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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

SPD-Frauen mögen es grün

Freitag, 11. Dezember 2015

Nebenbei

Ist die SPD noch zu retten? Diese Frage stellt sich ihr offenbar nicht. Das lassen die Schlagzeilen vermuten, die sie vor ihrem Parteitag produzierte. Obwohl die Partei schrumpft, möchte die Wortführerin der SPD-Frauen, Elke Ferner, den Funktionärsapparat aufblasen. Sie fordert die Doppelspitze für SPD-Führungsposten. – So fürsorglich es ist, dass sich SPD-Funktionärinnen für SPD-Funktionärinnen einsetzen: Seit 27 Jahren herrscht in der SPD die Quote. Sie verhinderte weder den Niedergang der Partei, noch führte sie eine Frau an die Spitze, noch brachte sie die SPD-Funktionärinnen dazu, sich den Beschwernissen des Alltags stärker zuwenden. Was gäbe es nicht alles zu tun, wenn man nur wollte? Unter den Zuwanderern befinden sich nicht nur junge Männer, sondern auch viele Frauen und Kinder. Viele sind traumatisiert, entkräftet, krank. Auch wenn sie nun ein Dach über dem Kopf haben: Ihre Lebensumstände und –perspektiven sind nach wie vor prekär. Ganz zu schweigen von den Einheimischen, bei denen Not an Mann und Frau ist – auch das ein weites Feld, das darauf wartet, bestellt zu werden. Die SPD-Frauen halten es für dringlich, Spitzenplätze im Parteiapparat geschenkt zu bekommen, durch die Satzung garantiert, dem Wettbewerb weitgehend entzogen. Wohin das führt, ist bei den Grünen zu bewundern, die bei Quote und Doppelspitze Vorreiter waren. Ihre beiden Sprecher wetteifern darum, blass zu bleiben. Die Öko-Partei liegt fest bei zehn Prozent. Allzu weit hat es die SPD bis zu diesem Wert nicht mehr. – Ulrich Horn

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Ein Kommentar zu “SPD-Frauen mögen es grün”

  1. Roland Appel sagt:

    Böse, böse, lieber Herr Horn: Ist es doch eine Binsenweisheit, dass die Hälfte der Welt nicht 40% sind – insofern wollen die Sozifrauen doch nur Selbstverständliches – allerdings erst Jahrzehnte nach den Grünen und sogar der „Linken“ – DAS sollte zu denken geben. Bei vielen anderen gesellschaftlichen Fragen sind die Sozis Bremser, nicht Treiber von gesellschaftlichen Entwicklungen – z.B. bei der Energiewende – also objektiv eine konservative Partei. Diese Stelle ist aber leider schon besetzt. – Fatal. Erst wenn sie die (ja gar nicht so) „Linke“ überflüssig machen würde, wäre sie zurück als Volkspartei. Schaunmermal.

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