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Nebenbei

  • Kunstbanausen

    Wer sagt denn, dass NRW keine Superlative vorzuweisen habe? Bisher tat sich das größte Bundesland vor allem als einer der größten Schuldner der Republik hervor. Nun stellt sich heraus, dass die NRW-Regierung auf einem riesigen Kunstschatz sitzt. Ihn häufte ausgerechnet jene Landesgesellschaft an, die für Spielbanken zuständig ist. Die NRW-Regierung, die Schulden abbauen will, stattdessen aber immer mehr Schulden aufhäuft, will nun einige der Kunstwerke versteigern lassen, unter anderem, um in Köln eine neue Spielbank zu bauen. Der pfiffige Plan, die Zockerbude im Schatten des Domes mit der Veräußerung von Kunstwerken zu finanzieren, stößt in NRW und im Bund auf den Protest von Kunstfreunden, Feuilletonisten und deren Lesern. Bisher galt die Regierung Kraft nur als eine Gruppe hoch verschuldeter Habenichtse, die ständig über Geldmangel jammern und Millionen aus Berlin verlangen. Nun hat sie es geschafft, sich auch noch als eine Vereinigung von Kunstbanausen in Verruf zu bringen. Er nimmt ungeahnte Ausmaße an. Es stellt sich nämlich heraus, dass die Regierung gar nicht weiß, wie viele Kunstwerke bei ihrer Spielbankgesellschaft lagern. Klar scheint nur, dass einige unsachgemäß behandelt und auch beschädigt wurden. Es wird langsam Zeit, dass die Landesregierung endlich den Bestand ermittelt. Sie sollte dann auch gleich prüfen, ob und welche Kunstwerke andere Gesellschaften des Landes besitzen. Haben Bielefeld, Dortmund und Siegen schon eine Spielbank? – Ulrich Horn

Archive | Oktober, 2014

Beispiellose Fledderei

Donnerstag, 30. August 2012

6 Kommentare

(uh) Der Chefredakteur der Wirtschaftszeitung Handelsblatt, Gabor Steingart, arbeitet an seinem Image als harter Hund. Er versucht, das Konkurrenzblatt Financial Times Deutschland zu fleddern. Es muss seine Berichterstattung einschränken, um Kosten zu sparen. Steingart fordert die FTD-Leser öffentlich auf, zum Handelsblatt zu wechseln. Eine beispiellose Aktion. [weiter]

Düsseldorfs SPD gibt die Katze

Mittwoch, 29. August 2012

1 Kommentar

(uh) Die tollsten Kapriolen werden doch in der Lokalpolitik geschlagen. In dieser Hinsicht vollbringt die SPD Düsseldorf wahre Spitzenleistungen. Auch jetzt wieder hantiert sie wie die Katze, die sich in den Schwanz beißt und das nicht einmal merkt. [weiter]

Der Rohrkrepierer der Mafia-Jägerin

Dienstag, 28. August 2012

3 Kommentare

(uh) Kritik zu üben ist eine Kunst. Sie erfordert Behutsamkeit. Je weniger sie sichtbar wird, desto mehr verrät die Kritik – nicht über den Kritisierten, sondern über den Kritiker. So ergeht es zurzeit Gertrud Höhler. [weiter]

Aus dem Tiefschlaf erwacht

Montag, 27. August 2012

6 Kommentare

(uh) Weitgehend unbehelligt haben sich in den vergangenen Jahren rechtsextremistische Banden in Deutschland ausbreiten können. Die Politiker der demokratischen Parteien sahen untätig zu. Sicherheitsdienste und Polizisten stehen sogar im Verdacht, den Rechtsextremisten geholfen zu haben. [weiter]

Die Sorge um den Platz im Geschichtsbuch

Dienstag, 21. August 2012

12 Kommentare

(uh) Da sind sie wieder, die Cracks der rot-grünen Koalition von 1998 bis 2005, Gerhard Schröder (SPD) und Josef Fischer (Grüne). Sie zucken noch. Und es zeichnet sich bereits ab: Je näher die Bundestagswahl heran rückt und der Wahlkampf in Fahrt kommt, desto öfter werden sie versuchen, Wellen zu schlagen. [weiter]

Ein Übungsleiter auf Abruf

Freitag, 17. August 2012

1 Kommentar

(uh) Joachim Löw wird wohl nicht mehr lange Fußball-Bundestrainer sein. Nach den Regeln der Macht, die auch im Fußball gelten, geht seine Amtszeit bald zu Ende. Wenn er demnächst nicht selbst die Brocken hinwirft, wird er nach der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien abtreten müssen. [weiter]

Norwegens Regierung setzt den Standard

Mittwoch, 15. August 2012

1 Kommentar

(uh) Die Bundesregierung und das Kabinett des großen Bundeslandes NRW sollten sich die Zeit nehmen, einmal kurz nach Norwegen zu schauen. Die Regierung dieses Landes, das nur so viele Einwohner hat wie das Ruhrgebiet, brachte etwas zustande, woran sich die Regierungen in Berlin und Düsseldorf ein Beispiel nehmen sollten. [weiter]

Die Troika wird zur Bürde

Dienstag, 14. August 2012

2 Kommentare

(uh) Der Schachzug schien klug gewählt: Die SPD band ihre möglichen Kanzlerkandidaten Steinbrück, Steinmeier und Gabriel zur Troika zusammen, um bis zum Beginn des Wahljahres 2013 nach innen Ruhe zu schaffen und nach außen Stärke zu demonstrieren. Doch der Plan will nicht so richtig aufgehen. [weiter]

Potemkins gelehrige Schüler

Montag, 13. August 2012

3 Kommentare

(uh) Der deutsche Leistungssport ist über die Olympischen Spiele in London in Verruf geraten. Sportfunktionäre, Sportpolitiker und TV-Berichterstatter blamierten sich, teilweise bis auf die Knochen. Mancher Betroffene tut immer noch so, als habe er das nicht bemerkt. [weiter]

Goldmedaille im Traumtanzen

Dienstag, 7. August 2012

4 Kommentare

(uh) Bei Olympischen Spielen geht es hart zur Sache. Es handelt sich schließlich um die größte Leistungsschau von Spitzenathleten aus aller Welt. Das deutsche Team präsentiert sich in London kläglich. [weiter]