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Nebenbei

  • Stegner: Der SPD-Prophet

    Der Politiker Stegner interpretiert seinen Job als Vize-SPD-Chef neu: Er mutiert zum Propheten. Er glaubt, mit dem Ausstieg der SPD aus der Agendapolitik und ihrem Konzept „Sozialstaat 2025“ rücke eine rot-rot-grüne Koalition im Bund näher. Wähler, die nun in Jubel ausbrechen oder verschreckt zusammenzucken, mögen einen Blick auf die jüngste Umfrage werfen. Sie werden feststellen: Es gibt keinen Grund, nervös zu werden – weder aus Freude oder noch aus Angst. SPD, Grüne und Die Linke bringen es derzeit gerade mal auf 44 Prozent, zu wenig, um in der Bundespolitik Bäume auszureißen. Selbst wenn die drei Parteien in nächster Zeit noch ein Stück wachsen sollten, wäre nicht garantiert, dass sie eine Koalition zustande brächten. Die SPD stünde dann nämlich vor der Wahl, vom Juniorpartner in der großen Koalition zum Juniorpartner bei Rot-Rot-Grün zu werden. In dieser Konstellation sind die Grünen mit großem Abstand der stärkste Partner. Um mit ihnen auch nur auf Augenhöhe zu kommen, müsste die SPD fünf Prozentpunkte oder 33 Prozent hinzugewinnen. Wie gewiss ist das? So, wie die Dinge heute liegen, zöge bei Rot-Rot-Grün ein Grüner ins Kanzleramt. Glaubt jemand außer Stegner, die SPD könnte es über sich bringen und einen Grünen zum Kanzler machen? – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 37 – 2013

Dienstag, 12. Februar 2013

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik

a. Josef Ratzinger schenkt der Kirche eine neue Freiheit
Es wird nunmehr leichter, den Papst wie ehedem wieder als einen Bruder Bischof und als „Ersten unter Gleichen“ zu sehen. Die Kategorie der Machtausübung über andere Menschen ist vom biblischen Zeugnis für das Dienstamt in der Gemeinde Jesu ausgeschlossen. Das Amt ist für die Menschen da, nicht umgekehrt.
Aus: Telepolis

b. Fürchtet Euch nicht

Der Papst hat mit seinem Rücktritt den römischen Zentralismus beendet. Die Kirche bricht jetzt auf in eine demokratische Zeit.
Aus: The European

c. Nach dem „Peerblog“: Offline

Steinkühlers Unberechenbarkeit war das eine Risiko, von dem der Kandidat hätte wissen müssen. Das andere betraf Steinbrücks eigene Vergangenheit als Vortragsredner. Die wollte er eigentlich abschütteln, als er im vergangenen Oktober offenlegte, wer ihn wann für wie viel Geld gebucht hatte. Doch nun begann wieder die Heimlichtuerei.
Aus: FAZ.net

d. 30 Stunden sind genug

Ein Bündnis von Wissenschaftlern, Politikern und Gewerkschaftern setzt Akzente gegen Niedriglohn, Stress und Arbeitshetze.
Aus: Telepolis

2. Medien

a. Ein Herz für Redakteure
Vielleicht läuft es auch deshalb noch so gut in Waiblingen, weil sich der Verleger Villinger nie bemüßigt oder gar befähigt fühlte, sich in die redaktionelle Arbeit einzumischen. Redaktion und Journalismus kann er nicht, sagt er von sich selbst, weil es eben eine Kunst ist, die er sich nicht zutraut, und er selbst eher im Universum der Zahlen zu Hause ist. Er rechnet, die anderen schreiben, und wenn es drauf ankommt, hält er ihnen den Rücken frei. Eine Art Zugewinngemeinschaft.
Aus: Vocer

Schlusspunkt: Der Wirtschaftstext des Tages

Oh my God! They killed China!
Die erste Runde im laufenden Währungskrieg geht schon einmal ganz klar an Deutschland. Eine besonders eigenartige Kuriosität: Seit Frühjahr 2012 weist dieses Land wieder einen Überschuss in der Leistungsbilanz mit China aus – erstmals seit 1989.
Aus: WeitwinkelSubjektiv

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