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Nebenbei

  • Vom Wähler abgewrackt

    Die einstigen Volksparteien bieten ein jämmerliches Bild. Die SPD zerfleischte sich über Jahrzehnte. Sie schrumpfte zur Kleinpartei. Rechtzeitig vor der Bundestagswahl stellte sie sich ruhig. Prompt erhielt sie Aufwind. Die Union zerfleischt sich seit 2015. Sie steigerte das Gemetzel im Wahlkampf sogar. Viele Wähler kehrten ihr erzürnt den Rücken. – Heute warten die dürftigen Reste der Volksparteien darauf, dass ihnen die kleine FDP und die kleinen Grünen zur Macht verhelfen. Union und SPD regierten in 12 der 16 Regierungsjahre Merkels gemeinsam. Beide Gruppierungen haben den Erfolg und den Misserfolg dieser Ära zu verantworten. Beide haben die Mängel verursacht, der in der Pandemie sichtbar wurden. Beide haben sich mehr mit ihren internen Problemen als mit denen des Staates und der Gesellschaft befasst. Dass beide nicht gewohnt sind, sachgerecht zu agieren, zeigte sich in der Pandemie. Dass sie der jeweils anderen Partei vorwerfen, die Modernisierung des Landes verschlafen zu haben, ist lächerlich. Die Wähler sind nicht dumm. Sie wissen: Beide Parteien haben sich durch eigenes Verschulden auf Grund gesetzt. Die Wähler haben begonnen, beide Volksparteien abzuwracken. Der SPD gaben sie bei der Bundestagswahl noch einmal Paddel, der Union nahmen sie die Segel. Doch ohne die Schlepper FDP und Grüne kämen die beiden schrottreifen Dickschiffe nicht mehr vom Fleck. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 37 – 2013

Dienstag, 12. Februar 2013

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik

a. Josef Ratzinger schenkt der Kirche eine neue Freiheit
Es wird nunmehr leichter, den Papst wie ehedem wieder als einen Bruder Bischof und als „Ersten unter Gleichen“ zu sehen. Die Kategorie der Machtausübung über andere Menschen ist vom biblischen Zeugnis für das Dienstamt in der Gemeinde Jesu ausgeschlossen. Das Amt ist für die Menschen da, nicht umgekehrt.
Aus: Telepolis

b. Fürchtet Euch nicht

Der Papst hat mit seinem Rücktritt den römischen Zentralismus beendet. Die Kirche bricht jetzt auf in eine demokratische Zeit.
Aus: The European

c. Nach dem „Peerblog“: Offline

Steinkühlers Unberechenbarkeit war das eine Risiko, von dem der Kandidat hätte wissen müssen. Das andere betraf Steinbrücks eigene Vergangenheit als Vortragsredner. Die wollte er eigentlich abschütteln, als er im vergangenen Oktober offenlegte, wer ihn wann für wie viel Geld gebucht hatte. Doch nun begann wieder die Heimlichtuerei.
Aus: FAZ.net

d. 30 Stunden sind genug

Ein Bündnis von Wissenschaftlern, Politikern und Gewerkschaftern setzt Akzente gegen Niedriglohn, Stress und Arbeitshetze.
Aus: Telepolis

2. Medien

a. Ein Herz für Redakteure
Vielleicht läuft es auch deshalb noch so gut in Waiblingen, weil sich der Verleger Villinger nie bemüßigt oder gar befähigt fühlte, sich in die redaktionelle Arbeit einzumischen. Redaktion und Journalismus kann er nicht, sagt er von sich selbst, weil es eben eine Kunst ist, die er sich nicht zutraut, und er selbst eher im Universum der Zahlen zu Hause ist. Er rechnet, die anderen schreiben, und wenn es drauf ankommt, hält er ihnen den Rücken frei. Eine Art Zugewinngemeinschaft.
Aus: Vocer

Schlusspunkt: Der Wirtschaftstext des Tages

Oh my God! They killed China!
Die erste Runde im laufenden Währungskrieg geht schon einmal ganz klar an Deutschland. Eine besonders eigenartige Kuriosität: Seit Frühjahr 2012 weist dieses Land wieder einen Überschuss in der Leistungsbilanz mit China aus – erstmals seit 1989.
Aus: WeitwinkelSubjektiv

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