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Nebenbei

  • Sissy, Soraya, Frauke

    Die AfD kann mit der Resonanz ihres Kölner Parteitags zufrieden sein. Die Partei ist zerstritten. Ihre Umfragewerte sind gesunken. Dennoch beherrscht sie die Schlagzeilen. Ihre Gegner, die in Köln aufmarschierten, und die Medien, die seit Wochen über jede Regung der kleinen Partei berichten, verschafften ihr wieder einmal unverhältnismäßig starke Beachtung. Großes Verdienst daran hat auch Frauke Petry. Sie betätigt sich in der AfD seit Wochen als Spaltpilz und scheint darüber an Einfluss zu verlieren. Bisher ließen sich die Medien von der AfD mit Beschimpfungen und Tabubrüchen zu üppiger Berichterstattung provozieren. Nun aber beginnen Journalisten, bei der AfD das Feld der Politik mit dem des Glamours zu verbinden, auf dem sich üblicherweise die Stars, die Beauties und die Royals tummeln. Der MDR versah seinen Vorbericht auf den AfD-Parteitag mit der Schlagzeile: „Schicksalstage für Frauke Petry?“ Erinnert das nicht an Romy und ihre Paraderolle, die Sissy? Langsam, aber unaufhaltsam wird Frauke in die Riege der Sissys und Sorayas samt ihrer vielen Nachfolgerinnen vorrücken. Die AfD mag Frauke schnöde beiseiteschieben oder gar vollständig ausmustern. Uns wird sie auf lange Zeit erhalten bleiben, nicht nur auf den Titelbildern der Magazine, die beim Friseur, im Wartezimmer des Hausarztes und in den Stadtcafés herumliegen, sondern vielleicht sogar als ständige Gästin bei der jährlichen Bambiverleihung. Ist das nicht tröstlich? – Ulrich Horn

Duisburg wird Vorbild

Freitag, 5. September 2014

Nebenbei

Düsseldorfs neuer Oberbürgermeister Geisel (SPD) war noch nicht im Amt, da setzte er schon Pflöcke. Er schuf in der Landeshauptstadt einen neuen Arbeitsplatz. Er machte die frühere SPD-Bürgermeisterin Hock, die ihm im Wahlkampf geholfen hat, zur Geschäftsführerin der städtischen Tochtergesellschaft „Düsseldorf Congress Sport & Events“ (DCSE). Der Betrieb zählt gerade mal 120 Beschäftigte. Mit Hock sind dort nun sage und schreibe drei Geschäftsführer tätig. Allein Hocks Job ist mit 180.000 Euro pro Jahr dotiert. Der Posten war 2011 abgeschafft worden. Nun hat ihn Geisel wiederbelebt. Seit Tagen haben die Medien den Oberbürgermeister deshalb am Wickel. Sie werfen Geisel Parteibuchwirtschaft vor. Von Geschmäckle ist die Rede. Sogar in Düsseldorfs SPD ist manchem der Appetit vergangen. Der Fehlgriff wird Geisel anhängen. Das kann er vom benachbarten Duisburg lernen. Dort brachte sich sein Parteifreund und Amtskollege Link ebenfalls mit Parteibuchwirtschaft in Verruf, und zwar nachhaltig. Kaum war Link 2012 im Amt, drehte er das Personalkarussell. Er legte zwei städtische Gesellschaften zusammen und versorgte dabei den Geschäftsführer der SPD-Fraktion und den grünen Umweltdezernenten. Seitdem wird manchem in Duisburg übel, sobald das Wort Neuanfang fällt. Links sonderbare Interpretation dieses Begriffs macht aber offensichtlich Schule. Für Düsseldorfs Oberbürgermeister scheint Duisburg Vorbild zu sein. – Ulrich Horn

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7 Kommentare zu “Duisburg wird Vorbild”

  1. Düsselbarsch sagt:

    Aber Herr Horn: Der Text ist ja nicht so lang. Da hätten Sie ruhig die geplante erneute Reduzierung der Geschäftsführerposten auf zwei mit dem absehbaren Auslaufen des Vertages eines der Kollege von Frau Hock erwähnen können.

    • Ulrich Horn sagt:

      Absehbar ist gut: Der Vertrag eines der beiden Geschäftsführer, die Frau Hock nun verstärkt, läuft voraussichtlich 2017 aus, also in drei Jahren. 3 x 180.000 Euro macht 540.000 Euro. Ein schönes Lehrgeld, oder nicht?

      • Düsselbarsch sagt:

        Wann wird der Vertrag denn aktuell. Wir haben schon 9/2014. Aber lassen Sie uns nicht peanuts spalten (äh, tschuldigung: Erbsen zählen!), es ist jedenfalls nicht als Dauerlösung gedacht.

      • Filialleiter sagt:

        Das finde ich auch. Die SPD wird wohl nie dazulernen. Wenn sie weiterhin solche unfassbaren Geschichten anprangern, wird sich die SPD wohl bald in den 10-Prozent-Turm verabschieden. Also: Weiter so!

  2. […] die Stadt bares Geld kosten…Der Westen Duisburg: Duisburg wird Vorbild…Post von Horn Essen: Grünes Licht für das Autotreffen Dukes of Downton…Der Westen Essen: Woll-Kunstwerk […]

  3. katharina sagt:

    Der Herr Greulich in Duisburg, der sich zur LP-Katastrophe so katastrophal, oder soll ich schreiben, „greulich“ verhalten hat.
    Zur Belohnung wurde sodann ein neuer Posten für ihn geschaffen. Nein, das haben wir nicht vergessen. Duisburg hat kein Geld, aber dafür war Geld da. Vielleicht war es ja Schweigegeld. Ich weiß es nicht. Mit mir spricht ja keiner. Was geht es mich als einfachen Bürger an, was die Obrigkeit da oben verbockt. Ha!!!

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