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Nebenbei

  • Opposition: Trübe Aussicht

    Über die Probleme, eine Jamaika-Koalition zu bilden, geraten die Schwierigkeiten der Oppositionsparteien ein wenig aus dem Blick. SPD, Linke und AfD sind in sich zerstritten. In allen drei Parteien kämpfen verschiedene Lager gegeneinander (siehe: hier, hier und hier). Vermutlich kommt eher eine Jamaika-Koalition zustande, als dass die Opposition funktionsfähig wird. Reicht es nicht, wenn die Opposition parat steht, sobald die Jamaika-Regierung ihre Arbeit aufnimmt? Schön wär’s. Die Aversionen innerhalb der Linken sind wohl nicht mehr zu heilen. Die AfD zerbröselt, ohne dass ein Ende absehbar wäre, das die Mehrheit der Bürger auch gar nicht wünscht. Und die SPD? Sie will sich das ganze Jahr 2018 mit sich, ihrer Dysfunktion und deren Heilung befassen. Unter diesen Bedingungen wird es der Opposition schwerfallen, der Jamaika-Koalition, wenn sie denn zustande kommt, im nächsten Jahr Dampf zu machen. Derzeit spricht alles dafür, dass sich die Regierung ein Jahr lang Zeit damit lassen kann, in die Gänge zu kommen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Probleme der Bürger nicht so lange warten und der nächsten Regierung Beine machen werden. – Ulrich Horn

Ärgerlicher Promi-Köder

Samstag, 3. November 2012

Nebenbei

(uh) Besser eine schlechte Nachricht als gar keine. So gesehen ist Steinbrück mit dem Trubel um sein Bochumer Stadtwerke-Honorar, das eine Spende sein soll, gut bedient. Was täte er nur, wenn es diesen Vorgang nicht gäbe? Er müsste sich zur Rente äußern. Doch wer will derzeit so etwas von ihm hören? Die 25.000 Euro sind interessanter. Was man als Laie nicht versteht: Warum telefonierten Stadtwerke und Steinbrück nicht miteinander, als das Problem auftauchte? Auf beiden Seiten sitzen doch SPD-Mitglieder. Unter Parteifreunden muss es doch möglich sein, ein Problem auf dem kurzen Dienstweg leise zu regeln. Früher lief das so. Aber das Ruhrgebiet ist auch nicht mehr, was es einmal war. Deshalb wird das Thema nun ausgewalzt. Der Stadtwerke-Aufsichtsrat plant eine Sondersitzung. Die Agentur, die Steinbrück nach Bochum lockte, gerät ins Visier. Hat sie einen Fehler gemacht? Und wieso war sie erforderlich? Hätte es nicht auch ein Anruf von Oberbürgermeisterin Scholz getan? Vielleicht wollte sie mit Steinbrück nicht über Geld reden. 25.000 Euro sind ja kein Pappenstil. Niemand sollte sich wundern, dass Bochum diesen Rekordbetrag aufbrachte. Je kleiner und grauer die Stadt, desto größer muss der Köder sein, um Promis anzulocken.

3 Kommentare zu “Ärgerlicher Promi-Köder”

  1. […] Atrium-Talk: Ärgerlicher Promi-Köder…Post von Horn […]

  2. […] gegenüber den Stadtwerken Bochum juristisch klären lassen will, ist merkwürdig. Ulrich Horn fragt sich zu Recht: “Warum telefonierten Stadtwerke und Steinbrück nicht miteinander, als das […]

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