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Nebenbei

  • Wie befreit aufgespielt

    Hoeneß ist wieder da, und schon ist alles beim Alten. So lange er für einige Monate weggeschlossen war, führte sich der FCB halbwegs anständig auf. Es wurde deutlich, was sein könnte, wenn nicht Hoeneß die Atmosphäre der Bundesliga prägte. Nun wiegelt der Mann, der wie ein Bullterrier agiert, wieder auf – und Rummenigge wieder ab. Die Arbeitsteilung klappt, als hätte Hoeneß nie eingesessen. Seine Hummels-Pöbelei zeigt, wie sehr der Druck, unter dem sein Verein steht, die Liga in Mitleidenschaft zieht. Der FCB ist zwar ein reicher Club. Englische Konkurrenten verfügen aber über mehr Mittel. Ändern sich die Verhältnisse nicht, wird es der FCB bald sehr schwer haben, sich so zu verstärken, dass er auf Dauer mithalten kann. Sogar in der Bundesliga ist seine Dominanz schon bedroht. Er hat Mühe, sich Dortmund vom Hals zu halten. Um erfolgreich zu bleiben, muss er Einnahmen generieren – über die Bundesliga und die Champions League hinaus. Nötiger als seine Wettbewerber braucht er Titel, möglichst viele, allen voran nationale. Dass er fast jedes Jahr deutscher Meister wird, ist die Basis seines wirtschaftlichen Erfolges. Um ihn zu stabilisieren, tut er alles, auf dem Platz und neben ihm. Er muss nicht nur stärker sein als nationale Konkurrenten. Er muss sie auch schwächen, sie in Unruhe versetzen, ihnen die besten Spieler abkaufen. Fußballerfolg hängt am Geld. Hoeneß war einer der ersten Funktionäre, der dieses Gesetz erkannte und nach ihm handelte. Beizukommen ist ihm und dem FCB nur, wenn man es besser macht als sie. Die Dortmunder versuchen es, die Schalker träumen davon. Sie haben nicht den Erfolg, sondern den Traum von ihm zum Daseinszweck ihres Vereins gemacht. Sie scheinen nicht zu begreifen, dass die Erfolge um Schalke so lange einen großen Bogen machen, wie der Verein auf einem Schuldenberg sitzt, der höher ist als jede Bergehalde im Revier. – Ulrich Horn

Archive | Mai, 2016

Halbe Sache

Sonntag, 3. April 2011

1 Kommentar

(uh) Mit Atem beraubender Geschwindigkeit hat die FDP Guido Westerwelle demontiert. Er will nun den Parteivorsitz abgeben. Das reicht nicht. Wer so stark beschädigt wurde wie er, ist erledigt, als Parteichef und als Außenminister. Für seine Partei ist er eine Last, der sie sich schnell entledigen will. Doch seine Entmachtung verschafft ihr keine Erleichterung. Denn auch ohne ihn steht sie blank da. [weiter]