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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

Aufgelesen … … … Nr. 12 – 2014

Freitag, 29. August 2014

Auslese

Die Themen:
Putin, Maut, Özdemir

Putin
– Verhandeln und Handel treiben – Europas Mittel zur Lösung von Krisen scheinen bei Putin zu versagen. Er handelt anders als er redet. Europa steht hilflos da, wirtschaftlich ein Riese, politisch ein Zwerg, militärisch ein Winzling. Während sich Putin der Ukraine bemächtigt, mühen sich Europas Regierungschefs damit ab, die EU-Kommission zu besetzen. Wovor sollte Putin zurückschrecken?

Maut
– Rund 7,2 Milliarden pro Jahr sind nötig, um die Schäden an Straßen und Brücken zu beheben. Verkehrsminister Dobrindts Maut bringt nicht annähernd so viel. Die Proteste gegen die Abgabe sind ungewöhnlich heftig. Sie dienen wohl dazu, privaten Investoren den Weg frei zu machen. Wirtschaftsminister Gabriel richtet sich bereits darauf ein.

Özdemir
– Die Grünen sind auf der Suche – nach einem neuen Koalitionspartner, nach neuen Themen, nach neuen Wählern, nach Aufmerksamkeit. Der grüne Vorsitzende Özdemir ist fündig geworden. Er kippte sich neben einer Hanfpflanze einen Eimer Eiswasser über den Kopf und erzielte riesige Schlagzeilen. Die Not muss groß sein bei den Grünen. – Ulrich Horn


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