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Nebenbei

  • Vom Wähler abgewrackt

    Die einstigen Volksparteien bieten ein jämmerliches Bild. Die SPD zerfleischte sich über Jahrzehnte. Sie schrumpfte zur Kleinpartei. Rechtzeitig vor der Bundestagswahl stellte sie sich ruhig. Prompt erhielt sie Aufwind. Die Union zerfleischt sich seit 2015. Sie steigerte das Gemetzel im Wahlkampf sogar. Viele Wähler kehrten ihr erzürnt den Rücken. – Heute warten die dürftigen Reste der Volksparteien darauf, dass ihnen die kleine FDP und die kleinen Grünen zur Macht verhelfen. Union und SPD regierten in 12 der 16 Regierungsjahre Merkels gemeinsam. Beide Gruppierungen haben den Erfolg und den Misserfolg dieser Ära zu verantworten. Beide haben die Mängel verursacht, der in der Pandemie sichtbar wurden. Beide haben sich mehr mit ihren internen Problemen als mit denen des Staates und der Gesellschaft befasst. Dass beide nicht gewohnt sind, sachgerecht zu agieren, zeigte sich in der Pandemie. Dass sie der jeweils anderen Partei vorwerfen, die Modernisierung des Landes verschlafen zu haben, ist lächerlich. Die Wähler sind nicht dumm. Sie wissen: Beide Parteien haben sich durch eigenes Verschulden auf Grund gesetzt. Die Wähler haben begonnen, beide Volksparteien abzuwracken. Der SPD gaben sie bei der Bundestagswahl noch einmal Paddel, der Union nahmen sie die Segel. Doch ohne die Schlepper FDP und Grüne kämen die beiden schrottreifen Dickschiffe nicht mehr vom Fleck. – Ulrich Horn

Hungern in Duisburg

Samstag, 9. März 2013

Nebenbei

(uh) In Duisburg gibt es 82 Grundschulen. Jedes vierte Grundschulkind in der Stadt geht ohne Frühstück in die Schule, schreibt die NRZ. Es müssen viele Hundert sein. Wieder eine schlechte Nachricht über Duisburg. Die Initiative „Immersatt“, die sich aus Spenden finanziert, verteilt täglich 800 Frühstücksbeutel an Schulkinder. Das reicht bei weitem nicht, um alle hungrigen Kinder zu versorgen. Der Bedarf ist viel größer. Er kann nicht gestillt werden, weil das Geld fehlt. Wie wäre es, wenn sich die Ortsverbände aller Duisburger Parteien und Gewerkschaften zusammen täten und dafür sorgten, dass in den Grundschulen, die in ihrem Bereich liegen, kein Kind mehr hungrig im Unterricht sitzen muss? Bei der Abwahl des früheren Oberbürgermeisters Sauerland haben sich viele intensiv engagiert. Wenn die Parteien nur einen Teil dieses Einsatzes für die hungrigen Grundschüler aufbrächten, sollten sie genügend Spender, Paten und Helfer zu finden. Eine solche Aktion praktische Politik würde den Gemeinsinn in der Stadt und das Ansehen der Politik stärken. Es muss nur jemand die Sache in die Hand nehmen. Man fragt sich, warum der Oberbürgermeister das nicht tut. Es wäre für ihn doch eine schöne Aufgabe, dafür zu sorgen, dass in seiner Stadt kein Kind mehr hungern muss.

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5 Kommentare zu “Hungern in Duisburg”

  1. Bauer Christel sagt:

    haben diese Kinder Eltern????
    bekommen diese Eltern Kindergeld, Harz 4 und alle sozialen
    Leistungen die es nur gibt????

    Wenn ein Kind hungern muß, ist das eine Straftat der Eltern,
    diese Eltern müssen zur Rechenschaft gezogen werden,
    warum werden Eltern nie erwähnt, warum immer nur die Allgemeinheit????

    Immer an das Gewissen der Anderen appellieren, Mtleid erregen, dann gibt es ordentliche Spenden und ehrenamtl.
    Getue, somit unterstützt man nur die Ausbeutung der Gesellschaft.

  2. Roland Mitschke sagt:

    Im ersten Schritt muss den Kindern ohne Frage nach der Ursache der Hilfebedürftigkeit geholfen werden. Im zweiten Schritt muss das Funktionieren unseres aufwendigen sozialen Netzes hinterfragt werden. Schule muss mehr als nur Wissen vermitteln und Lehrer sind auch Erzieher, die evtl. Defizite des Elternhauses bemerken und reagieren müssen.
    Finanzielle Hilfen gibt es genug. In Bochum liefert die Tafel ein gesundes Frühstück mit Obst in Schulen und Kindergärten. Politik hat die Aufgabe, soziale Rahmenbedingungen und Arbeitsstrukturen zu schaffen – nicht Einzelfallhilfe selbst zu leisten. Damit wäre ja auch ein Journalist überfordert, der Missstände beschreibt.

  3. […] Hungern an den Schulen (Post von Horn) – Zum Artikel Armut in Duisburg: Viele Kinder gehen hungrig zur […]

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