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Nebenbei

  • Sissy, Soraya, Frauke

    Die AfD kann mit der Resonanz ihres Kölner Parteitags zufrieden sein. Die Partei ist zerstritten. Ihre Umfragewerte sind gesunken. Dennoch beherrscht sie die Schlagzeilen. Ihre Gegner, die in Köln aufmarschierten, und die Medien, die seit Wochen über jede Regung der kleinen Partei berichten, verschafften ihr wieder einmal unverhältnismäßig starke Beachtung. Großes Verdienst daran hat auch Frauke Petry. Sie betätigt sich in der AfD seit Wochen als Spaltpilz und scheint darüber an Einfluss zu verlieren. Bisher ließen sich die Medien von der AfD mit Beschimpfungen und Tabubrüchen zu üppiger Berichterstattung provozieren. Nun aber beginnen Journalisten, bei der AfD das Feld der Politik mit dem des Glamours zu verbinden, auf dem sich üblicherweise die Stars, die Beauties und die Royals tummeln. Der MDR versah seinen Vorbericht auf den AfD-Parteitag mit der Schlagzeile: „Schicksalstage für Frauke Petry?“ Erinnert das nicht an Romy und ihre Paraderolle, die Sissy? Langsam, aber unaufhaltsam wird Frauke in die Riege der Sissys und Sorayas samt ihrer vielen Nachfolgerinnen vorrücken. Die AfD mag Frauke schnöde beiseiteschieben oder gar vollständig ausmustern. Uns wird sie auf lange Zeit erhalten bleiben, nicht nur auf den Titelbildern der Magazine, die beim Friseur, im Wartezimmer des Hausarztes und in den Stadtcafés herumliegen, sondern vielleicht sogar als ständige Gästin bei der jährlichen Bambiverleihung. Ist das nicht tröstlich? – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 8 – 2013

Mittwoch, 9. Januar 2013

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)

1. Politik

a. Mit dumpfen Ressentiments gegen Rösler
Die Kritik an dem in Vietnam geborenen Kriegswaisen „wegen Inkompetenz“ ist vorgeschoben. In Wahrheit offenbart sie dumpfe Ressentiments gegen den „Vietnamesen“ Rösler.
Aus: Ruhrbarone

b. Peer Steinbrück im Zwielicht

Warum will Steinbrück die Causa Schienenkartell öffentlich verschweigen? Warum drängte er den Konzern nicht zu einer breiten öffentlichen Aufklärung? Warum verlangte er nicht im Interesse der geprellten Steuerzahler öffentliche Konsequenzen nach den Hausdurchsuchungen bei Thyssen-Krupp?
Aus: WAZ Rechercheblog

c.  Steinbrück hat seinen Auftrag erfüllt
Man kann Steinbrück vieles vorwerfen: Arroganz, Gier – aber dass er sich für den Erhalt von Jobs einsetzt, für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, an der Millionen Jobs hängen, nicht.
Aus: Ruhrbarone

d.  Steinbrück hat seinen Auftrag nicht erfüllt

Sie (Kartelle, Anm.) sind nicht anderes als Banden, die sich zusammengetan haben, um die Kunden zu betrügen. Wer in solchen Fällen keine Aufklärung will, darf auf keinen Fall Vorstandsvorsitzender einer Sparkasse in Nordrhein-Westfalen werden und könnte auch mit dem eher schlecht dotierten Job eines Bundeskanzlers moralisch und intellektuell überfordert sein.
Aus: Ruhrbarone

2. Medien

a. Von Antisemiten und Antisemanten
Dabei behauptet das Simon Wiesenthal Center mit seiner Liste gar nicht, dass Augstein „Deutschlands schlimmster Antisemit“ sei und damit „schlimmer“ als Neonazis. Es hält lediglich fünf Augstein-Zitate für derart anti-semitisch bzw. anti-israelisch, dass es diese auf Platz 9 der schlimmsten Verunglimpfungen gesetzt hat.
Aus: Bildblog

b. Medienkonsum im Wandel

Der Wunsch nach einer Papierzeitung ist kein angeborenes Bedürfnis, ohne dessen Erfüllung sie den Rest ihres Lebens unglücklich wären. So schwer sich leidenschaftliche Zeitungsleser dies auch vorstellen können: Nach einer kurzen Zeit der Abstinenz würden sie sich an diesen Zustand gewöhnen, so wie sich der Mensch an alle neuen Lebensssituationen anpasst.
Aus: Netzwertig.com

c. Wer soll das Internet regieren?

Diese rasante Karriere hat das Netz keiner zentralen Planungs- und Kontrollstelle, keiner Regierungsentscheidung, keiner einzelnen Organisation oder Person zu verdanken. Es hat sich im Zusammenspiel verschiedener Nutzergruppen entwickelt. Innovation fand in einem offenen System statt, ohne dass jemand hätte um Erlaubnis gefragt werden müssen.
Aus: Carta

d. Über Säue und Dörfer

Was geschieht eigentlich mit den Säuen, die gestern und vorgestern durchs Dorf getrieben wurden? Müssen die sich vorne wieder anstellen oder werden die irgendwann vergessen?
Aus: Wolfgang Michal

Zum Schluss: Der Wirtschaftstext des Tages

Die Ökonomie Gottes
Ökonomie gilt vielen als Rechtfertigung des Egoismus, Religion als dessen Gegenteil. Das Cliché ist falsch. Religion kann das Gedeihen der Wirtschaft befördern – aber auch katastrophale Folgen haben.
Aus: Never mind the markets

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