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Nebenbei

  • Schwindende Scheinblüte

    Was denken sich die Wähler? Vor einem Jahr gaben sie der SPD bei Forsa 14 Prozent. Drei Monate später, bei der Bundestagswahl, machten sie die Partei mit 25,7 Prozent zur stärksten Kraft. Da die Union handlungsunfähig war, konnte SPD-Kandidat Scholz Kanzler werden. Heute, neun Monate nach der Wahl, befindet sich seine Partei auf dem Abstieg. Während Union und Grüne in Umfragen die absolute Mehrheit erreichen, ist die Kanzlerpartei auf dem Rückweg unter die 20-Prozent-Marke. Bei Forsa hat sie es bereits geschafft. Ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl hat sich als Scheinblüte erwiesen. Die SPD droht wieder bei 14 Prozent zu landen. Scholz trägt das Seine bei. Er tritt in jüngster Zeit häufig auf. Dennoch rauschen auch seine Werte abwärts. Ob seine Auftritte den Niedergang forcieren oder mildern – wer weiß es? Sicher scheint, dass sich der Abwärtstrend der SPD beschleunigen dürfte, verlöre sie die nächste Landtagswahl am 9. Oktober in Niedersachsen. Sollte sich dort wie jüngst in Schleswig-Holstein und NRW eine schwarz-grüne Koalition bilden, könnte die SPD in Brand geraten. Es wäre an der Zeit, sich nach Hydranten und Wasserschläuchen umzuschauen. Auch in Niedersachsen sinken die Werte der SPD, während die der Union und der Grünen steigen. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 50 – 2012

Donnerstag, 22. November 2012

Blog-Tipps

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl interessanter Beiträge aus Blogs. Die Aussagen der Autoren geben nicht in jedem Fall meine Meinung wieder. (uh)  

1. Medien

a. In der Krise: Mehr Zeitung wagen
Was ist zu tun? Pläne müssen doch nach den unzähligen Diskussionen stapelweise in den Schubladen liegen. Die Frage ist: Holen wir sie da raus? Stecken wir unter hektischem Debattieren, hätte, könnte, sollte, müsste, den Kopf weiter in den Sand? Schieben wir die Schuld den Umständen in die Schuhe, rufen wir nach neuen Gesetzen? Oder erinnern wir uns, was wir der zahlenden Kundschaft schuldig sind, mit der wir einen Vertrag auf Gegenseitigkeit abgeschlossen haben: gute Ware gegen gutes Geld? Kriegen wir es endlich fertig, mit dem Pfund, das wir – immer noch! – haben, zu wuchern?
Aus: Carta

b. FTD – Chronik eines absehbaren Ablebens

Niemand kann sich darüber freuen, wenn eine Redaktion mit vielen guten Leuten einfach so abgeschaltet wird. Aber jene Redaktion selbst sieht sich ja der Marktwirtschaft verpflichtet. Und aus dieser Sicht ist das Produkt, das im 13. Jahre (Zahlenmystiker werden dies lieben) erschien, gescheitert. Es hat niemals auch nur eine schwarze Zahl geschrieben, seine Auflage und seine Werbeeinnahmen sinken seit langer Zeit, online hat es nie Bedeutung erlangt.
Aus: Indiskretion Ehrensache

c. Mediensterben in Deutschland

Zwar ist die „FTD“ immer noch die sechstgrößte Tageszeitung Deutschlands, doch die Auflage geht wie bei fast allen Zeitungen stetig zurück. Im dritten Quartal 2012 lag sie noch bei 102.000 Exemplaren – davon 42.000 Abonnenten und 3.000 Exemplare aus dem Einzelverkauf. Lediglich durch Freiexemplare und Promotionen hat sich die Auflage in den vergangenen Jahren gehalten, denn Abos und Einzelverkauf sind seit 2008 um 28 Prozent bzw. 40 Prozent gesunken. Das ist kein Jammern auf niedrigem Niveau, sondern ein Niedergang. Die Konsequenzen sind bekannt: Ausdünnung der Medienlandschaft, Abwanderung von Redakteuren ins Corporate Publishing, et cetera. Mit diesen Zahlen befindet sich die „FTD“ in guter Gesellschaft. Die Insolvenzen von „FR“ und „FTD“ sind lediglich die Anfänge eines Prozesses, an dessen Ende eine tief greifende Reorganisation der Medien stehen könnte. Die vielfach zitierte Robustheit der deutschen Zeitungslandschaft ist immer mehr ein Ding der Vergangenheit.
Aus: The European

2. Politik und Wirtschaft

Steinbrück-Auftraggeber prüft Steinbrück-Auftraggeber
Ernst & Young war also ein Auftragnehmer des Finanzministeriums unter Minister Peer Steinbrück und ein Auftraggeber des Bundestagsabgeordneten Peer Steinbrück. Das nun dieses Beratungsunternehmen im Auftrag der Stadtwerke Bochum unter anderem die Vorgänge um Peer Steinbrück prüft, ist sicher kein Zeichen eines ernsthaften Aufklärungswillens.
Aus: Ruhrbarone

3. Politik und Gesundheit

Die wundersame Spontanheilung Ralf Jägers
In einer Zeit, in der immer wieder neue Krankheiten entdeckt werden, die großen gesundheitlichen Geißeln der Menschheit noch nicht wirksam bekämpft werden können (…), da sind gute Nachrichten aus dem Gesundheitsbereich selten und werden sicherlich gerne gesehen. Insofern kann man die SPONtane Genesung des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralp Jäger nur begrüßen!
Aus: Pottblog

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