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Nebenbei

  • Steinmeier und Yücel

    In der Türkei sitzen viele Dutzend Journalisten im Gefängnis. Unter ihnen befindet sich auch Deniz Yücel, Er ist türkischer und deutscher Staatsbürger. Bundespräsident Steinmeier hat seine erste Rede für einen Appell an den türkischen Präsidenten Erdogan genutzt. „Geben Sie Deniz Yücel frei!“ Eine selbstverständliche und dennoch bemerkenswerte Forderung. Die meisten Bundespräsidenten hielten sich aus der Tagespolitik heraus. Dass Steinmeier anders verfährt, hat ihn viel Lob eingebracht. Es hieß, er sei ein Präsident mit Biss, ein Mann, der klare Kante zeigt. Wem nutzt dieser Auftritt? Zunächst ihm selbst. Die positive Resonanz ermuntert ihn, dem eingeschlagenen Weg zu folgen. Risikolos ist er nicht. Er kann ihn über die Grenze hinausführen, von der an er zum Richter über die Politik der Regierung wird. Genützt hat Steinmeiers Auftritt auch jenen Bürgern, denen er aus dem Herzen sprach. Sie können sich verstanden fühlen. Nützt Steinmeiers Auftritt aber auch Yücel? Erdogan wird wohl den Teufel tun und ihn freilassen. Mit Steinmeiers Appell ist der Fall zur Prestigefrage geworden. Gäbe Erdogan nach, würde er in den Augen seiner Anhänger Schwäche zeigen. Er hätte sich deutschem Druck gebeugt und eingestanden, dass Yücel unrechtmäßig festgehalten wurde. Erdogan verlöre sein Gesicht. Je heftiger er öffentlich bedrängt wird, desto länger wird er Yücel festhalten. Der Journalist wird vermutlich erst freikommen, wenn gewährleistet ist, dass Erdogan sein Gesicht behält. Für Yücel aussichtsreicher wäre es wohl, statt mit öffentlichen Appellen auf diplomatischem Wege Druck auszuüben. Erdogan wird das Gefängnistor erst öffnen, wenn es für ihn teurer wird, Yücel gefangen zu halten als ihn freizulassen. – Ulrich Horn

Aufgelesen … 2012 – 7

Mittwoch, 11. Januar 2012

Blog-Tipps

I n t e r n a t i o n a l:
manager magazin – Thomas Katzensteiner/Ulric Papendick: Banken – Das Spiel ist aus
Focus – Peter Gruber: Mat Romney – Die quälende Angst des Doppelsiegers

E u r o p a:
derStandart – APA: Mafia ist Italiens solideste Bank
FTD – L. Klimm/K. Werner/M. Gassmann: Frankreich setzt verstärkt auf Windkraft

N a t i o n a l:
P a r t e i e n:
Stern – Wahltrend: Union im Plus – trotz Präsidentenkrise
Frankfurter Rundschau – Kubicki gegen Rösler: Zoff um die Börsensteuer
WirtschaftsWoche – dne: Grüne werfen Rösler (…) Kumpanei mit Großbanken vor
Frankfurter Rundschau – B. Honnigfort: Bundestagswahl 2013 – Gysi und Lafontaine machen’s
W i r t s c h a f t:
WirtschaftsWoche – Reinhold Böhmer: Industrievertreter fordern mehr Staatseinfluss
NachDenkSeiten – Wolfgang Schwarz: Bombige Geschäfte
W u l f f:
Stern – Wulff-Nachfolge: Lieber Gauck als Käßmann
Stern – A.Hoidn-Borchers/A. Vornbäumen: Lammert ohne Ambition auf Wulff-Nachfolge
Süddeutsche – Altmeier fordert von Wulff Transparenz
NDR – 66 Fragen zu Wulff – aber keine Antworten
M e d i e n:
Telepolis – Rudolf Stumberger: Entgrenzung durch das Internet oder die Büchse der Pandora
Deutschlandfunk – Brigitte Baetz:  Die Machtspielchen der Bild-Zeitung
Spiegel – lis/cis: Virenbefall – Bundesbehörde rät allen Internetnutzern zum Selbsttest

R e g i o n a l:
Rheinische Post – Gerhard Voogt: NRW wehrt sich gegen neues Atomkraftwerk

L o k a l:
DerWesten – Michael Kohlstadt: Land bremst Tempolimit rund um Dortmund aus
DerWesten – I. Blazejewski: Duisburg scheint Roma-Problem nicht in den Griff zu bekommen

 

 

Ein Kommentar zu “Aufgelesen … 2012 – 7”

  1. […] Wahlkampf, Wachstum und Börsensteuer Politboxen, Stegner vs. Kubicki, Video4/4 In Blogs gefunden: Aufgelesen 2012 7 Post von HornP a r t e i e n: Stern Wahltrend: Union im Plus trotz Präsidentenkrise Frankfurter Rundschau […]

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