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Nebenbei

  • Armes NRW

    Mehr als eine Woche lang stand in den Kreisen Gütersloh und Warendorf der Lockdown in Rede. Auch wenn er nicht gleich angeordnet wurde, als bei Tönnies das Virus zuschlug: Umsichtige Politik hätte einen Lockdown zumindest in Betracht ziehen müssen. NRW-Ministerpräsident Laschet wehrte ihn zunächst ab. Der Regierungschef tat sich schwer, die Freiheitsrechte erneut einzuschränken. – Doch NRW ist nicht allein auf dieser Welt. Ganz gleich, ob es den Lockdown ausruft oder nicht: Andere Bundesländer gehen so oder so in Deckung. Ihnen reicht die hohe Zahl der Infizierten, um für Besucher aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf hohe Hürden aufzurichten. Österreich warnt sogar vor Reisen nach NRW. – Inzwischen hat Laschet doch noch den Lockdown angeordnet und die Bürger in und um Gütersloh und Warendorf aufgerufen, sich testen zu lassen. Die Bürger folgten brav. Das Ergebnis: Bis zu vier Stunden mussten sie am Mittwoch vor einem Testzentrum warten. Die Tester fühlten sich überfordert. Sie schickten die Bürger nach Hause und vertrösteten sie auf Donnerstag. Armes NRW. Zuerst ärgerten sich die Bürger über den erneuten Lockdown. Nun ärgern sie sich darüber, dass die Politiker und die Verwaltungen es nicht fertig brachten, zügiges Testen zu ermöglichen. Genügend Zeit, um entsprechende Vorkehrungen zu treffen, war durchaus vorhanden. – Was lehrt uns das? Erstens: Der Amtsschimmel kann, wenn er nicht gerade eben steht und grast, sich wohl nur im Schritttempo bewegen. Und zweitens: Viele Politiker sind für ihren Job offenbar fehlqualifiziert. Sie ließen sich wählen, obwohl sie gar nicht reiten können – schon gar nicht den Amtsschimmel. – Ulrich Horn

Nur ein bisschen Courage

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Nebenbei

Hannelore Kraft wurde mit 95 Prozent als Vorsitzende der NRW-SPD wiedergewählt. Dazu bedurfte es zweier Aktionen. Kraft musste vor dem Parteitag ankündigen, in drei Jahren wieder in den Wahlkampf zu ziehen. Und SPD-Fraktionschef Römer musste CDU-Herausforderer Laschet so heftig attackieren, als sei der Wahlkampf bereits im Gange. Wenn es kriselt, muss der Gegner von außen herhalten, um die Reihen zu schließen. Ohne diese Winkelzüge hätte Kraft sicher ein schlechteres Ergebnis erhalten. Auch die SPD-Delegierten haben inzwischen begriffen, dass sie nicht viel vorzuweisen und seit der Bundestagswahl Probleme hat: Sie ging auf Distanz zur SPD-Spitze, rückte von der Berliner Politik ab und isolierte sich. Nun demontiert sie sich auch noch. Sie gab zu, über ihren Brandenburg-Urlaub Märchen erzählt zu haben. Ihr Image als Kümmerin bröckelt. Sie beschädigte ihre Glaubwürdigkeit. Nun versucht sie, davon abzulenken. Sie will so bleiben, wie sie ist, sagt sie. Wer verlangt schon, dass sie sich ändert oder verbiegt? Ihr unterliefen zwei Fehler: Sie erklärte, was nicht stimmt – und sie mag diesen Fehler nicht eingestehen. Beides schadet ihr und ihrer Partei. Um solche Fehler zu beheben, muss man sich nicht verbiegen. Man muss nur ein bisschen Courage zeigen. Dass sie so bleiben will, wie sie ist, wird Kraft noch lange anhängen. Auch in ihrer Partei kritisieren viele, dass sie sich weigere, mit ihren Ämtern zu wachsen. – Ulrich Horn

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2 Kommentare zu “Nur ein bisschen Courage”

  1. […] Wandel können wir Jobs erhalten”…RP Online NRW: Nur ein bisschen Courage…Post von Horn Ruhrgebiet: Fast alle Opelaner in Bochum unterzeichnen Aufhebungsvertrag…Der Westen […]

  2. […] Hannelore Kraft: Nur ein bisschen Courage (Post von Horn) – […]

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