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Nebenbei

  • Trumps Theater

    Über die Geduld der US-Medien kann man nur staunen. Immer wieder schicken sie Journalisten zu Pressekonferenzen, bei denen Präsident Trump und seine Mitarbeiter lügen, was das Zeug hält, die Journalisten beschimpfen und deren Arbeitgeber verleumden. Es drängt sich schon die Frage auf: Müssen die Beschimpften die Lügen und Tiraden über sich ergehen lassen und sie dann auch noch verbreiten? Diese Frage provoziert die nächste: Wäre es nicht an der Zeit, den Transport der alternativen Fakten ihren Urhebern zu überlassen? Trump und seine Mitarbeiter müssten dann ihre Fakenews ohne Hilfe der meisten Medien an die Bürger bringen. Es stehen dazu Twitter, regierungsnahe Medien und auch Presseerklärungen zur Verfügung. Die Berichterstattung der geschmähten Medien über die Regierungsarbeit muss unter diesem Schritt nicht leiden. Er würde es Trump aber erschweren, sich als Opfer der Medien darzustellen und mit diesem Manöver Desinformation zu betreiben, während die Medien so arbeiten könnten wie bisher. Noch schwerer hätte er es, wenn die in Washington tätigen Medien einen Verein zur Veranstaltung von Pressekonferenzen gründeten und nahe beim Weißen Haus Büros anmieteten. Dorthin könnte der Verein dann Persönlichkeiten einladen, die zu aktuellen Themen etwas mitzuteilen haben, auch zu jenen, über die Trump gar nicht oder falsch informiert. Und schließlich, um ihm Einhalt zu gebieten: Können Journalisten und Medienunternehmen, die Trump wahrheitswidrig bezichtigt zu lügen, den Präsidenten und die US-Regierung nicht wegen übler Nachrede , Verleumdung und gegebenenfalls auch wegen Geschäftsschädigung verklagen? – Selbst wenn es ginge, würde es wohl nicht dazu kommen. Schade eigentlich. – Ulrich Horn

Blog-Fundsachen ... Nr. 43 - 2013

Schirrmacher, HBO, Piraten, Amazon, Apple

Dienstag, 19. Februar 2013

Blog-Tipps

(uh) Heute lernen wir: Ein „kluger Kopf“ schießt herdenweise Böcke. Zeitungen könnten vom TV-Sender HBO lernen. Die Piraten bringen sich selbst um. Der Verbraucher verhält sich immer noch nicht Macht bewusst. Weil in Großbritannien eine pro-europäische Mehrheit nicht in Sicht sei, empfiehlt ein Bog, Merkel soll ihre EU-Politik ändern. Und zum Schluss: Apples Probleme mit den riesigen Gewinnen.


1. Medien

a. Wenn Frank Schirrmacher einen Bestseller schreibt
Ständig muss der Leser schlauer sein als der Text, wenn er ihn verstehen will. Hier muss ein Komma, dort ein Wort eingefügt oder gestrichen werden, hier muss man den Numerus, dort das Tempus oder den Modus eines Verbs korrigieren, bis man meint, man habe es nicht mit dem Kulturkopf der FAZ zu tun, sondern mit einem Praktikanten von Kicker online.
Aus: merkur-blog.de

b. Strategie für die Zeitung von Morgen: Das Modell HBO

Die Revolution des Fernsehens geschah aus Verzweiflung. Am Anfang stand der Zusammenbruch eines Geschäftsmodells.
Aus: Deadline

2. Politik

a. Piratenpartei – War es das?
Die Kernwählerschaft langt bestenfalls für zwei Prozent. Die Finanzlage der Piraten ist unvermindert schwach. Die Verschleißerscheinungen beim Führungspersonal sind unübersehbar. Die Querelen an der Parteispitze behindern die erforderliche strategische und inhaltliche Positionierung.
Aus: Göttinger Institut

b. Amazon und Du – Macht und Ohnmacht des Verbrauchers

Es ist an der Zeit, dass der Verbraucher seinen Kompass neu justiert und sich endlich der Macht bewusst wird, die er nicht nur in den Händen, sondern vor allem in seiner Brieftasche hält.
Aus: NachDenkSeiten

c. Let them go

Nur 17 Prozent der Briten sind unentschieden, nur 12 Prozent der EU-Gegner wären “sicher” bereit, ihre Haltung zu überdenken. Das reicht nicht aus, um eine proeuropäische Mehrheit zu sichern.
Aus: Lost in EUrope

SCHLUSSPUNKT – Der Wirtschaftstext des Tages

Apples Cash-“Problem” und sein Kampf mit dem Einhorn
Der auf verschiedensten internationalen Bankkonten verteilte Cashbestand soll ausreichen, hat das Manager Magazin nachgerechnet, um die beiden deutschen Autobauer Daimler und BMW zu kaufen. Angeblich soll der Konzern nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld.
Aus: Blick Log

Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

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