr zu sehen ist.

    • Markus sagt:

      Und warum hat Erdogan von Merkel & Steinmeier in Deutschland einen Staatsbesuch erhalten, Putin aber nur einen Arbeitsbesuch? Fragen die Medien als angebliche vierte Gewalt im Staate kritisch nach? Nein, aber das tun sie schon lange nicht mehr und surfen dafür lieber auf regierungsamtlichen Erfolgsmeldungswellen …

      Dann setzen wir nun unsere Hoffnungen auf die Koreaner, daß sie sich Schröder ordentlich vornehmen und auf links drehen werden!

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