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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

Hungern in Duisburg

Samstag, 9. März 2013

Nebenbei

(uh) In Duisburg gibt es 82 Grundschulen. Jedes vierte Grundschulkind in der Stadt geht ohne Frühstück in die Schule, schreibt die NRZ. Es müssen viele Hundert sein. Wieder eine schlechte Nachricht über Duisburg. Die Initiative „Immersatt“, die sich aus Spenden finanziert, verteilt täglich 800 Frühstücksbeutel an Schulkinder. Das reicht bei weitem nicht, um alle hungrigen Kinder zu versorgen. Der Bedarf ist viel größer. Er kann nicht gestillt werden, weil das Geld fehlt. Wie wäre es, wenn sich die Ortsverbände aller Duisburger Parteien und Gewerkschaften zusammen täten und dafür sorgten, dass in den Grundschulen, die in ihrem Bereich liegen, kein Kind mehr hungrig im Unterricht sitzen muss? Bei der Abwahl des früheren Oberbürgermeisters Sauerland haben sich viele intensiv engagiert. Wenn die Parteien nur einen Teil dieses Einsatzes für die hungrigen Grundschüler aufbrächten, sollten sie genügend Spender, Paten und Helfer zu finden. Eine solche Aktion praktische Politik würde den Gemeinsinn in der Stadt und das Ansehen der Politik stärken. Es muss nur jemand die Sache in die Hand nehmen. Man fragt sich, warum der Oberbürgermeister das nicht tut. Es wäre für ihn doch eine schöne Aufgabe, dafür zu sorgen, dass in seiner Stadt kein Kind mehr hungern muss.

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5 Kommentare zu “Hungern in Duisburg”

  1. Bauer Christel sagt:

    haben diese Kinder Eltern????
    bekommen diese Eltern Kindergeld, Harz 4 und alle sozialen
    Leistungen die es nur gibt????

    Wenn ein Kind hungern muß, ist das eine Straftat der Eltern,
    diese Eltern müssen zur Rechenschaft gezogen werden,
    warum werden Eltern nie erwähnt, warum immer nur die Allgemeinheit????

    Immer an das Gewissen der Anderen appellieren, Mtleid erregen, dann gibt es ordentliche Spenden und ehrenamtl.
    Getue, somit unterstützt man nur die Ausbeutung der Gesellschaft.

  2. Roland Mitschke sagt:

    Im ersten Schritt muss den Kindern ohne Frage nach der Ursache der Hilfebedürftigkeit geholfen werden. Im zweiten Schritt muss das Funktionieren unseres aufwendigen sozialen Netzes hinterfragt werden. Schule muss mehr als nur Wissen vermitteln und Lehrer sind auch Erzieher, die evtl. Defizite des Elternhauses bemerken und reagieren müssen.
    Finanzielle Hilfen gibt es genug. In Bochum liefert die Tafel ein gesundes Frühstück mit Obst in Schulen und Kindergärten. Politik hat die Aufgabe, soziale Rahmenbedingungen und Arbeitsstrukturen zu schaffen – nicht Einzelfallhilfe selbst zu leisten. Damit wäre ja auch ein Journalist überfordert, der Missstände beschreibt.

  3. […] Hungern an den Schulen (Post von Horn) – Zum Artikel Armut in Duisburg: Viele Kinder gehen hungrig zur […]

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