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Nebenbei

  • Söder und die Umfragen

    In repräsentativen Demokratien sollen die Abgeordneten und ihr Gewissen die Gemeinschaft vor schwankenden Stimmungen schützen. Dieses Prinzip steht unter Druck. Mit vielen Abgeordneten ist es nicht mehr weit her. Zudem hat sich die Stimmung in der Bevölkerung zu einer mächtigen Kraft entfaltet. Viele Abgeordnete mögen ihr nicht widerstehen. Viele nutzen sie auch, um ihre Interessen durchzusetzen. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Söder setzte darauf, dass sie ihn zum Kanzlerkandidaten der Union machen würde. Er mühte sich, in Umfragen zu reüssieren, und wurde zu einem Umfrageriesen. Er ging davon aus, dass er seinen CDU-Konkurrenten Laschet, einen Umfragezwerg, leicht aus dem Feld schlagen könne. Die Rechnung ging nicht auf. Laschet kandidierte. Er verlor. Hätten die Umfragen den Ausschlag gegeben, hätte Söder kandidieren müssen und ganz sicher gewonnen, behaupten er und seine Fans. Damals stand er in den Politiker-Rankings auf Platz 2 gleich hinter Merkel. Was es mit dem Gewicht der Umfragen auf sich hat, zeigt sich heute, drei Wochen nach der Wahl. Söder ist abgestürzt. Beim ZDF-Politbarometer rangiert er nur noch auf Platz 6, gerade noch knapp über der Nulllinie. Ginge es auch heute nach Umfragen, wie es Söder vor der Bundestagswahl wünschte, müsste er sich langsam darauf einrichten, sich vom Acker zu machen, damit bei der Bayernwahl 2023 ein beliebterer CSU-Politiker versuchen kann, die CSU vor dem Fall in die Opposition zu bewahren. Wetten, dass Söder auf Umfragewerte derzeit gar nichts mehr gibt? – Ulrich Horn

Zypern, Zuwanderung, Zeitungen, Stern, China

Mittwoch, 20. März 2013

Blog-Tipps

(uh) Unter den Blog-Fundsachen befinden sich Beiträge über Zypern, die Zuwanderung und das Wahlrecht in NRW, das Zeitungssterben, den Stern, die Zeitungslandschaft in NRW und die Probleme großer Unternehmer mit dem Verbraucherschutz in China.

1.Politik

a. Keine Angst vor der Krise!
Natürlich sind Wirtschaftskrisen für die unmittelbar Betroffenen sehr hart. Aber sie sind immer das Resultat von massiven Fehlsteuerungen in der Vergangenheit. Und sie eröffnen die Möglichkeit, dass etwas Neues und Besseres an die Stelle des Alten tritt.
Aus: Blick Log

b. Nichts ist umsonst: Was die Rettung Zyperns lehrt

Wer die Banken in Zypern rettet, erhöht die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Bankenpleiten. Erst eine Risikobeteiligung führt zum Umdenken. Erst wenn die Banken nicht mehr darauf vertrauen können, vom Steuerzahler gerettet zu werden, werden die Bankkunden darauf achten, wem sie ihr Geld geben. Und erst dann werden die Banken anfangen, das Geld ihrer Kunden verantwortungsvoller (sicherer) anzulegen.
Aus: Pixelökonom

c. Island Nightmares

But this is just the beginning! Even with the effective default on deposits, Cyprus will need a huge loan from the troika, and the condition for this loan will be harsh austerity. This looks like the beginning of endless, inconceivable pain.
Aus: Krugman Blogs

d. Kleine Staatsbürgerkunde: Kommunalwahlrecht in NRW

Mehrere Tausend Einwanderer aus Südosteuropa werden bei der nächsten Kommunalwahl stimmberechtigt sein. Wer meint, „die gehen doch sowieso nicht zur Wahl, das sind doch Analphabeten“, könnte überrascht sein, wenn eine unter Druck gesetzte Minderheit mit hoher Verbindlichkeit und Disziplin eine Wahlbeteiligung organisiert, die die der von der Demokratie so frustrierten Ethnodeutschen deutlich übersteigt. Muss nicht, kann aber. Wissen sollte man es aber schon.
Aus: xtranews

2. Medien

a. Das Zeitungssterben als Lifestyle-Element
Lamentiert man nun das Sterben des so genannten „Qualitätsjournalismus“, also gut recherchierer Artikel und wohlfundierter Meinungen, nachdenklicher Analysen und pointierten Kolumnen, so muss man sich klarmachen, dass diese Art von Journalismus sich noch nie ausgezahlt hat.
Aus: Oeffinger Freidenker

b. Das ZDF unter den Zeitschriften

Der “Stern” bleibt also vorläufig das ZDF unter den Zeitschriften, ein Rentner in Jeans, ein Heft, an das man sich gewöhnt hat, das man weiß Gott nicht mehr wirklich braucht, was aber doch irgendwie fehlen würde, wenn es weg wäre, schon alleine deswegen, weil ältere Menschen wie ich den “Stern” so untrennbar zu den Jugenderinnerungen zählen wie ein Raider, die Hitparade im ZDF oder Bonanza-Fahrräder.
Aus: JakBlog

c. NRW: Weniger Zeitungen, mehr Blogs

Die Untersuchung zeigt aber auch: Das Angebot an lokaljournalistischer Berichterstattung im Internet wachse beständig. Auch reine Online-Medien seien vertreten und seien eine willkommene Ergänzung zum etablierten Medienangebot, da sie die Vielfalt der Berichterstattung stärken. Dies habe eine Fallstudie über den Regierungsbezirk Arnsberg gezeigt.
Aus: Meedia

SCHLUSSPUNKT – Der Wirtschaftstext des Tages

Zur Unterwanderung des wirtschaftlichen Sachverstands
Zwei der bekanntesten Weltkonzerne haben in China gerade ziemlichen Ärger. Das Staatsfernsehen hat sowohl Volkswagen als auch Apple am Freitag schlechten Kundendienst vorgeworfen – zur besten Sendezeit.
Aus: Handelsblog

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

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