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Nebenbei

  • Es geht noch schlechter

    Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen. Er hofft, vereint könnten sie eine stärkere Rolle spielen. Die Verhandlungen haben gerade begonnen. Sie werden beide Banken zunächst weiter schwächen. Um größeres Gewicht zu gewinnen, müssen sie Kosten senken. Sie gilt, Stellen zu streichen und Zweigstellen zu schließen. Beide Geldhäuser beschäftigen insgesamt gut 130.000 Menschen. Soll der Zusammenschluss den gewünschten Gewinn bringen, könnten 20.000 bis 50.000 Stellen wegfallen. Was werden die Mitarbeiter bei diesen Aussichten tun? Sie werden sich fragen, ob sie es sind, die demnächst auf der Strecke bleiben. Viele werden alles daransetzen, einen anderen Arbeitgeber zu finden. Sie werden sich umhören, Bewerbungen schreiben, sich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Sie werden ihre finanziellen Verhältnisse straffen, um drohende Durststrecken zu überstehen. Sie werden sich zum Abwehrkampf gegen den Zusammenschluss formieren und an Protestaktionen teilnehmen. Bis die Vereinigung in trockenen Tüchern ist, falls es zu ihr kommt, wird einige Zeit ins Land gehen. Derweil werden sich die Beschäftigten mehr mit sich selbst als mit den Geschäften ihrer Bank befassen. Ist es abwegig abzunehmen, dass sich die schlechte Ertragslage der beiden Banken in nächster Zeit noch verschlechtern wird? – Ulrich Horn

Aufgelesen … 2012 – 8

Donnerstag, 12. Januar 2012

Blog-Tipps

I n t e r n a t i o n a l:
Stern – Manuela Pfohl: Moral und Pragmatismus nach der Revolution
Telepolis – C.T. Kaul: Facebook-Revolution in Ägypten? – Totaler Schwachsinn!
DerWesten – Video zeigt offenbar US-Soldaten beim Urinieren auf Leichen
NZZ – Studie: Atombestände weltweit nicht ausreichend gesichert

E u r o p a:
Focus – Plagiatsverdacht gegen Präsident – Ungarn hat nun auch einen Guttenberg
Spiegel – Slowenien: Parlament lässt designierten Regierungschef durchfallen
Tagesschau – Tilman Kleinjung: Großes Auto, kleines Geld – Italiens arme Reiche
Süddeutsche – J. D. Bindenagel: Warum Deutschland eine historische Führungspflicht hat

N a t i o n a l:
P a r t e i e n:
Abgeordnetenwatch – Den Parteien brechen die Großspenden weg
Süddeutsche – Denkler/Das Gupta: Westerwelle und die FDP – Warnung vor dem Freunde
Frankfurter Rundschau – B.S Pöpel: Da hat keine Frau eine Chance
Wolfgang Michal – Warum wir für Rösler, Wulff und Guttenberg verantwortlich sind
S o z i a l e s:
Telepolis – Rudolf Stumberger: Arbeiterbewusstsein – Schleichende Entsolidarisierung
W u l f f:
Handelsblatt – CDU-Abgeordneter fordert Wulff zum Rücktritt auf
Süddeutsche – Jens Schneider: Fragenflut überschwemmt Wulffs Nachfolger
Handelsblatt – Maike Freund: Steinmeier und de Maizière: Nachfolgedebatte um Wulff rollt an
M e d i e n:
Osnabrücker Zeitung – Die Peinlichkeiten des Präsidenten und die Probleme der Presse
Stefan Niggemeier – Vom Glück, „Bild“ zu sein
Sprengsatz – Michael Spreng: Am Tropf von Bild
Spiegel – Jakob Augstein: Die Medien und der böse Wulff

R e g i o n a l:
IT.NRW – NRW: Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sinkt
DerWesten – Tobias Blasius: Rot-Grün will weniger neue Baugebiete

L o k a l:
DerWesten – Philipp Wahl: Loveparade – Duisburger stimmen über OB Sauerland ab

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