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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Sympathisches Schweigen

Sonntag, 30. Juni 2013

Nebenbei

(uh) Beliebte Politiker gewinnen nicht zwangsläufig Wahlen. Doch hohe Sympathiewerte erleichtern den Wahlkampf. Sie können jene Stimmen bringen, die den Sieg ausmachen. Ginge es nach den Sympathiewerten der zehn Politiker, die das ZDF für besonders wichtig hält, wäre die Wahl entschieden. Angela Merkel lässt alle anderen Politiker im Politbarometer weit hinter sich. Fragt sich die SPD, woran das liegt? Ihre Spitzenkräfte fallen durch bemerkenswert schwache Sympathiewerte auf.Steinmeier, von dem seit Wochen kaum etwas zu hören ist, rangiert abgeschlagen auf Platz 3, jedoch weit vor SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück. Er steht auf Rang 7, auf Augenhöhe mit dem skandalgeschädigten de Maiziere. Steinbrücks Wert ist so niedrig, dass man von Sympathie kaum mehr reden kann. Noch schlechter schneidet SPD-Chef Gabriel ab, der sich auf dem Niveau von Trittin wiederfindet. Gabriel hat das Glück, dass Guido Westerwelle noch unbeliebter ist und ihm die rote Laterne erspart. Die Rangfolge im Politbarometer und die Werte, vor allem die der SPD-Spitze, legen den Schluss nahe: Je weniger Politiker von sich reden machen, desto mehr Sympathie genießen sie. Man fragt sich: Warum tauchen NRW-Ministerpräsidentin Kraft und FDP-Chef Rösler in der ZDF-Tabelle nicht auf? Welche Plätze würden sie belegen, wenn das ZDF sie berücksichtigt hätte?

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2 Kommentare zu “Sympathisches Schweigen”

  1. Franz Weiler sagt:

    Wer will die beiden schon bewerten?
    Das Ranking kann nicht so lang sein damit man noch eine Platz für die beiden finden könnte.
    Überflüssig !!!! wie die meisten in der politischen Landschaft.
    Warum Merkel vorne steht entzieht sich meinem ( wahrscheinlich zu engen) Horizont.Aber die devoten Medien werden uns schon auf “ Kurs“ halten .

  2. Beobachter sagt:

    Zur Frage, welche Plätze Kraft und Rösler belegen würden:
    Der aktuelle SPIEGEL meldet auf der Grundlage von tns-Forschung v. 25. und 26. Juni, dass Hannelore Kraft auf der Beliebtheitsskala bei 61 % liegt und Philipp Rösler bei 28 %. Zum Vergleich: Angela Merkel 72 %, Joachim Gauck 77 %, Wolfgang Schäuble 59 % und Peer Steinbrück 49 %. Ich vermute, dass Kraft und Rösler in einer ZDF-Aufstellung ähnlich angesiedelt wären. Warum beide dort nicht enthalten sind? Weil das ZDF seinen Fokus auf die wichtigsten Figuren im Zusammenhang mit der anstehenden Bundestagswahl ausgerichtet hat? Kraft steht nicht zur Wahl und Rösler hat eher schlechte Karten.

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