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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Was CDU und SPD trennt

Dienstag, 15. Dezember 2015

Nebenbei

Wie oft wurde Merkels Absturz vorhergesagt? Zum ersten Mal vor ihrer ersten Wahl zur CDU-Chefin auf dem Parteitag 2000 in Essen. Danach immer wieder, manchmal mehrmals pro Jahr. Und obwohl sich die Prophezeiungen stets als falsch erwiesen, wurden sie erneuert – mit dem gleichen Resultat, von den gleichen Propheten. Obwohl sie sich ständig täuschen, fragen sie nicht, warum. – Merkel kann sich in der CDU auf ein solides Fundament stützen. Die Frauenunion und einige Bezirke und Landesverbände bilden den Kern ihrer Machtbasis. Sie verschafft ihr auf Parteitagen eine stabile Mehrheit. Sie ist in der Lage, Kontrahenten im Zaum zu halten und notfalls abzustrafen. Hinzu kommt: Anders als der Koalitionspartner SPD, der seine ideologischen Differenzen pflegt und gerne auf Parteitagen zur Schau stellt und austrägt, agiert die CDU machtbewusst. Sie regelt ihre Differenzen vor Parteitagen mit dem Ziel, vor deren Beginn Kompromisse zu schließen. Der Parteitag dient der CDU dann dazu, die Kompromisse zu präsentieren. Mit diesem Verfahren hält die CDU Schaden von ihrer Führungsspitze fern. Merkel überstand den jüngsten CDU-Parteitag gestärkt. Dagegen sind in der SPD die Usancen darauf angelegt, es auf Parteitagen und in der Führungsspitze krachen zu lassen. Es wird ausgeteilt und heimgezahlt. Auf dem jüngsten Parteitag agierte die SPD besonders destruktiv. Sie beschädigte Gabriel mit dem miesen Wahlergebnis von knapp 75 Prozent. Obendrein stattete sie seine blassen Stellvertreter/innen mit unverdient hohen Wahlresultaten von mehr als 90 Prozent aus. Wohl nur, damit Gabriels Demontage auch für den Allerletzten sichtbar wurde. Wie will eine solche Partei Vertrauen gewinnen? – Ulrich Horn

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3 Kommentare zu “Was CDU und SPD trennt”

  1. […] Argumente Debatte: Aufklärung zwecklos…Jungle World Debatte: Was CDU und SPD trennt…Post von Horn Ruhrgebiet: Metropolradruhr – Leihräder kommen nicht aus den roten Zahlen…Der Westen […]

  2. neuheide sagt:

    Wie sollte es anders sein? Das entscheidende Machterhaltungskriterium von Frau Merkel… sie hat den US-Mainstream hinter sich, und der allein entscheidet, wer Statthalter von US-Gnaden ist.
    Sorry, aber der Artikel ist so sehr auf Linie, dass ich mich frage: Warum erscheint er nicht im Spiegel oder (bei) Springer?

    • Martin Böttger sagt:

      Endlich mal ein Kommentar, der durchblickt und nicht mit unnötigen Differenzierungen von klaren Weltbildern ablenkt. Herr Horn, geben Sie auf und übergeben Sie ihren Blog Herrn oder Frau „neuheide“! Und sortieren Sie noch mal die vielen Dutzend (Weiter-)Beschäftigungsangebote von Spiegel, Springer, WAZ und US-Mainstream auf ihrem Schreibtisch. Da muss doch noch was Passendes dabei sein 😉

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