Schrift verkleinern Schrift vergrößern
RSS RSS-Feed

Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Hanni und Cindy

Montag, 8. Oktober 2012

Nebenbei

(uh) Hannelore Kraft war schon wieder in einer TV-Show zu bestaunen. Diesmal bei „Wetten, dass…“. Was verspricht sich eine Spitzenpolitikerin wie sie davon, stundenlang als Dekoration in einer Unterhaltungssendung herumzusitzen? Noch mehr Sympathiepunkte? Bei Cindy aus Marzahn, die in der gleichen Sendung auftrat, ist der Mehrwert klar. Sie bekommt Honorar und kann hoffen, ihren Marktwert zu steigern. Aber Kraft? Wird Hanni, wie sie von ihren Fans liebevoll genannt wird, dank „Wetten, dass…“ noch populärer und wählbarer? Warten wir die nächsten Umfragen ab. Wenn sich ihr Auftritt bei „Wetten, dass…“ sympathiemäßig positiv auswirken sollte, können wir hoffen, Kraft bald auch in der „Lindenstraße“, bei „Berlin – Tag und Nacht“ und in „Verbotene Liebe“ zu sehen. Es wird dann nicht lange dauern, bis auch Siegmar Gabriel, Thomas de Maizière, Renate Künast und Guido Westerwelle die Unterhaltungssendungen entern. Und vielleicht auch Angela Merkel. Wenn wir Glück haben, tritt sogar Peer Steinbrück an – bei „Wer wird Millionär“.

5 Kommentare zu “Hanni und Cindy”

  1. Millo sagt:

    Herr Westerwelle hatte ja schon seinen Auftritt. Damals bei Big Brother im Container.

  2. Roland Mitschke sagt:

    In Unterhaltungssendungen hat die Politik nichts zu suchen – auch keine vermeintlichen Sympathiepunkte .Die unterschwellige Werbung nach der Art der auf dem Tisch stehenden Coca Cols Flasche darf es fuer die Politik im öffentlichen TV nicht geben. Es gibt genügend Raum in den Programmen fuer Politik.
    Frau Kraft kann wie alle anderen Bürger die TV-Sendungen zu Hause im Wohnzimmer sehen – quasi als verdienter poltikfreier Abend.

  3. […] NRW II: Hanni und Cindy…Post von Horn […]

  4. Pottblog sagt:

    Links anne Ruhr (09.10.2012)…

    Essen/Ruhrgebiet: Verfolgung im Ruhrgebiet – „Irgendwann machen sie Fehler“ (NRZ.de) – Wilde Verfolgungsjagd durch das ganze Ruhrgebiet endete in Essen. Siehe auch: RP-Online. Bochum: Opel verschiebt angeblich Jubiläumsfeie…

  5. Thorsten H. sagt:

    Ich erinnere an den Auftritt von Guido Westerwelle im Big-Brother-Haus. Und der hat ihn direkt ins Auswärtige Amt geführt. Da war Krafts Auftritt geradezu gediegen gegen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ja, ich möchte über neue Blog-Beiträge per E-Mail informiert werden.