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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Stümperei auf Schalke

Freitag, 21. April 2017

Nebenbei

Der FC Schalke 04 hat das Halbfinale der Europa Liga verspielt. Und was sagt Kapitän Höwedes dazu: „Ein Riesenlob an die Mannschaft. Wir haben es so toll gemacht.“ Und wie! Beim Stand von 3:0, der den Einzug ins Halbfinale bedeutet hätte, fing sich die Schalker Truppe vom Gegner Ajax Amsterdam zwei Gegentore ein, die das Aus bedeuteten. Sie fielen in der Verlängerung, als Ajax nur noch mit zehn Mann auf dem Platz stand. Einfach jämmerlich. Noch jämmerlicher der unambitionierte, revieraffine Höwedes-Kommentar: Sich in Überzahl den Erfolg wegnehmen lassen und sich dafür auch noch loben: Mit dieser Mentalität bleibt Schalke der einzig wahre Exponent des Ruhrgebiets, unteres Mittelmaß und permanenter Aspirant auf ein Abstiegsplatzabo. Im Fußballhimmel saßen Hennes Justen und Fritz Kuzorra nach dem Ajax-Spiel auf ihrer Stammwolke und weinten in ihre Pilzgläser. Wie lange wird Gazprom, der Sponsor des Vereins, der Stümperei auf Schalke wohl noch zuschauen? – Ulrich Horn

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11 Kommentare zu “Stümperei auf Schalke”

  1. grafiksammler sagt:

    Wie wahr, wie wahr!

    Wer die 1. Halbzeit gestern gesehen hat, dem ist die Lust auf Fußball international mit einer Deutschen Mannschaft vergangen. Da fehlt es an den Basics. Ballannahme, Ballverwertung, Passgenauigkeit und Taktik. Das war mit einem Wort: unterirdisch.

  2. Hubertus Bruch sagt:

    Kopf hoch! Immerhin tolles Stadion, hübsche Spielerfrauen und sehr wirtschaftliche Pausengastronomie. Und ab kommender Saison kann sich Clemens nach seinem Handschlag mit Robert wieder ganz dem Verein widmen. Mit ein wenig Glück können Sie dann 19/20 nachmittags den Rhein entlang zum Stadion fahren und Not gegen Elend – sorry: Fortuna vs Knappen schauen. Glück auf!

  3. Sander sagt:

    Wer ist Fritz Kuzorra? Ein Versehen? Eine absichtliche Vermischung aus Ernst Kuzorra und Fritz Szepan? Offensichtlich sind Sie kein Fußballexperte.

  4. thomas weigle sagt:

    Die Macher von Gazprom haben schon so viel Elend und Stümperei im eigenen Land erlebt, dass ihnen Schalke bzw. die Zustände auf Schalke wie ein Langzeitaufenthalt in einem Wellnesscenter vorkommen werden. Dies auch, weil Schalke seit Jahren europäisch unterwegs ist und keinesfalls ein ständiger Abstiegsaspirant ist.

  5. Tunicht Gut sagt:

    Weinten Sie in Pfifferlings- oder Champignon-Gläser?

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