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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Fundsachen 5/2018

Mittwoch, 1. August 2018

Politik

Themen:
Wirkung der Megadaten, Handelskonflikte, Trump und die Weltordnung, Trump und das Gewinnen

Wirkung der Megadaten: Trübe Aussichten: Megadaten übernehmen die Macht, mit schlimmen Folgen. „Das Versprechen von Politik ist, dass sie zukunftsoffen und gestaltbar ist. Wenn aber das Verhalten von Individuen, Gruppen und der Gesellschaft berechenbar wird, wird politische Willensbildung Makulatur. Wo alles determiniert ist, ist nichts mehr veränderbar“, schreibt Adrian Lobe in der SZ unter der Schlagzeile: „Die Gesellschaft der Magadaten“.

Handelskonflikte: Im gleichen Blatt beschreibt Jan Willmroth unter „Abschied von der Welt-Wirtschaft“, welche Folgen die Handelskonflikte haben können. „Nicht von ungefähr hat sich der Begriff Handelskrieg etabliert für das, was der Welt möglicherweise bevorsteht. Handelsschranken können Waffen sein, und wer diese einsetzt, wird sich auch anderer Methoden bedienen, sobald es ernst wird.“

Trump und die Weltordnung: Trump möchte die liberale Weltordnung zerstören. Er wird es aber nicht schaffen, meint James Kirchick. Die Gründe erläutert er in der FAZ unter „Trump will die Weltordnung zerstören – na und?“.

Trump und das Gewinnens: Trump huldigt dem Kult des Gewinnen. Er wird uns nicht bereichern. „Wir lernen nicht aus den Siegen, sondern aus den Niederlagen. Sieger sprechen gerne Unsinn wie Gertrude Stein. Das Gewinnen macht keine Worte und ergibt keinen Sinn. Es hat keinen Sinn, dem Sieger eine vernünftige Frage zu stellen. Der Verlierer hat mehr zu sagen. Das Verlieren gibt dem Diskurs zu tun“, schreibt Manfred Schneider unter „Gewinnen ist alles – doch die Wahrheit liegt im Verlieren“ in der NZZ.

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