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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Tatkraft und ihr Gegenteil

Samstag, 23. Juli 2016

Nebenbei

Der Amoklauf in München hat starke Reaktionen ausgelöst. Über Stunden herrschten Angst und Unsicherheit. Doch der Staat zeigte Flagge. In München und Bayern demonstrierten Polizei und Rettungskräfte mit aller Macht, dass sie die Lage in den Griff bekommen wollten. Der Bundesinnenminister trat, kaum in den USA gelandet, den Rückflug an. Bundeskanzlerin Merkel unterbrach ihren Urlaub. In Berlin trat das Sicherheitskabinett zusammen. In München tagte Bayerns Landeskabinett unter Ministerpräsident Seehofer. – Diese Reaktionen erinnern unwillkürlich an die Kölner Silvesternacht und an die Reaktionen auf die dortigen Verbrechen. Alles, was nach dem Münchener Amoklauf den Bürgern vermittelte, der Staat komme seinen Schutz- und Aufklärungspflichten nach, hat bei den Kölner Silvesterverbrechen gefehlt. Es gab keine Polizei und keine Rettungsdienste, die entschlossen mobilisiert wurden und in Erscheinung traten. Es gab keinen Innenminister, der auf die erste Meldung der Polizei reagierte. Es gab keine Sondersitzung des Landeskabinetts unter Ministerpräsidentin Kraft. Wohl aber gab es aus dem Polizeiapparat einen Anruf, der das Wort „Vergewaltigung“ aus der Polizeimeldung getilgt und die Verbrechen bagatellisiert sehen wollte. Während sich die Kanzlerin in Köln besorgt erkundigte, war die Ministerpräsidentin noch abgetaucht. – Die Reaktionen auf dem Münchener Amoklauf beleuchten erneut die Nachlässigkeit, mit der die politisch Verantwortlichen in NRW über Neujahr hantierten. – Derzeit wird Münchens Polizeisprecher da Gloria Martins für seine souveränen TV-Auftritte über den grünen Klee gelobt. Dabei hat der Mann doch nur seine Arbeit ordentlich verrichtet. Das aber genügt heutzutage schon, um als ganz und gar außergewöhnlich zu gelten. Wie weit haben wir es gebracht. – Ulrich Horn

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19 Kommentare zu “Tatkraft und ihr Gegenteil”

  1. Günther Hornung sagt:

    Ich finde Ihren Kommentar völlig unbrauchbar und unangemessen. Wenn man ihn liest, könnte man den Eindruck bekommen, dass für Sie die „Kölner Sylvesterverbrechen“ mit einer Bluttat mit 9 Getöteten in München auf eine Ebene stehen. Das tun sie aber ganz und gar nicht. Sie sind unvergleichlich. Köln ist für vieles instrumentalisiert worden. Aber: Gegen die Münchener Tötungen war Köln geradezu ein Nichts: Grapschen, geklaute Handies. Zu den Vergewaltigungsversuchen gibt es m.W. nicht eine rechtskräftige Verurteilung. Und selbst wenn ich mich da irre… Nein, jetzt München zu instrumentalisieren, um gegen die Landesregierung mobil zu machen, das ist unter der Gürtellinie.

    • Ulrich Horn sagt:

      Ich vergleiche nicht Straftaten miteinander, das tun Sie. Ich beschreibe die unterschiedlichen Reaktionen auf die Straftaten. Dass Sie Vergewaltigungen für „ein Nichts“ halten, meinen Sie doch nicht ernst, oder doch? Dann erklären Sie das einmal Ihrer Mutter, Ihrer Schwester, Ihrer Tochter oder Ihrer Frau – und berichten Sie mir dann von deren Reaktionen. Ich glaube, es würde viele Leser interessieren.

    • Hartwig Kümmerle sagt:

      Offensichtlich ist das in NRW so. Eine wild gewordenen Meute von Moslems, die ganze Familien stundenlang bedrängt, begrapscht, bestiehlt, offensichtlich den Staat vorführen will, seine Unentschlossenheit, seine Machtlosigkeit, eine Polizei, die sich ängstlich hinter der nächsten Straßenecke versteckt und empfiehlt, sich schnell nach Hause zu verdrücken, der Versuch der Regierung, das alles zu verharmlosen – da war doch gar nichts -, dazu auch noch diese beiden Kommentare hier. Unglaublich! Nichts Besonderes, so ein bischen grapschen, noch nicht mal verurteilt, waren doch bloß Ausländer, noch nicht einmal ein klitzekleines Mördchen. Das ist doch alles bloß lächerlich, dazu braucht man doch keine Polizei. Schon gar keine entschlossene Führung. Wo kämen wir denn hin, wenn die sich auch noch darum kümmerte? So sprechen Fanatiker, die an ihre Sache glauben und jede Tatsache verdrängen. Deswegen wurde auch der Strukturwandel verschnarcht, die Loveparade und so vieles mehr. Weiter so! Das Gesetz der Straße lässt sich sowieso nicht aufhalten! In NRW bestimmt nicht.

  2. Karl-Heinz Müller sagt:

    Wusste gar nicht, dass es in der Silvesternacht in Köln Tote gegeben hat. Diese meist leichten Straftaten mit dem Tod von neun Menschen in München zu vergleichen, ist schon ein starkes Stück.

    • Ulrich Horn sagt:

      Auch für Sie: Ich vergleiche nicht Straftaten miteinander, sondern die Reaktionen auf Straftaten. Die Straftaten vergleichen Sie. Und dabei lassen Sie die unterschiedlichen Reaktionen auf die Straftaten, die das Thema meines Beitrages sind, ganz außer Betracht.

  3. Freifrau sagt:

    Herr Horn hat recht. Das Krisenmanagement und vor allem die (nicht-)Kommunikation in NRW bzw. Köln waren ein Desaster. Bayern hat diesbezüglich vorgemacht, wie es geht.
    Schlimm finde ich, wie das Fernsehen mit der akuten Situation umgegangen ist. Diese permanente Berichterstattung auf allen Kanälen, obwohl man das, was man wusste, in zwei Sätzen hätte zusammenfassen können. Das muss anders werden. Ich wünsche mir Verantwortliche in den Redaktionen, die entscheiden, dass gesicherte neue Erkenntnisse auf dem Live Ticker eingeblendet werden und dass das Programm ansonsten weiterläuft. Der ganze Hype, der per TV gemacht wird, hat etwas ungemein Billiges, Reißerisches und spielt Amok Tätern zudem genau in die Karten.

    • Hartwig Kümmerle sagt:

      Ganz genau! Hinzu kommt noch eine völlig unangemessene aufgeblasene Sprache, die sich selbst lächerlich macht, Reporter, die immer wieder dasselbe fragen, nur damit gefragt wird. Die Reaktion des Polizeisprechers war wirklich toll, der Umgang mit der wildgewordenen Meute bewundernswert.

  4. Roland Appel sagt:

    Lieber Herr Horn, bei aller Wertschätzung: Trotzdem ist Ihr Vergleich nicht redlich. In München war nach Sekunden klar, um welche Taten es sich handelt, dass es um Leib und Leben geht. In Köln herrschte lange Unklarheit – auch bei Polizisten und Passanten vor Ort. Hätte jemand am Silvesterabend dort Menschen erschossen, wäre die Reaktion eine andere gewesen. Allerdings auch bestimmt nicht so, wie in München. Denn in München war keine Silvesterfeier mit hunderten Polizisten in Urlaub, sondern polizeiliche Sonderbereitschaft und Alarmstimmung geprägt vom Wissen im Nachgang des Würzburger Zugüberfalls, dass man immer 14 Tage lang mit Nachahmungstätern rechnen muss. Deshalb ist ein Vergleich auch der Reaktionen einfach völlig abwegig – auch wenn er manchen politisch ins Konzept passt.
    Der Medienhype ist widerlich: Früher sagten wir: Mord im Stadtpark, BILD sprach mit der Leiche“. Heute überschlagen sich sogar ÖR-Medien in der Verbreitung unbestätigter Gerüchte.

    • Ulrich Horn sagt:

      Lieber Herr Appel,
      weil heute ein so schöner Sonntag ist: 😉
      Ich nehmen an, wir sind uns in einem Punkt einig: Es ist nicht redlich, sachliche Kritik als parteipolitische Propaganda zu diffamieren. Diesen Mittel bedienen sich doch nur viel zu gerne all jene, denen Fakten unangenehm sind.
      Tatsache ist, dass die Polizei die Vorgänge zu Silvester aus aller nächster Nähe miterlebte und eine Polizistin von den Ausschreitungen sogar selbst betroffen war. Wann ist die Polizei je so nahe an einem Verbrechen gewesen wie an Silvester in Köln? Dennoch kam sie nicht auf die naheliegende Idee, Verstärkung und Rettungsdienste anzufordern. Sie ließ das, was geschah, geschehen. Gab es keinen Meldeweg zu jenen politisch Verantwortlichen, die einen stärkeren Polizeieinsatz hätten in Gang setzen können? Wenn es ihn gab, hätte er eingeschlagen werden müssen. So oder so – dies ist der erste Punkt, der Köln von München unterscheidet. In München war die Polizei nach einer halben Stunde mobilisiert. In NRW hätte sie wohl gar nicht so rasch mobilisiert werden können, selbst wenn es am Dom zu noch schlimmeren Verbrechen gekommen wäre. Dies ist der erste Teil des Skandals.
      Tatsache ist auch, dass in NRW trotz eindringlicher Erlebnisberichte der Polizei, einer alarmierenden Polizeimeldung an alle Zuständigen in der Regierung und erster Berichte in den Online-Medien vier Tage lang nichts getan wurde, um näheren Aufschluss über die Vorgänge zu Silvester zu gewinnen. Zeugenaussagen legen vielmehr nahe, dass offenbar das Gegenteil von Aufklärung betrieben wurde: Man versuchte, die Vergewaltigung von Frauen herunterzuspielen. Das ist der zweite Teil des Skandals.
      Die Wirkung, die mit dieser Herangehensweise erzielt wurde, steht in diametralem Gegensatz zu der, die in Bayern erzeugt wird. Man könnte sagen: Das organisatorische Reaktions- und das politische Führungsversagen in NRW über Silvester wirkt inzwischen stilbildend – als ein Beispiel dafür, wie es ganz und gar nicht gehen darf. Wenn es als solches in die Lehrpläne der Polizei- und Parteiakademien einginge, diente es dann doch noch einem guten Zweck.

    • Hubertus Bruch sagt:

      Gemeint sind Appel und Friends!
      Bei Ihrer Hingabe zur Landesregierung scheint jeder Zweck die Mittel zu heilen – einzige Einschränkung: Massenmord! Darunter geht bei Ihnen nichts. So ein Rechtsverständnis zu Tätern und Exekutive nenne ich abenteuerlich!

  5. Karl-Heinz Müller sagt:

    Naja, mir ist bis dato nicht bekannt, dass in Köln Frauen vergewaltigt wurden. Bislang sprach man von Angrapschen und dergl. und umzingeln. Eine Vergewaltigung aber erfordert einen vollzogenen Geschlechtsverkehr, davon habe ich jedenfalls noch nichts gehört.

    Insgesamt war es wohl für die Polizei vor Ort nicht ersichtlich, dass es zu schwereren Verbrechen gekommen ist, sein soll.

    Aber dass Sie sich, Herr Horn, jeder Meldung bedienen, um auf die SPD-geführte Regierung einzudreschen, insbesondere auf Kraft, ist mir schon lange aufgefallen. Da macht es dann auch nichts mehr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

    • Ulrich Horn sagt:

      Ihr Wissensstand über die Kölner Ereignisse ist unvollständig. Die Polizei hat der Regierung bereits am Neujahrstag mitgeteilt, dass an Silvester vergewaltigt wurde. Die Regierung behauptet, sie habe dies für das an Silvester in Köln Übliche gehalten.
      Eine Vergewaltigung liegt übrigens nicht erst vor, wenn der Geschlechtsverkehr gegen den Willen des Opfers vollzogen wurde. Der Tatbestand ist bereits erfüllt, wenn der Täter seine Finger in die Körperöffnungen des Opfers einführt.
      Was die Regierung Kraft angeht, sollten Sie sich fragen, warum diese Regierung unablässig Meldungen produziert, die Anlass zu Kritik bieten. Seit Anfang der 80er Jahre hat es keine NRW-Regierung gegeben, die so viele negative Schlagzeilen produzierte wie die amtierende. Mit dieser Erkenntnis stehe ich nicht allein. Die meisten Beobachter und viele auch in der SPD teilen sie.

  6. Heinz- Josef Fuest sagt:

    Wer zwei Vorgänge und die Reaktionen darauf nebeneinander stellt, vergleicht die Vorgänge. Das wollen Sie auch. Und dadurch machen Sie sich zum Trittbrettfahrer des Münchener Täters!

    • Ulrich Horn sagt:

      Wer zwei Vorgänge und die Reaktionen darauf nebeneinander stellt und dann die Reaktionen miteinander vergleicht, vergleicht die Reaktionen und nicht die Vorgänge. Dass Sie zu wissen glauben, was ich will, ist eine kühne Behauptung. Der letzte Satz Ihres Kommentars disqualifiziert sich selbst, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

  7. Ro9land Appel sagt:

    Lieber Herr Horn, ich habe Ihre Kritik nicht als pateipolitisch diffamiert, sondern nur festgestellt, dass die Gleichsetzung der Polizeireaktionen falsch ist, obwohl sie manchen politisch ins Konzept passt. Zum Beispiel den NRW-Christdemokraten und der glorreiche FDP-Innenminister Wolf, die während der Regierungszeit von Herrn Rüttgers weit über tausend (!!!) Stellen bei der Polizei in NRW abgebaut haben. Und ich bleibe dabei: Die beiden Bereitschaftshundertschaften, die in Rufberereitschaft saßen, waren in Gelsenkirchen und Aachen mit 1 Stunde Vorlauf von zu Hause bis zur Abfahrt „bereit“. Mit jeweils eineinhalb Stunden Fahrzeit wären diese Kräfte, um 23.00 gerufen, um 1.30 in Köln eingetroffen – da war schon alles weitgehend vorbei. In München galt für die gesamte Landespolizei wie auch in anderen Bundesländern inzwischen Terrorbereitschaft – auch bei der GSG 9. Deshalb vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Wenn Sie aber fragen würden, ob oder warum denn keine Erkenntnisse vorlagen, die eine bessere Lageeinschätzung ermöglicht hätten, nach der man 10 Hundertschaften hätte mobilisieren müssen, würde vielleicht ein Schuh draus. Sollte es irgendwo andere Erkenntnisse gegeben haben, die eine andere Lageeinschätzung ermöglicht hätten – das würde ein anderes Licht auf die Dinge werfen.

    • Ulrich Horn sagt:

      Herr Appel, auch Ihnen noch schnell eine Antwort.
      Sie versuchen zu retten, was nicht zu retten ist.

      Fakt ist:
      Es gab in Köln und in München Verbrechen unterschiedlicher Natur und Schwere. Die beiden Landesregierungen reagierten unterschiedlich, weil die Anlässe unterschiedlich waren. Beide Reaktionen hätten dem gleichen Ziel dienen müssen: zu vermitteln, dass Staat bemüht ist, Sicherheit und Rechtsfrieden wiederherzustellen. In Bayern wurde diese Aufgabe erfüllt, in NRW verfehlt. Der NRW-Regierung ist das inzwischen bewusst. Sie rang sich mit erheblicher Verzögerung dazu durch, sich bei den Opfern – und damit wohl auch bei allen anderen Bürgern – zu entschuldigen.

      Anders als Bayern signalisierte NRW zunächst, dass die Sicherheit in Köln gar nicht bedroht gewesen sei. Erzeugt wurde der Eindruck dadurch, dass:
      – der Kölner Polizei vor Silvester ein Teil der gewünschten Verstärkung verweigert wurde.
      – unter den Augen der Polizei viele Straftaten begangen wurden.
      – dass die Polizei die Straftaten zwar wahrnahm, aber es nicht schaffte, sie zu verhindern, die Straftäter festzunehmen und den Opfern zu helfen.
      – dass Verstärkung und Rettungskräfte nicht angefordert wurden.
      – dass eine angezeigte Vergewaltigung bagatellisiert werden sollte.
      – dass die Polizeimeldung über Dutzende von Anzeigen betroffener Frauen negiert wurde.
      – dass die zeitnahe Berichterstattung in den Online-Medien keine Beachtung fand.
      – dass die Landesregierung die Vorgänge am Dom erst am 4. Januar wahrnahm.

      Dabei hatten Polizei und Regierung in NRW an Silvester allen Anlass zur Besorgnis:
      – Am 13. November 2015 hatte es in Paris mehrere Terroranschläge mit vielen Toten gegeben.
      – Nach Tätern und Urhebern wurde damals fieberhaft gefahndet.
      – Am besagten Silvester wurde in München Terroralarm ausgelöst.
      – Der Hauptbahnhof München und der Bahnhof Pasing wurden ab Mittag für den Zugverkehr gesperrt. An dem Einsatz waren 550 Polizisten beteiligt.
      – Die Münchner wurden aufgerufen, beide Bahnhöfe und größere Menschenmengen zu meiden. Die Meldungen über diese Vorgänge wurden auch in NRW verbreitet.

      Das alles schien dort niemanden zu irritieren, als wenige Stunden später in Köln mehr als 1000 Frauen überwiegend von Zuwanderern plötzlich angegriffen wurden.

      Die NRW-Regierung reagiert mit der Schutzbehauptung, die Bedrohung sei nicht vorhersehbar gewesen. Das sie den Schuss nicht hörte, verwundert nicht. Die Regierung lag im Winterschlaf. Er dauerte bis zum Mittag des 4. Januars. Dann wurde die Regierung durch eine Zeitungsmeldung geweckt, die am Vortag verfasst worden war und auf dem Sachstand 3. Januar fußte.

      Dass Sie, Herr Appel, sich die Schutzbehauptung der Landesregierung zu eigen machen, verwundert sehr. Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, dass es sich um den Entlastungsversuch einer hilflosen Regierung handelt. Zu diesem Ergebnis käme ich selbst dann, wenn die Landesregierung nicht von Sozialdemokraten und Grünen gebildet würde, sondern von CDU, Linken, Piraten, AfD, FDP oder wem sonst auch immer.

  8. Karl-Heinz Müller sagt:

    In München waren 2300 Polizeikräfte im Einsatz, einschließlich GSG9, die standen einem Täter gegenüber, ein enormer Aufwand, der allerdings den Opfern auch nicht mehr geholfen hat.

    Und um diesen Aufwand zu rechtfertigen, wurde zwischenzeitlich von einem terroristischen Anschlag gesprochen, auch von drei Tätern, was sich als Ente herausgestellt hat.

    Überhaupt, was wurde getan? Das Gelände weiträumig abgesperrt, allerdings hat es sehr lange gedauert, bis die Polizei überhaupt ins Gebäude rein ist. Wäre der Täter nicht längst weg gewesen, hätte er genügend Zeit gehabt, weitere Menschen zu erschießen.
    Offenbar geht heute der Selbstschutz der Polizeibeamten vor dem Opferschutz. Diesen Eindruck kann man jedenfalls gewinnen.

    Und zu den Reaktionen der jeweiligen Landesregierungen. Wenn Sie glauben, dass die immer gleichen Worthülsen mehr Sicherheit bedeuten, dann irren Sie. Diese, egal von welchem Politiker und welcher Landesregierung, sind sowieso nichts als heiße Luft.
    Sicherheit kann man zwar vorgaukeln, aber nie erreichen.

    Und zum Schluss, meine Enkeltochter arbeitet im OEZ und hat das alles hautnah miterlebt. Sie hatte sich mit Kollegen und Kunden im Lager eingeschlossen und musste fünf Stunden warten, bis die Polizei sie rausgeholt hat.

  9. Hubertus Bruch sagt:

    zu Karl-Heinz Müllers Kommentaren vom Samstag, dem 23.Juli., und Montag, dem 25. Juli:

    Wenn ich das lese, was Sie an Unsinn hier schreiben, dann schaudert es mich. Mein 1. Tipp: Lesen Sie doch mal Ihrer Enkelin den Unsinn vor, den Sie hier verzapfen, und fragen Sie sie, was sie davon hält, wenn fremde Männer ihr Finger in sie einführen. Mein 2. Tipp: Nehmen Sie sich einfach mal das Strafgesetzbuch und lesen Sie ein wenig darin. Dann werden Sie vielleicht den Unterschied zwischen Verbrechen und Vergehen verstehen und was der Gesetzgeber unter Vergewaltigung versteht. Wenn Sie das alles getan haben, dann sollten Sie nochmal nachlesen, was Sie hier schreiben. Bis dahin muss ich sagen, kann man bei dem, was Sie hier von sich geben, einfach nur traurig sein.

  10. Karl-Heinz Müller sagt:

    Herr Bruch,
    offenbar sind sie nicht in der Lage zu lesen und die Dinge auseinanderzuhalten.

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