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Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

SPD-Frauen mögen es grün

Freitag, 11. Dezember 2015

Nebenbei

Ist die SPD noch zu retten? Diese Frage stellt sich ihr offenbar nicht. Das lassen die Schlagzeilen vermuten, die sie vor ihrem Parteitag produzierte. Obwohl die Partei schrumpft, möchte die Wortführerin der SPD-Frauen, Elke Ferner, den Funktionärsapparat aufblasen. Sie fordert die Doppelspitze für SPD-Führungsposten. – So fürsorglich es ist, dass sich SPD-Funktionärinnen für SPD-Funktionärinnen einsetzen: Seit 27 Jahren herrscht in der SPD die Quote. Sie verhinderte weder den Niedergang der Partei, noch führte sie eine Frau an die Spitze, noch brachte sie die SPD-Funktionärinnen dazu, sich den Beschwernissen des Alltags stärker zuwenden. Was gäbe es nicht alles zu tun, wenn man nur wollte? Unter den Zuwanderern befinden sich nicht nur junge Männer, sondern auch viele Frauen und Kinder. Viele sind traumatisiert, entkräftet, krank. Auch wenn sie nun ein Dach über dem Kopf haben: Ihre Lebensumstände und –perspektiven sind nach wie vor prekär. Ganz zu schweigen von den Einheimischen, bei denen Not an Mann und Frau ist – auch das ein weites Feld, das darauf wartet, bestellt zu werden. Die SPD-Frauen halten es für dringlich, Spitzenplätze im Parteiapparat geschenkt zu bekommen, durch die Satzung garantiert, dem Wettbewerb weitgehend entzogen. Wohin das führt, ist bei den Grünen zu bewundern, die bei Quote und Doppelspitze Vorreiter waren. Ihre beiden Sprecher wetteifern darum, blass zu bleiben. Die Öko-Partei liegt fest bei zehn Prozent. Allzu weit hat es die SPD bis zu diesem Wert nicht mehr. – Ulrich Horn

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Ein Kommentar zu “SPD-Frauen mögen es grün”

  1. Roland Appel sagt:

    Böse, böse, lieber Herr Horn: Ist es doch eine Binsenweisheit, dass die Hälfte der Welt nicht 40% sind – insofern wollen die Sozifrauen doch nur Selbstverständliches – allerdings erst Jahrzehnte nach den Grünen und sogar der „Linken“ – DAS sollte zu denken geben. Bei vielen anderen gesellschaftlichen Fragen sind die Sozis Bremser, nicht Treiber von gesellschaftlichen Entwicklungen – z.B. bei der Energiewende – also objektiv eine konservative Partei. Diese Stelle ist aber leider schon besetzt. – Fatal. Erst wenn sie die (ja gar nicht so) „Linke“ überflüssig machen würde, wäre sie zurück als Volkspartei. Schaunmermal.

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