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Nebenbei

  • Noch zu retten?

    Tsipras kommt Griechenland und Europa teuer zu stehen. Er brauchte ein halbes Jahr, um zu begreifen, dass die meisten Griechen im Euro bleiben wollen und er das Land reformieren muss, um diesen Wunsch zu erfüllen. Dieser Einsicht hätte er früher nachkommen können. Griechenland und Europa wäre dann vieles erspart geblieben. Seine Lehrzeit kostete Europa 100 Milliarden an Nothilfen. Weil er Griechenlands Wirtschaft vollends einknicken ließ, schädigte er sie um einen hohen Milliardenbetrag. Die Reformen, zu denen er sich nun verpflichten musste, fallen viel härter aus als früher vorgesehen. Das alles stört viele Griechen nicht. Auch nicht, dass er das Gegenteil von dem tut, was er ihnen versprach. Sein Zulauf scheint ungebrochen. Sind die Griechen noch zu retten? Statt endlich den Reformprozess in Gang zu setzen, veranstaltet er Wahlkampf und Neuwahl, weniger zum Wohl Griechenlands als zu seinem und dem Wohl von Syriza: Er will seine zerbröselnde Machtbasis festigen. Auch das sehen ihm viele Griechen nach. Die Investoren sicher nicht. Sie werden weiterhin um Griechenland einen großen Bogen machen. Um die wirtschaftlichen Folgen seiner Winkelzüge macht sich Tsipras offenbar keine Gedanken. Man könnte meinen, er wolle den Nachweis führen, auch das dritte Rettungspaket sei herausgeworfenes Geld. Dass ein Regierungschef Neuwahlen zum Wohl seiner Partei durchsetzte, hat auch Deutschland erlebt. Schröder wollte 2005 die SPD stärken und die Linke verhindern. Vergeblich. Er bekam das Gegenteil von dem, was er anstrebte. Nach seiner Wahlniederlage heuerte er bei Putin an. Dass Tsipras es ihm demnächst gleich tun wird, scheint unwahrscheinlich. Seine Wahlchancen stehen offenbar gut. – Ulrich Horn

Archive | August, 2015

Wie in Kleinkleckersdorf

Sonntag, 31. Juli 2011

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(uh) Bochum hat es schwer. Die Stadt gilt als Inbegriff der grauen Maus. Sie kämpft immer noch mit dem Strukturwandel. Und nun noch das: Ein ehemaliger Bediensteter verschafft ihr weitere negative Schlagzeilen. [weiter]

Jahrestag als Wendepunkt

Donnerstag, 28. Juli 2011

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(uh) Ein Jahr nach ihrem Amtsantritt sieht sich NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gezwungen, den Kurs ihrer rot-grünen Minderheitsregierung neu zu justieren. Kraft macht kein großes Aufheben von dem Kurswechsel. Schließlich vollzieht sie ihn nicht ganz freiwillig. Er wurde ihr von der CDU- und FDP-Opposition, vom Verfassungsgericht und von ihrem grünen Koalitionspartner aufgezwungen. [weiter]

Mein Name ist…

Dienstag, 5. Juli 2011

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(uh) Wie geht man Problemen am besten aus dem Weg? Man steckt den Kopf in den Sand. Das ist die Strauß-Methode. Oder man weiß von nichts. Das ist die Hasen-Methode. Sie ist die Methode, die SPD-Fraktionschef Römer bevorzugt. Er hat sie nun schon zum zweiten Mal praktiziert. Beim ersten Mal mochte er sich nicht daran erinnern, dass er der Opposition Neuwahlen androhte. Beim zweiten Mal wollte er nicht mitbekommen haben, dass seine Geschäftsführerin Altenkamp eine Absprache mit der CDU traf und dann brach. Viel mehr sollte sich Römer nicht durch die Lappen gehen lassen. Sonst könnte ihm seine Fraktion bald nahe legen, er solle seine Zeit doch nicht damit vertun, auf seinem Stuhl im Landtag die Politik an sich vorbei rauschen zu lassen. Sondern es sich lieber hinter dem Landtag auf einer Bank am Rheinufer gemütlich machen – und den vorbeituckernden Schiffen zuschauen.

Der Traum von der eigenen Mehrheit

Dienstag, 5. Juli 2011

1 Kommentar

(uh) Im Düsseldorfer Landtag soll seit der vergangenen Woche Misstrauen unter den Abgeordneten grassieren. Es soll entstanden sein, weil sich die ehemalige Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp, erdreistete, eine Absprache mit der CDU-Opposition zur Abstimmung über den WestLB-Umbau zu brechen. Die Bürger werden daraus ihre Schlussfolgerungen ziehen. Ernsthaft besorgt sein müssen die Menschen in NRW über andere Dinge. [weiter]

Schwerarbeiter Gabriel

Sonntag, 3. Juli 2011

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(uh) Einer der schwierigsten Jobs, die derzeit in der deutschen Politik zu stemmen sind, ist der des SPD-Vorsitzenden. Das lässt sich an den Aktionen des amtierenden SPD-Chefs Sigmar Gabriel ablesen. Er müht sich nach Kräften. Dennoch gelingt es ihm nicht, seine Partei voranzubringen. Es reicht gerade mal, hin und wieder auf sich selbst aufmerksam zu machen und eine Schlagzeile zu produzieren. Und selbst dabei wirkt er nicht immer glücklich. [weiter]

Keine Bagatelle

Freitag, 1. Juli 2011

1 Kommentar

(uh) Die Landtagsabgeordnete Altenkamp bekleidet in der Regierungspartei SPD Führungspositionen. Sie ist stellvertretende Landeschefin und Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion. Die Spitzenfunktionärin hat im Landtag eine Absprache mit der Opposition gebrochen, um bei einer Abstimmung Vorteile für ihre Partei zu erzielen. Ein beinahe beispielloser Vorgang. [weiter]