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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Ärgerlicher Promi-Köder

Samstag, 3. November 2012

Nebenbei

(uh) Besser eine schlechte Nachricht als gar keine. So gesehen ist Steinbrück mit dem Trubel um sein Bochumer Stadtwerke-Honorar, das eine Spende sein soll, gut bedient. Was täte er nur, wenn es diesen Vorgang nicht gäbe? Er müsste sich zur Rente äußern. Doch wer will derzeit so etwas von ihm hören? Die 25.000 Euro sind interessanter. Was man als Laie nicht versteht: Warum telefonierten Stadtwerke und Steinbrück nicht miteinander, als das Problem auftauchte? Auf beiden Seiten sitzen doch SPD-Mitglieder. Unter Parteifreunden muss es doch möglich sein, ein Problem auf dem kurzen Dienstweg leise zu regeln. Früher lief das so. Aber das Ruhrgebiet ist auch nicht mehr, was es einmal war. Deshalb wird das Thema nun ausgewalzt. Der Stadtwerke-Aufsichtsrat plant eine Sondersitzung. Die Agentur, die Steinbrück nach Bochum lockte, gerät ins Visier. Hat sie einen Fehler gemacht? Und wieso war sie erforderlich? Hätte es nicht auch ein Anruf von Oberbürgermeisterin Scholz getan? Vielleicht wollte sie mit Steinbrück nicht über Geld reden. 25.000 Euro sind ja kein Pappenstil. Niemand sollte sich wundern, dass Bochum diesen Rekordbetrag aufbrachte. Je kleiner und grauer die Stadt, desto größer muss der Köder sein, um Promis anzulocken.

3 Kommentare zu “Ärgerlicher Promi-Köder”

  1. […] Atrium-Talk: Ärgerlicher Promi-Köder…Post von Horn […]

  2. […] gegenüber den Stadtwerken Bochum juristisch klären lassen will, ist merkwürdig. Ulrich Horn fragt sich zu Recht: “Warum telefonierten Stadtwerke und Steinbrück nicht miteinander, als das […]

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