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Nebenbei

  • Rache ist süß

    Peer Steinbrück hat fast alle Höhen und Tiefen der Politik erlebt. Lange war von ihm nichts mehr zu hören und zu sehen. Was ihn als SPD-Bundestagsabgeordneten umtreibt, teilt sich nicht mehr so richtig mit. Vermutlich hat er alle Hände voll zu tun, Bücher zu schreiben und europaweit Vorträge zu halten. In Deutschland hat er ja sicher alle interessierten Führungskräftezirkel längst beglückt. Gerade weil es um ihn still geworden ist, fällt auf, dass auch er sich in der Diskussion um den nächsten SPD-Kanzlerkandidaten zu Wort meldet, die sein früherer Pressesprecher, der heutige Kieler Ministerpräsident Albig, angestoßen hat. Im Unterschied zu ihm meint Steinbrück, die SPD solle zur Bundestagswahl 2017 sehr wohl einen Kanzlerkandidaten präsentieren. Die Rolle sei SPD-Chef Gabriel auf den Leib geschrieben. Ansonsten stimmt Steinbrück mit Albig überein: Die SPD habe selbst mit Gabriel gegen Merkel 2017 keine Chance. »Wenn die SPD weiter so auftritt wie derzeit, wird sie es schwer haben, über 30 Prozent zu kommen. Sie mobilisiert nicht, sie weckt keinen Enthusiasmus, sie reißt niemanden mit.« Die SPD thematisiere zentrale Zukunftsfragen nicht, befand Steinbrück gegenüber der Bild am Sonntag. – Bei solchen Aussagen muss SPD-Gegnern das Herz aufgehen. Steinbrück macht Gabriel zwei Jahre vor der Wahl zum Prügelknaben. Kühl redet den SPD-Chef platt. Warum Steinbrück das tut? Als er 2013 Kanzlerkandidat war, half ihm Gabriel kaum und fiel ihm sogar in den Rücken. Steinbrück hat sich das gemerkt. Auch in der SPD ist Rache süß. – Ulrich Horn

Archive | Juli, 2015

An eine Leserin

Donnerstag, 31. Mai 2012

0 Kommentare

(uh) Eine Leserin des Artikels „Die Korrektur des Wählerwillens“ schickte mir am Mittwoch, den 30. Mai, einen interessanten Kommentar, der mich um 17.07 Uhr erreichte. Die Leserin warf ihn leider in den Toten Briefkasten. Texte, die dort landen, bleiben aus Gründen der Diskretion anonym. Sie tragen keine Mail-Adresse, so dass ich mit den Absendern nicht in Verbindung treten kann.

Deshalb wende ich mich auf diesem Weg an die Absenderin:

Ich würde Ihren Text gerne veröffentlichen. Ich benötige dazu Ihr Einverständnis. Wenn Sie es geben wollen, teilen Sie mir das doch bitte kurz über meine Mail-Adresse hornxu@t-online.de mit. Nennen Sie dabei einen Namen oder ein Kürzel, unter dem ich Ihren Beitrag veröffentlichen kann. Damit Irrtümer ausgeschlossen werden, erwähnen Sie in Ihrer Zustimmung bitte auch das erste und das letzte Wort Ihres Kommentars.

Mit besten Grüßen
Ulrich Horn

 

 

Das Ende der Gemütlichkeit

Mittwoch, 30. Mai 2012

1 Kommentar

(uh) Mit der NRW-Wahl sind die Parteien unter Druck geraten. Die Wahl hat zwar das Machtverhältnis in NRW geklärt. Sie verschaffte Rot-Grün eine klare Mehrheit. Gleichzeitig deckte sie jedoch auch die Probleme der Parteien auf. Während die Landtagsabgeordneten heute in Düsseldorf die neue Legislaturperiode eröffnen, stehen ihre Parteien vor großen Umbrüchen. Sie beschränken sich nicht nur auf das Land. Sie werden auch auf die Bundespolitik ausstrahlen. [weiter]

Die Korrektur des Wählerwillens

Dienstag, 29. Mai 2012

6 Kommentare

(uh) Knapp zwei Wochen nach der Wahl hat SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Willen der Wähler korrigiert. Dabei halfen ihr ein frisch gewählter SPD-Landtagsabgeordneter und ein nicht gewählter SPD-Landtagskandidat. [weiter]

Norbert Röttgen denkt an sich

Montag, 28. Mai 2012

1 Kommentar

(uh) Lange versuchte die SPD, Bundeskanzlerin Merkel in die Enge zu treiben. Ohne Erfolg. Die drei Kandidaten, die sich um die Kanzlerkandidatur der SPD bewerben, warfen bereits die Flinte ins Korn. Das war möglicherweise voreilig. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen zeigt ihnen, wie man die Kanzlerin demontiert, ohne sich großartig anzustrengen. [weiter]

Laschets langer Aufgabenkatalog

Samstag, 26. Mai 2012

3 Kommentare

(uh) Die NRW-CDU will ihre Zukunft mit einer Doppelspitze gestalten. Das Modell ist in der Vergangenheit stets gescheitert. Dennoch sollen es die beiden Landtagsabgeordneten Laschet als Parteichef und Laumann als Fraktionschef noch einmal ausprobieren. Nach dem leichtfertigen und teuer bezahlten Experiment mit Röttgen an der Spitze geht die NRW-CDU nun erneut ein großes Risiko ein. [weiter]

Der Polizei platzt der Kragen

Donnerstag, 24. Mai 2012

8 Kommentare

(uh) Woche für Woche gibt es rund um den Fußball Randale. Dass die Vereine und die Politik sie nicht konsequent eindämmen, geschieht wohl aus falscher Rücksicht auf die Fans. Besonders ärgerlich ist das für die Polizisten, die sich von Spieltag zu Spieltag mit den Krawallbrüdern rumschlagen müssen. Ihnen scheint nun der Kragen zu platzen. Endlich. [weiter]

NRW-CDU: Halbherzig, risikoscheu

Donnerstag, 24. Mai 2012

0 Kommentare

(uh) Die NRW-CDU legt sich doch in die Kurve. Nach dem sang- und klanglosen Abgang ihres Landesvorsitzenden Röttgen haben sich Laumann und Laschet endlich geeinigt, die Überbleibsel der NRW-Union unter sich aufzuteilen. Laumann soll Fraktionschef werden und Laschet Parteichef. Mutige Erneuerung sieht anders aus. [weiter]

Das Ringen um Röttgens Reste

Dienstag, 22. Mai 2012

1 Kommentar

(uh) Man sollte meinen, die geschlagene NRW-CDU müsste sich daran machen, Ursachen und Verursacher ihrer Niederlage rasch zu benennen und aus dem Weg zu räumen. Weit gefehlt. Sie findet dazu nicht die Kraft. Ihre Elite scheint der Aufgabe nicht gewachsen. Ihr Verhalten macht deutlich, warum die Wähler die NRW-CDU abstraften und warum sie ihren Charakter als Volkspartei verliert. [weiter]

Kraft: Auf der Woge des Erfolgs

Montag, 21. Mai 2012

5 Kommentare

(uh) Seit Hannelore Kraft die SPD bei der NRW-Wahl auf 39,1 Prozent brachte, findet sie Beachtung in der Bundespolitik. Bisher spielte sie dort nur eine Nebenrolle. Nun wird sie wahrgenommen, auch im Ausland. Der Historiker Timothy Garton Ash leitete jüngst im Guardian einen Beitrag mit dem Satz ein: „When Germany’s chancellor Hannelore Kraft met France’s President François Hollande in Berlin ealier this week, …“ [weiter]

CDU: Flurschaden eines Einzelkämpfers

Sonntag, 20. Mai 2012

2 Kommentare

(uh) Die CDU geht schweren Zeiten entgegen. Norbert Röttgen, ihr stellvertretender Vorsitzender, Umweltminister a.D. und Ex-Landeschef, will weiter machen. Er will 2013 wieder in den Bundestag. Das verheißt nichts Gutes. Röttgen ist offensichtlich der Ansicht, dass der Flurschaden, den er anrichtete, noch nicht groß genug ist. [weiter]