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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Fundsachen 7/2018

Samstag, 1. September 2018

Fundsachen

Themen:
Fake News, Parteien, US-Medien, Machiavellismus

Fake News: Trotz aller Fake News ist die Wahrheit nicht am Ende, erklärt Slavoj Zizek in der NZZ.

Parteien: Forsa-Chef Manfred Güllner blickt in die Zukunft und teilt über die „Welt“ mit, was er da kommen sieht: eine neue Rangordnung der Parteien.

US-Medien: Trump erzielt mit seiner Hetze gegen die Medien bemerkenswerte Wirkung, wie in der FAZ zu lesen ist.

Machiavellismus: „Die Menschen sind frei, doch schätzen viele ihre Freiheit nicht.“ Sie sehnten sich nach starken Männern, die dafür sorgen sollen, die Dinge durchschaubar zu machen, befindet Peter Strasser in der NZZ. Ulrich Horn


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