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Nebenbei

  • Merz bleibt Fritzchen

    Was haben sich die Merz-Fans für ihn in die Kurve gelegt! Und was macht er? Er kehrt ihnen den Rücken. Sie wollten ihn heimholen. Nicht irgendwie, sondern als CDU-Chef samt Freifahrtkarte ins Kanzleramt. Sie machten sich die schönsten Hoffnungen. Er ging auf Werbetour durch die Partei. Sie sangen auf ihn Loblieder. Sie hörten selbst dann nicht auf, als er seinen Parteitagsauftritt versemmelt hatte. Nun wollten sie ihn mit der Option auf die Kanzlerkandidatur ins Kabinett drücken. Und was passiert? Der Mann, der die AfD kleinkriegen und die CDU wieder groß machen wollte, nimmt sich aus dem Verkehr. Er lässt sich in irgendein Ratgebergremium abschieben. Wahlkampf für die CDU will er auch nicht machen, selbst in Ostdeutschland nicht, wo die AfD auf dem Vormarsch ist. Aus der Traum vom CDU-Frühling mit Merz. Der Friedrich stellt seine Fans in den Regen. Fritz will Fritzchen bleiben. – Ulrich Horn

Ärgerlicher Promi-Köder

Samstag, 3. November 2012

Nebenbei

(uh) Besser eine schlechte Nachricht als gar keine. So gesehen ist Steinbrück mit dem Trubel um sein Bochumer Stadtwerke-Honorar, das eine Spende sein soll, gut bedient. Was täte er nur, wenn es diesen Vorgang nicht gäbe? Er müsste sich zur Rente äußern. Doch wer will derzeit so etwas von ihm hören? Die 25.000 Euro sind interessanter. Was man als Laie nicht versteht: Warum telefonierten Stadtwerke und Steinbrück nicht miteinander, als das Problem auftauchte? Auf beiden Seiten sitzen doch SPD-Mitglieder. Unter Parteifreunden muss es doch möglich sein, ein Problem auf dem kurzen Dienstweg leise zu regeln. Früher lief das so. Aber das Ruhrgebiet ist auch nicht mehr, was es einmal war. Deshalb wird das Thema nun ausgewalzt. Der Stadtwerke-Aufsichtsrat plant eine Sondersitzung. Die Agentur, die Steinbrück nach Bochum lockte, gerät ins Visier. Hat sie einen Fehler gemacht? Und wieso war sie erforderlich? Hätte es nicht auch ein Anruf von Oberbürgermeisterin Scholz getan? Vielleicht wollte sie mit Steinbrück nicht über Geld reden. 25.000 Euro sind ja kein Pappenstil. Niemand sollte sich wundern, dass Bochum diesen Rekordbetrag aufbrachte. Je kleiner und grauer die Stadt, desto größer muss der Köder sein, um Promis anzulocken.

3 Kommentare zu “Ärgerlicher Promi-Köder”

  1. […] Atrium-Talk: Ärgerlicher Promi-Köder…Post von Horn […]

  2. […] gegenüber den Stadtwerken Bochum juristisch klären lassen will, ist merkwürdig. Ulrich Horn fragt sich zu Recht: “Warum telefonierten Stadtwerke und Steinbrück nicht miteinander, als das […]

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