Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Die Torhüter und ihre Teams

    Warum spielt Fußballtorwart Neuer nicht mehr bei Schalke? Und warum sein Kollege ter Stegen nicht mehr bei Gladbach? Beide Spieler waren zu gut für diese Vereine. Beide zählen weltweit zu den besten Torhütern. Beide wollen auf ihrem Niveau spielen. Deshalb wechselten sie zu Mannschaften, die zu den besten der Welt zählen, Neuer zu Bayern München und ter Stegen zum FC Barcelona. In Fußballkreisen wird gerade darüber gestritten, wer von beiden in der Nationalmannschaft spielen soll. Dort steht fast immer Neuer im Tor, ter Stegen sitzt – trotz ähnlicher Leistungen wie Neuer – meistens auf der Reservebank und ist unzufrieden. Er will öfter zum Zuge kommen. Über dieses Problem beharken sich sogar führende Fußballfunktionäre. Der Laie staunt und fragt sich: Warum legen Torleute von Weltklasse Wert darauf, das Tor einer zweitklassigen Nationalmannschaft zu hüten? Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 versäumten der DFB und sein Cheftrainer Löw, das Nationalteam systematisch zu erneuern. Weltklassespieler wie Neuer und ter Stegen passen nicht in das schwache Team. So, wie sie Schalke und Gladbach den Rücken kehrten, sollten sie auch auf Einsätze im Nationalteam verzichten. Es spielt viel zu tief unter ihrem Niveau. – Ulrich Horn

Sympathisches Schweigen

Sonntag, 30. Juni 2013

Nebenbei

(uh) Beliebte Politiker gewinnen nicht zwangsläufig Wahlen. Doch hohe Sympathiewerte erleichtern den Wahlkampf. Sie können jene Stimmen bringen, die den Sieg ausmachen. Ginge es nach den Sympathiewerten der zehn Politiker, die das ZDF für besonders wichtig hält, wäre die Wahl entschieden. Angela Merkel lässt alle anderen Politiker im Politbarometer weit hinter sich. Fragt sich die SPD, woran das liegt? Ihre Spitzenkräfte fallen durch bemerkenswert schwache Sympathiewerte auf.Steinmeier, von dem seit Wochen kaum etwas zu hören ist, rangiert abgeschlagen auf Platz 3, jedoch weit vor SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück. Er steht auf Rang 7, auf Augenhöhe mit dem skandalgeschädigten de Maiziere. Steinbrücks Wert ist so niedrig, dass man von Sympathie kaum mehr reden kann. Noch schlechter schneidet SPD-Chef Gabriel ab, der sich auf dem Niveau von Trittin wiederfindet. Gabriel hat das Glück, dass Guido Westerwelle noch unbeliebter ist und ihm die rote Laterne erspart. Die Rangfolge im Politbarometer und die Werte, vor allem die der SPD-Spitze, legen den Schluss nahe: Je weniger Politiker von sich reden machen, desto mehr Sympathie genießen sie. Man fragt sich: Warum tauchen NRW-Ministerpräsidentin Kraft und FDP-Chef Rösler in der ZDF-Tabelle nicht auf? Welche Plätze würden sie belegen, wenn das ZDF sie berücksichtigt hätte?

Schlagwörter: , , , , , , , ,

2 Kommentare zu “Sympathisches Schweigen”

  1. Franz Weiler sagt:

    Wer will die beiden schon bewerten?
    Das Ranking kann nicht so lang sein damit man noch eine Platz für die beiden finden könnte.
    Überflüssig !!!! wie die meisten in der politischen Landschaft.
    Warum Merkel vorne steht entzieht sich meinem ( wahrscheinlich zu engen) Horizont.Aber die devoten Medien werden uns schon auf “ Kurs“ halten .

  2. Beobachter sagt:

    Zur Frage, welche Plätze Kraft und Rösler belegen würden:
    Der aktuelle SPIEGEL meldet auf der Grundlage von tns-Forschung v. 25. und 26. Juni, dass Hannelore Kraft auf der Beliebtheitsskala bei 61 % liegt und Philipp Rösler bei 28 %. Zum Vergleich: Angela Merkel 72 %, Joachim Gauck 77 %, Wolfgang Schäuble 59 % und Peer Steinbrück 49 %. Ich vermute, dass Kraft und Rösler in einer ZDF-Aufstellung ähnlich angesiedelt wären. Warum beide dort nicht enthalten sind? Weil das ZDF seinen Fokus auf die wichtigsten Figuren im Zusammenhang mit der anstehenden Bundestagswahl ausgerichtet hat? Kraft steht nicht zur Wahl und Rösler hat eher schlechte Karten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.