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Nebenbei

  • Wüstes Gequatsche

    Hendrik Wüst hat es geschafft. Er behauptete bei der NRW-Wahl die CDU-Spitzenposition und baute sie sogar aus. Er kann auf diesen Erfolg stolz sein. Er beflügelt sogar TV-Reporter. Am Wahlabend war immer wieder zu hören, Wüst sei nun Kandidat für die Kanzlerkandidatur und Konkurrent für CDU-Chef Merz. Wüst täte gut daran, darauf nichts zu geben. Unter denen, die ihn hochjubeln, sind nicht nur Einfaltspinsel, die an seinem Erfolg teilhaben wollen. Wen die Medien hochheben, den versenken sie auch wieder. Manchen heben sie nur hoch, um ihn besser versenken zu können. Wer geneigt ist, das TV-Gequatsche ernst zu nehmen, sollte sich vor Augen halten: Wüst ist erst seit sieben Monaten Ministerpräsident. Einen großen Teil dieser Zeit verbrachte er nicht mit Regieren, sondern mit Wahlkampf. Sein Wahlerfolg ist weniger der Lohn für bisherige Leistungen als ein Kredit auf künftige. Ob er im Amt bleibt, steht noch nicht fest. Es liegt nicht allein bei ihm, sondern vor allem bei den Grünen. Damit er im Amt bleiben kann, muss er sie von sich überzeugen. Erst wenn diese Aufgabe gelöst ist, hat er die Landtagswahl gewonnen. Dann muss er beweisen, dass er die neue Koalition führen und die Verhältnisse in NRW verbessern kann. Bevor er diesen Nachweis nicht erbracht hat, sollte er nicht einmal im Traum daran denken, das Kanzleramt anzupeilen. Wie schrecklich es sich anschaut, wenn dieses Amt seinen Inhaber überfordert, demonstriert es gerade am Beispiel von Olaf Scholz. – Ulrich Horn

Aufgelesen … Nr. 12/2012

Dienstag, 17. Januar 2012

Blog-Tipps

I N T E R N A T I O N A L:
FTD – Jonathan Soble: Japan – Abstieg eines Weltstars
Spiegel – Machtkampf im Irak: Maliki geht auf Konfrontationskurs zur Türkei
Zeit – Syrien: Allianz gegen Assad-Regime wächst

E U R O P A:
WirtschaftsWoche – Deutscher Export-Verband greift Italien frontal an
FR – F. Herold: Widerstand gegen Orban – Budapester Aufstand
WirtschaftsWoche – Flauger/Stratmann: Großmann mahnt europäische Energiepolitik an

N A T I O N A L:
Welt – Europa-Abgeordneter Brok: US-Kräfte haben uns den Währungskrieg erklärt
Manager Magazin – Ratingagenturen: Deutschland will Macht der Kreditwächter brechen
Focus Money – Europäische Ratingagentur: Westerwelle will Stiftung Warentest für Finanzen
FAZ – Christoph Schäfer: Spendenkonten – Almosen für Deutschland

G e s e l l s c h a f t:
Spiegel – Seltener Bildungsaufstieg: Abgehängt bleibt abgehängt
News4teachers – Immer mehr Judendlichen kiffen und trinken sich ins Koma

P  a  r  t  e  i  e  n:
Spiegel – Severin Weiland: Die (fast) unglaubliche Wandlung des Guido W.
Zeit – Michael Schlieben: Parteitreffen – Linke Lebenslügen

W  i  r  t  s  c  h  a  f  t:
Focus Money – Danuta Szarek: Die unappetitlichen Geheimnisse von McDonald’s
WirtschaftsWoche – Berlin schützt kritische Exporte: Die Iran-Connection
Harward Business Manager – Menz u.a.: Die vier Gesichter des Chef-Strategen

W  u  l  f  f:
Süddeutsche – Heribert Prantl: Affäre Wulff – Die Kritik wird immer kleinkarierter
FR – Matthias Thieme: Wulff im Club der Superreichen

M  e  d  i  e  n:
FR – Götz Aly: Journalisten, Rabatte und Moral

R E G I O N A L:
Zeit – Ludwig Greven: Große Koalition an der Saar, oder was nun?
FR – K. Doemens: Gespräche im Saarland – Sorge um rot-grüne Koalition im Bundestag
Rheinische Post – G. Voogt: Verbraucherzentrale – Läden sollen länger geöffnet bleiben
Ruhrbarone – Stefan Laurin: PFT-Prozess gestartet
Rheinische Post – Minister: Berlin lockt Modeprofis von NRW weg

L O K A L:
Westdeutsche Zeitung – Bahn will Müngstener Brücke für 30 Millionen sanieren
DerWesten – Jennifer Schumacher: Polizei-Hundertschaft nimmt Autoschieberbande hoch
ZOOM – Glosse: Stadt war einmal – Winterberg wird Unternehmen

 

 

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